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Segeberg Zweieinhalb Jahrzehnte Kunst in Segeberg
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09:47 03.04.2016
Nine Winderlich stellte erstmals 2006 als Gast bei der Jahresschau aus; ein Jahr später trat sie ein und präsentierte 2013 ihre Freiflügler.

Auge-Mitglied Katrin Lienau hatte seit 2012 drei Jahre lang für dieses Buch recherchiert, um Daten gebeten, Fotos herausgesucht, Druckvorlagen besorgt.

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Editha Lennartz-Finger, Auge-Mitglied von 2006 bis 2012, zog zur Jahresschau 2007 mit ihrem „Bilderwagen“ durch die Stadt.

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102 Seiten umfasst das Buch „Ausstellungsgemeinschaft Segeberger Künstler“ von Anna Sophie-Laug und Katrin Lienau. Es enthält zahlreiche Abbildungen und kostet 38 Euro. Zu bekommen ist es unter ☎ 0 4551/ 82559 sowie im Mai im Rahmen der Sonderpräsentation „Segeberger Autoren“ in der Buchhandlung „Das Buch am Markt“.

Das Buch umfasst auf 102 Seiten, 66 davon farbig, die Geschichte der Ausstellungsgemeinschaft sowie 50 Künstlerbiographien, verfasst von der Berliner Kunsthistorikerin Anna-Sophie Laug, der Tochter von Katrin Lienau. Zu jedem Künstler — 20 jetzige und ehemalige Auge-Mitglieder sowie 30 Ausstellungsgäste — ist nicht nur ein Portraitfoto, sondern auch ein Werk des Künstlers abgebildet. Einen Rückblick zur Entstehung der Segeberger Kunstszene steuert der Notar a.D. und Kunstsammler Manfred Tews bei. Katrin Lienau schreibt aus dem Inneren der Gemeinschaft: „Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung“, und Auge-Mitglied Konrad Schüler sinnt darüber nach, was eine solche lose Künstlergruppe über so lange Zeit zusammenhalten mag. Auch die Ausstellungsplakate aus 25 Jahren fehlen nicht.

Begonnen hatte alles 1991, als zehn Segeberger Künstler zur Ausstellungsgemeinschaft zusammenfanden: Uwe Bangert, Jürgen Braune, Jürgen Grenzemann, Renate Holz, Manfred Holz, Waltraut Kuhtz-Vollhaber und Konrad Schüler sowie die inzwischen verstorbenen Dieter (Diet) Graemer, Hans Graw und Gerhard Güntzel. In memoriam wird auch Heinz Wendt erwähnt. Der ist zwar bereits vier Jahre vor der Auge-Gründung verstorben, galt jedoch als wahrhafter Maler und steter Ideengeber für seine Kollegen. Auf der Buchseite neben Wendt: Das Portrait von Uwe Wolf, Maler und Vorsitzender des Segeberger Kunstvereins, der nach Drucklegung des Bandes vor wenigen Wochen im Alter von 84 Jahren verstarb.

Die Gründungsmitglieder kannten sich bereits seit den 60ern und hatten zum Teil auch schon gemeinsam ausgestellt. So zeigte der Landesverband Schleswig-Holsteinischer Künstler im Jahr 1968 „Segeberger Künstler. Ölbilder — Aquarelle — Graphik“ mit Werken von Bangert, Güntzel, dem Ehepaar Holz, Kuhtz-Vollhaber sowie Anny Schröder (1898-1972) und Heinz Wendt (1912-1988). Auch bei den regelmäßigen Ausstellungen im damaligen Intermar Kurhotel ab 1986 arbeitete man zusammen — doch gab es bis zur Gründung von Auge keinen festen Kreis.

„Auge betrachtete sich als Zweckbündnis von äußerst unterschiedlichen Künstlern mit dem Bestreben, gemeinschaftlich auszustellen. Im Vordergrund standen dabei immer Qualität und Individualität, jedoch nicht die gegenseitige Jurierung oder eine inhaltliche Richtungsweisung“, schreibt Anna-Sophie Lang. Dass es der Ausstellungsgemeinschaft nie um thematische Vorgaben ging, wird auch aus den allgemein gefassten Titeln der Jahresschauen deutlich, von den es die erste 1992 gab: „Spiegelungen“ hieß es zum Beispiel 1995, „Menschenbilder“ war der Titel 2001 und „Variationen“ titelte die Gemeinschaft 2004. Die Mehrzahl der bislang 22 Jahresschauen fand in der Villa Flath statt, nur selten musste man ins Rathaus oder in die Remise ausweichen. Daneben gab es bislang drei externe Ausstellungen im Künstlerzentrum Engelswisch in Lübeck, im Brunswiker Pavillon in Kiel sowie im Glasmuseum der finnischen Partnerstadt Riihimäki.

Anfangs legten die zehn Gründungsmitglieder Wert darauf, unter sich zu bleiben — Neueinsteiger waren allenfalls als Gäste bei Ausstellungen zugelassen. Als es — vor allem aus Altersgründen — erste Austritte gab, öffnete sich Auge aber auch neuen Mitgliedern; Heike Brodrecht war 1999 erstes Neumitglied.

„Wer auch nur zwei oder drei Künstler kennt und sie für eine eigene Idee einspannen will, kann sich vorstellen, was es bedeutete, 50 Künstler unter einen Hut zu bekommen“, begründet Katrin Lienau die lange Recherchezeit für dieses Buch. Wegen der umfangreichen Farbfotos und des sorgfältigen Layouts würde ein Exemplar des Jubiläumsbuches über 50 Euro kosten, aber dadurch, dass der Sammlerverein die Layoutkosten übernahm und Autorin Anna-Sophie Laug unentgeltlich arbeitete, kann es für 38 Euro verkauft werden.

Von Lothar Hermann Kullack

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