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Segeberg Zwei Sparten verloren: Eintracht Segeberg geschrumpft
Lokales Segeberg Zwei Sparten verloren: Eintracht Segeberg geschrumpft
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20:13 19.04.2016
Der Vorstand von Eintracht Segeberg besteht aus Holger Tiemann (Öffentlichkeitsarbeit, v. l.), Christian Mohrdieck (Finanzen), Michael Wolf (Schriftführung,vorn) und Mathias Mohrdieck (Technik). Quelle: Dreu

Das vergangene Jahr hatte einige Tiefschläge für den Traditionsverein Eintracht Segeberg parat. Die Taekwondo- Sparte (72 Mitglieder) war mit den Fusions-Entwicklungen im Verein nicht einverstanden und wechselte komplett zum MTV Segeberg. Die Jedermann-Sparte (zehn Mitglieder) löste sich aus Altersgründen gänzlich auf. Der Verein schrumpfte auf 422 Mitglieder. Jens Rüder, erst auf der Jahresversammlung 2015 zum Nachfolger des langjährigen Finanzwartes Hans-Jürgen Fischer gewählt, warf sein Amt nach kurzer Zeit hin. Stefan Bachmann, ebenfalls 2015 zum Verantwortlichen für den kaufmännischen Bereich gewählt, tat es ihm gleich und auch Norbert Dettloff hörte als Hallensportwart auf. Zudem musste auch noch ein neuer Wirt für das Vereinsheim gesucht werden.

„Von sieben Vorstandsmitgliedern sind wir auf drei zusammengeschrumpft“, schilderte Holger Tiemann als Vorstandssprecher das Leid des vergangenen Jahres auf der Jahresversammlung des Klubs. „Wir sind nur noch ein kleiner Verein mit gerade einmal zwei Sparten“, so Tiemann, der einen weiteren Punkt aber noch mehr bedauert: die gescheiterte Fusion mit dem SC Rönnau. „Das war eine Menge Arbeit. Doch inzwischen ist die Fusion endgültig vom Tisch“, so Tiemann.

Daher votierten die anwesenden Mitglieder der Jahresversammlung einstimmig dafür, die Überarbeitung der Vereinssatzung wieder aufzunehmen. Zum Jahr 2017 soll sie fertig sein. Ob in ihr noch ein siebenköpfiger Vorstand aufgeführt sein wird, ist fraglich. „Wir müssen überlegen, ob wir als kleiner Verein nicht auch mit einem kleineren Vorstand auskommen“, regte Holger Tiemann an.

Nach dem Rückzug von Jens Rüder hatte sich kommissarisch Christian Mohrdieck den Finanzen gewidmet. Einstimmig wurde er von den Mitgliedern offiziell in das neue Amt gewählt. Bestätigt wurde außerdem Michael Wolf als Schriftführer. Komplettiert wird der Vorstand durch Holger Tiemann (Öffentlichkeitsarbeit) und Mathias Mohrdieck (Technischer Wart).

Ein Überbleibsel aus dem Fusionsgedanken ist eine weitere Satzungsänderung, die der Verein auch nach dem Fusions-Aus umsetzte: Das Mindestalter der ordentlichen Mitglieder und damit auch des Stimmrechtes wurde von 18 Jahre auf 16 Jahre gesenkt. Gewählt werden dürfen aber weiterhin nur Mitglieder, die bereits 18 Jahre alt sind.

Einen regen Zulauf hat der Verein durch jugendliche und junge Erwachsene, die allesamt darauf brennen, Fußball spielen zu können. Mittlerweile sind 40 bis 50 Flüchtlinge regelmäßig dabei. Zu Beginn der neuen Saison sollen mit Hilfe eines Dolmetschers Lösungen auch in der Trainerfrage gesucht werden.

Nur noch zwei Sparten

422 Mitglieder gehören aktuell zur Eintracht Segeberg. Für Turbulenzen hatte im vergangenen Jahr der komplette Wechsel der Taekwondo-Sparte mit 72 Mitgliedern zum MTV Segeberg gesorgt. Aufgelöst wurde zudem aus Altersgründen die „Jedermann-Sparte“ mit zehn Mitgliedern. Unverändert blieb mit 73 Mitgliedern die Badmintonsparte, einziges Gegengewicht zur Fußballsparte. Diese zählt 322 Mitglieder, fünf mehr als noch im Jahr zuvor. Gesteigert werden konnte die Anzahl der fördernden Mitglieder. Sie wuchs von 11 auf 27 Mitglieder. pd

Von pd

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