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112 Schweine und Ferkel sterben in brennendem Stall

Wulmenau 112 Schweine und Ferkel sterben in brennendem Stall

Ein Großfeuer hat einen Schweinestall auf dem Gut Wulmenau, das zum Thünen-Institut für ökologischen Landbau gehört, am frühen Dienstagmorgen in Schutt und Asche gelegt. Etwa 100 Tiere, zumeist kleine Ferkel, sind dabei qualvoll in den Flammen umgekommen.

Bei einem Stallbrand in Westerau sind am Dienstagmorgen mehrere Schweine und Ferkel getötet worden.

Quelle: Jens Burmester

Wulmenau. Es war 4.24 Uhr, als die Leitstelle in Bad Oldesloe Alarm gab. Gleich neun Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt 110 Einsatzkräften rasten zur Einsatzstelle. „Da brannte das alte Gebäude auf dem Gut schon in voller Ausdehnung“, berichtete Pressesprecher Helge Trabert. Nur vereinzelt konnten die Einsatzkräfte kleine Ferkel und auch einige Sauen retten. Ein Tier musste von der Polizei erschossen werden. Feuerwehrmänner und Polizeibeamte fingen einige Tiere ein und brachten sie gemeinsam mit Mitarbeitern des Gutes zunächst in Sicherheit.

Ein Großfeuer hat einen Schweinestall auf dem Gut Wulmenau, das zum Thümen Institut für ökologischen Landbau gehört, am frühen Dienstagmorgen in Schutt und Asche gelegt.

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Die Einsatzkräfte löschten über mehrere Strahlrohre von allen Seiten. Während der Löscharbeiten stürzten immer wieder Teile des Daches ein, so dass nach allerkürzester Zeit auf der ganzen Länge des etwa 300 Quadratmeter großen Stallgebäudes die Dachkonstruktion komplett zusammengebrochen war. Nur die beiden Giebel standen noch.

Das Gut Wulmenau gehört zum Thünen-Institut für ökologischen Landbau im benachbarten Trenthorst. Auf dem Betrieb werden unter standardisierten Bedingungen Versuche vor allem zur Futtermittelproduktion gemacht. Bis zu 50 Sauen und ihre Nachzucht sowie bis zu 40 Mastschweine werden dort gehalten. Die Sauen sind eine Zweirassenkreuzung. Quelle: Thünen-Institut

Gegen 6 Uhr am Morgen meldete die Einsatzleitung um Amtswehrführer Albert Iken „Feuer aus“. Danach konnten auch die ersten Feuerwehren wieder abrücken. Iken behielt in Absprache mit der örtlich zuständigen Wehr nur noch erfahrene Feuerwehrleute am Einsatzort, weil es im Anschluss auch um die Bergung der Tiere aus den Trümmern ging.

Der Betriebsleiter des Gutes, Alexander Klein, konnte gestern noch nicht sagen, wie es zu dem Feuer gekommen war. „Spekulationen, dass eine so genannte Ferkellampe einen technischen Defekt hatte, muss ich zurückweisen. Wir benutzen solche Lampen nicht. Bei uns im Stall gibt es Wärmematten auf dem Boden und die waren gar nicht eingeschaltet bei den derzeit vorherrschenden warmen Temperaturen.“

Ob man die Brandursache überhaupt ermitteln kann, glaube er nicht. Immerhin liege der Stall komplett in Schutt und Asche.

Bei dem Gebäude handele es sich um den so genannten Abferkelstall. Zwölf Sauen mit etwa 100 Ferkeln seien dort untergebracht gewesen. „Wir haben es gemeinsam mit der Feuerwehr leider nicht geschafft, alle Tiere zu retten. Lediglich eine Sau hat das Feuer überlebt. Alle anderen Sauen sind entweder in den Flammen umgekommen oder mussten von der Polizei oder dem Veterinär notgetötet werden“, sagte Klein. Insgesamt gab es auf Gut Wulmenau 50 Zuchtsauen.

Einige der Ferkel, die noch nicht einmal 24 Stunden alt waren und zunächst gerettet wurden, mussten ebenfalls getötet werden. Für diese Tiere gab es keine Sau, die die Kleinen hätte säugen können.

Und auch die Maschine, mit der man das hätte machen können, ist in den Flammen verbrannt. Zudem, sagte eine Mitarbeiterin, könne man junge Ferkel erst ab einem Alter von fünf Tagen per Handaufzucht durchbringen und das auch nur mit viel Glück.

Bei der Brandursache geht die Polizei inzwischen von einem technischen Defekt aus, bestätigte der Pressesprecher der Polizeidirektion Ratzeburg, Andreas Rosteck, den LN. Der Schaden wird auf einen höheren sechsstelligen Betrag geschätzt. Der Feuerwehreinsatz war erst gegen Mittag beendet.

Westeraus Bürgermeisterin Petra Jürß lobte den schnellen Einsatz der Feuerwehren aus der Gemeinde und der Umgebung: „So konnten die anderen Gebäude gerettet werden.“

 Jens Burmester

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Wulmenau
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