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„geilermagger“ entschuldigt sich

„geilermagger“ entschuldigt sich

Fahrenkrug - Bruder einer Anwohnerin schrieb gefälschte Mail an den Kreis. Baugegnerin und ihr Mann arbeiten bei der Behörde.

Segeberg. Die Geschehnisse um einen geplanten Hallenbau am Grünen Weg in Fahrenkrug werden immer bizarrer: Unter der E-Mail „geilermagger@bluewinch.ch“ soll sich Familie Otzmann, wie berichtet, gegen den Bau einer kleinen Halle in unmittelbarer Nachbarschaft ausgesprochen haben. Doch Robert und Meike Otzmann erfuhren dies erst, als der Kreis den Eingang des Widerspruchs bestätigte und dem Schreiben eine Kopie der E-Mail beilegte. Sie schalteten ihren Rechtsanwalt ein und legten nach telefonischer Absprache mit dem Sachbearbeiter im Kreis Widerspruch gegen den mittlerweile eingetroffenen „negativen Vorbescheid“ zum Hallenbau von Nachbar Thomas Mesecke ein. Nun hat sich der ominöse E-Mail-Schreiber aus der Schweiz gemeldet. Es ist Torsten S., der Bruder einer Anwohnerin aus dem Grünen Weg, die vehement gegen den Hallenbau war und als Mitglied der Gemeindevertretung als Einzige gegen das Vorhaben gestimmt hatte. „Er hat sich für sein Verhalten entschuldigt. Wusste aber darauf, warum er unseren Namen benutzt hat, keine Antwort“, bestätigt Meike Otzmann. Auch bei Familie Mesecke habe sich S. zu der Mail bekannt und entschuldigt.Warum Torsten S. die Mail geschrieben hat, darauf wusste auch seine Schwester auf LN-Anfrage nichts zu sagen. „Wir haben auch erst am Dienstag von ihr erfahren“, so die Mitarbeiterin aus der Kreisverwaltung, die keine weitere Stellungnahme abgeben wollte. Das gilt auch für ihren Mann, der ebenfalls beim Kreis arbeitet. Warum die Behörde zunächst keine Einwände gegen den Hallenbau hatte, dann aber sowohl für das Amt Trave-Land als auch die Gemeinde Fahrenkrug völlig unerwartet gegenteilig entschied, bleibt unklar. „Bis kurz vor der betreffenden Gemeinderatssitzung war der Kreis der Meinung, der Bau sei genehmigungsfähig. Die Meinungsänderung kam für uns sehr überraschend“, so Sören Grella vom Amt Trave-Land. Er bestätigt, dass das Areal im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen ist. Im Kern der fünfseitigen Begründung kommt der Kreis jedoch zu dem Ergebnis, dass sich der Bau nicht in das Umgebungsbild einfüge. Dagegen haben Meseckes nun Widerspruch eingelegt. hil

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