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Stormarn 1,5 Millionen Liter Wasser plätschern ins „Trave“-Bad
Lokales Stormarn 1,5 Millionen Liter Wasser plätschern ins „Trave“-Bad
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22:16 13.09.2013
Langsam aber sicher füllt sich das Schwimmbecken im Oldesloer Hallenbad, das neuerdings „Trave“-Bad heißt. Quelle: Fotos: von Dahlen

Die heimische Badewanne ist schneller eingelassen: Eine ganze Woche wird es dauern, bis der normale Pegel im Hauptbecken des Bad Oldesloer Hallenbades wieder erreicht ist. Während der nunmehr mehr als zwei Jahre andauernden Sanierungsphase der Freizeitstätte hatte es leer gestanden. Seit Mittwoch läuft aus zwei Hähnen langsam, aber stetig Wasser ein.

„Schneller können wir das Becken nicht füllen, sonst kann es zu Schäden kommen“, erklärte gestern Stadtwerkeleiter Jürgen Fahl bei einer Besichtigung der Baustelle. Wenn 1,5 Millionen Liter zu rasch hineinliefen, erhöhe sich der Druck im Becken zu schnell. Zudem habe das Wasser eine andere Temperatur als der Baukörper, wodurch Risse entstehen könnten.

Laut Fahl gehen die noch ausstehenden Arbeiten am Travebad kontinierlich vorwärts. Derzeit werden die Umkleidekabinen hergerichtet. Es fehlen noch die Duschen und Sanitäranlagen sowie die Bad beleuchtung. Das neue Kursbecken, dessen Boden sich bis auf 1,80 Metern absenken lässt, ist schon eingebaut, muss aber noch mit weiteren Installationen versehen werden, bevor man es füllen kann.

Reichlich Arbeit gibt es noch im Untergeschoss des Bades, wo die gesamte Steuerungstechnik für den Wasserzulauf, die Reinigung und andere Prozesse sitzt.

Wenn keine unvorhergesehenen Störungen mehr eintreten, soll es beim Eröffnungstermin Mitte November bleiben, sagt Fahl. Auf die Besucher warten dann so einige Veränderungen. Um den Eingang zu erreichen, muss sich niemand mehr über verschlungene Wege bis zur Rückseite des Gebäudes durchkämpfen. Zur B 75 hin ist ein Anbau entstanden, in dem das neue Foyer einzieht. Der Zugang wird gleichzeitig für Menschen mit Behinderungen leichter erreichbar. Die Schwimmhalle wirkt jetzt stylischer, da die Stahlkonstruktion der Decke sichtbar ist.

Das alte Bistro sucht man aber vergeblich. „Wir hatten immer Probleme, einen Pächter zu finden. Es gab eine große Fluktuation“, erklärte Fahl. Da es am Schwimmbad keine Laufkundschaft gebe, seien Betreiber allein auf die Umsätze der Badegäste angewiesen. Und die seien nicht ausreichend, um schwarze Zahlen zu schreiben. Doch darben muss niemand. Im Foyer gibt es später Automaten mit kalten und heißen Getränken sowie kleinen Snacks. Das Bistro selbst wird zum Sportraum umfunktioniert, so dass künftig neben Aquagymnasik und Wassercycling auch „trockene Leibesübungen“ wie Gymnastik oder Yoga im Bad praktiziert werden. Auch Interessenten von außerhalb können den Raum mieten.

Ganz neu ist die im Außengelände aufgestellte Blockhaussauna, die zurzeit isoliert wird. Sie besteht aus sibirischer Lärche und lässt sich auf Temperaturen zwischen 90 und 120 Grad bringen. Mit verschiedenen aromatischen Aufgüssen will das Badteam die Gäste an Wochenenden und besonderen Themenabenden verwöhnen. Badleiterin Marion Arpe plant kleine, der Jahreszeit angepasste Saunafeste. Das erste wird voraussichtlich in stimmungsvoller Winterlandschaft steigen. „Wir wollen dann grillen und reichen Glühwein“, sagt Arpe.

Bauen mit Hindernissen
Die Badsanierung stand unter keinem guten Stern. Die anfangs auf 6,8 Millionen Euro veranschlagten Kosten sollten sich laut Stadtwerkechef Jürgen Fahl auf 8,5 Millionen Euro erhöhen.

Schuld daran waren einige Havarien. So fand man im Estrich Gift, der vom Kampfmittelräumdienst beseitigt werden musste. Tausalzhaltiges Wasser ruinierte die Decke der Umkleidekabinen. Zum Schluss gab es Ärger mit einer Firma, die mehr Geld forderte. Im Februar zog sie ihre Arbeiter von der Baustelle ab, der Teilauftrag wurde neu ausgeschrieben. Fahl rechnet damit, dass es ein gerichtliches Nachspiel geben wird. Die Firma werde wohl klagen. Wie hoch der Streitwert ist, mochte Fahl nicht bekanntgeben.

Dorothea von Dahlen

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