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Stormarn 100 Gäste beim ersten Seniorentag der Feuerwehr
Lokales Stormarn 100 Gäste beim ersten Seniorentag der Feuerwehr
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20:42 18.10.2017
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Klein Hansdorf

Rund 100 Gäste kamen ins Bürgerhaus Klein Hansdorf. Die beiden Musikzüge aus Todendorf und Hammoor spielten jeweils zwei Stunden auf, zwischendrin gab es einige Reden und viel Gelegenheit, die alten Zeiten noch einmal Revue passieren zu lassen. Besonderns viel zu erzählen hatte dabei Herrmann Wriggers aus Fischbek. Er war mit seinen 94 Jahren der älteste Teilnehmer. Mehr als 75 Jahre schon ist der Fischbeker Mitglied in der Feuerwehr, war sogar acht Jahre lang (1966 bis 1974) Wehrführer in Fischbek und einige Jahre auch Bürgermeister.

Herrmann Wriggers (94) aus Fischbek war einer der ältesten Teilnehmer. Quelle: Foto: Jeb

Wriggers besucht noch immer viele Veranstaltungen der Feuerwehr, obwohl er selbst sagt, dass es inzwischen schon etwas weniger werden.

Amtswehrführer Harald Gewe aus Fischbek gab den Ehrenmitgliedern beim Seniorentag auch einen Einblick in die aktuelle Statistik: So sind derzeit im Amt 111 Jugendliche in den Jugendabteilungen engagiert, 369 aktive Männer und Frauen stehen für die Einsätze zur Verfügung, 126 Ehrenmitglieder wurden zuletzt gezählt und bei den beiden Musikzügen in Todendorf und Hammoor sind 41 Mitglieder aktiv. Zum Amtsbereich zählen nach wie vor zehn Freiwillige Feuerwehren, die in diesem Jahr schon 132 Einsätze abzuarbeiten hatten. Zum Vergleich nannte Bargteheides Wehrführer Hinnerk Bielenberg die Zahl der Einsätze seiner Wehr, die bis dato bei etwa 170 liegt. „Die Feuerwehren müssen aufpassen, dass sie nicht für Privatinteressen ausgenutzt werden“, mahnte Amtswehrführer Gewe an. Das bekomme immer mehr Gewicht, da der Bürger offenbar immer hilfloser werde und es sehr einfach sei, den Notruf über die Nummer 112 abzusetzen. Die Feuerwehr müsse dann auch mal Nein sagen, um am Ende nicht die Arbeit zu erledigen, die eigentlich Privatfirmen abzuarbeiten hätten. In diesem Zusammenhang hatte auch Kreiswehrführer Gerd Riemann schon während des letzten großen Sturmes darauf hingewiesen, dass alles, was auf dem privaten Grundstück passiere, nicht automatisch ein Fall für die Feuerwehren sei. Ausgenommen sind Notfälle, in denen Menschenleben in Gefahr seien.

Nur zu gut wüssten gerade die älteren Mitglieder, dass es früher einfach gewesen sei, zur Feuerwehr zu kommen. Heute sei die Mitgliederwerbung erheblich schwieriger und es komme niemand mehr selbstständig zur Feuerwehr. Heute müssten die Menschen angesprochen werden. Den Seniorentag soll es künftig einmal pro Jahr geben.

Von Jens Burmester

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