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Segeberg Messerangriff vor Disco: Täter in Psychiatrie eingeliefert
Lokales Segeberg Messerangriff vor Disco: Täter in Psychiatrie eingeliefert
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22:12 16.04.2018
Auf dem Parkplatz nahe der Diskothek überfiel in der Nacht zu Sonntag ein Tatverdächtiger mit Messer zwei Männer, verletzte sie schwer. Quelle: Wolfgang Glombik
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Bad Segeberg

Dies entschied das Amtsgericht Kiel am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Der 29 Jahre alte Deutsche war in der Nacht zu Sonntag auf dem Parkplatz vor dem Que-Danceclub an der Rosenstraße mit dem Messer auf zwei Männer losgegangen und hatte sie schwer verletzt. Die beiden sind mittlerweile aber außer Lebensgefahr. Dem Antrag auf Unterbringungsbefehl, den Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Montagvormittag angekündigt hatte, gab das Amtsgericht Kiel noch am Nachmittag statt. „Wir gehen von einer psychischen Erkrankung aus“, sagte Bieler. Deshalb solle der Tatverdächtige bis zur Erstellung eines Gutachtens in der Psychiatrie bleiben.

Täter griff um 2.13 Uhr mit dem Messer an

Bei der Messerattacke waren ein 23-Jähriger aus Bad Segeberg und ein 29-Jähriger aus Kiel schwer verletzt worden. Dramatische Szenen müssen sich auf dem Parkplatz an der Rosenstraße abgespielt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei griff der 29-Jährige aus Rendsburg gegen 2.13 Uhr die zwei Männer mit einem Messer an. Beide Opfer erlitten schwere Verletzungen im Bereich des Halses. Eingesetzte Rettungskräfte versorgten die Verletzten. Nach Angaben von Polizeisprecher Dirk Scheele konnte der Tatverdächtige noch kurzzeitig flüchten, wurde dann aber nahe des Tatorts von Polizeibeamten festgenommen.

Den Mann aus Bad Segeberg hatte der Angreifer mit dem Messer so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Der andere Angegriffene aus Kiel kam mit schweren Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus. Die Kripo ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen kannten sich Täter und Opfer nicht. Die Motivlage sei völlig unklar. Auf eine mögliche Videoüberwachung des Geländes angesprochen, teilte Scheele mit, dass auch dieses noch Teil der Ermittlungen sei. Am Montagnachmittag sei der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt worden.

Disco-Betreiber: Täter kein Gast

Am Montag meldeten sich auch Verantwortliche vom Que-Danceclub auf Facebook zu Wort. Betont wird dabei, dass der Täter „kein Gast unseres Hauses“ gewesen sei. Er habe auch nicht versucht, die Diskothek zu betreten. Der Tatverdächtige sei über die Bahngleise in Richtung Eingang gekommen. Er habe sich, so die Disco-Verantwortlichen, kurze Zeit telefonierend vor dem Gebäude aufgehalten. Anschließend sei er Richtung Parkplatzausgang gegangen, „wo es dann zu dem Vorfall kam“. „Wir haben ein großes Interesse an der Aufklärung des Falles und werden dieses, soweit es uns möglich ist, unterstützen, damit auch weiterhin ruhig und mit guter Stimmung bei uns gefeiert werden kann.“

wgl

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