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Segeberg Zwischen Rapsblüte und Weihnachtsgans
Lokales Segeberg Zwischen Rapsblüte und Weihnachtsgans
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21:19 23.05.2016
Mit dem Traktor raus zum jungen Geflügel, das konnten Besucher beim Tag des offenen Hofes in Schönmoor (Rickling). Hier zieht Frank Gadow vor allem Flugenten, Freilandhühner und Gänse, aber auch Bronzeputen groß. Noch haben die Tiere ihren Kükenflaum. Quelle: Fotos: Heike Hiltrop

„Wo geht’s denn hier nach Schönmoor“, fragt ein freundlicher Herr eine Gruppe Radfahrer in Fehrenbötel, steigt aus seinem Auto mit Kieler Kennzeichen und schaut sich um – „immer geradeaus. Sie wollen doch bestimmt zum Geflügelhof. Da wo die vielen Leute rumlaufen, da sind Sie richtig“, so die Antwort. Mal raus auf’s Land, schauen wie Ackerbau betrieben wird, wie der Raps blüht und die Schweine sich suhlen. Gucken, wo die Weihnachtsgänse aufwachsen und die Grundzutat für den Käse herkommt – das wollten am vergangenen Wochenende etliche Menschen. Und so wurde der Tag des offenen Hofes bei bestem Wetter und der Aussicht auf die eine oder andere landfrische Leckerei vom Direktvermarkter zum großen Landausflug.

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Mit dem Traktor raus zum jungen Geflügel, das konnten Besucher beim Tag des offenen Hofes in Schönmoor (Rickling). Hier zieht Frank Gadow vor allem Flugenten, Freilandhühner und Gänse, aber auch Bronzeputen groß. Noch haben die Tiere ihren Kükenflaum.

„Der Tag ist eine wirklich gute Sache, um ins Gespräch zu kommen und einen Einblick zu geben.“Konrad Harbort, Gutsverwalter

Etwa zu Frank Gadow, der auf seinem Schönmoorer Hof bei Rickling in Freilandhaltung Geflügel großzieht. Flugenten, Freilandhühner und Gänse, aber auch Bronzeputen päppelt er hier bis zur Schlachtreife im Herbst. Noch seien die jüngsten Küken, die gerade einmal ein paar Tage alt sind, eingestallt, dürfen erst in den kommenden Wochen raus, dennoch gab es viel zu sehen. Mit dem Traktor ging es raus zu den jungen Gänsen. Noch haben die Tiere ihren Kükenflaum, aber das ändert sich demnächst. Beeindruckend ist das, was die Besucher über die Haltung und Aufzucht erfahren allemal. Das Konzept von Frank Gadow reicht von der natürlichen Tierhaltung, den kurzen Wegen zur hofeigenen Schlachterei bis zur direkten Vermarktung. Und damit es noch mehr zu gucken gab, hatte der Landwirt aus Wakendorf I eine kleine Gruppe Bunte Bentheimer dabei, die vor allem Äpfel bekommen. „Das gibt eine ganz besondere Süße im Bratfett“, schwärmt Gadow, und auch so mancher der Besucher zeigte sich angetan.

„Der Tag ist eine wirklich gute Sache, um sich zu präsentieren, ins Gespräch zu kommen und einen Einblick hinter die Kulissen zu geben“, befand auch Pronstorfs Gutsverwalter Konrad Harbort. 260 Hektar Weizen, 200 Hektar Raps und 140 Hektar Gerste werden hier angebaut. Ganz besonders gut kamen die „Rinkiekertouren“ mit dem eigens umgebauten Anhänger an. Hinterm Traktor und erklärend begleitet von Hans Caspar Graf zu Rantzau genossen Hunderte Besucher den etwas anderen Landausflug. Klar war bei so viel Ackerfläche auch die Glyphosatdebatte Thema. „Der Wegfall wäre für uns ein Problem, denn es ist ein wichtiger Baustein im Resistenzmanagement“, positioniert sich der Agrarexperte klar.

Und zum Tag des offenen Hofes, bei dem das Gut Pronstorf und der Geflügelhof erstmals mitgemacht hatten, sind sich Harbort und Gadow einig: „Nächstes Mal wieder.“

Heike Hiltrop

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