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2,5 Meter langer Python am Herrenteich gefangen

Reinfeld 2,5 Meter langer Python am Herrenteich gefangen

In Reinfeld ist gestern eine 2,5 Meter lange Schlange gefunden. gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein.

Dieser Teppichpython irrte an der Schuhwiese beim Reinfelder Herrenteich umher.

Quelle: Polizei

Reinfeld. Nicht nur die täglichen Autokolonnen vor Baustellen, auch Schlangen im wörtlichen Sinne scheinen sich dieser Tage in Stormarn recht wohl zu fühlen. Nachdem schon eine harmlose Ringelnatter zu Beginn der Woche für einen Feuerwehreinsatz in Reinbek gesorgt hatte, legte die Natur jetzt gewissermaßen nach: In Reinfeld kroch ein weitaus stärker gebautes Exemplar die Schuhwiese entlang. Dieses Mal betätigten besorgte Bürger den Notruf und lösten einen Polizeieinsatz aus.

LN-Bild

Polizist hat australische Schlangenart in seine Obhut genommen – Noch ist unklar, ob das Tier ausgesetzt wurde.

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„Die Schlange war zweieinhalb Meter lang und relativ dick“, berichtete gestern Kathrin Bertelsen, Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg. Zum Glück hätten sich die Passanten, die nahe des Herrenteichs spazieren gingen, so besonnen verhalten, dass das Tier nicht aufgeschreckt wurde.

Das lobte auch ein Schlangenkenner, den die Polizeileitstelle in Lübeck stets aus ihren eigenen Reihen hinzuzieht, wenn irgendwo herrenlose Reptilien herumschlängeln. Dem Polizeibeamten zufolge handelt sich um einen Australischen Python. Diese Schlangenart sei im Grunde ungiftig, im allgemeinen recht friedfertig und von ruhigem Temperament. Sollte sie sich dennoch durch hektische Bewegungen oder Berührungen bedroht fühlen, könne es aber zu Abwehrbissen kommen, die recht schmerzhaft sein und zu Infektionen führen, da sich im Maul einer Schlange diverse Bakterien tummelten, die dem menschlichen Organismus nicht zuträglich seien.

Der Polizist, der anonym bleiben möchte, berichtet, dass er selbst seit zehn Jahren Schlangenhalter ist, auch schon vor Dienstantritt bei der Polizei. Unter seinen Tieren sei auch eine Boa Constrictor gewesen. Als Experten würde er sich nicht bezeichnen, aber als durchaus geübter im Umgang mit Schlangen als andere Kollegen. „Mittlerweile befinden sich nur noch drei in Nordamerika beheimatete Kornnattern in meinem Besitz, die ironischerweise alle als Fundtiere in dienstlichen Einsätzen angefallen sind“, berichtet der Polizist.

Auf die Frage mit welchen Mitteln er die Tiere einfange, erklärt er, dass ein sogenannter Schlangenhaken – eine ein Meter lange Metallstange mit Haken – geeignet sei, das Tier anzuheben oder hinter dem Kopf am Boden zu fixieren, um es mit einer Hand am Hals ergreifen zu können. Ferner benötige man einen ausreichend großen ausbruchssicheren Stoffbeutel zum Transport sowie eine Styroporbox mit Wärmequelle, wenn es kalt sei.

Woher der Reinfelder Python stammt, ob er von seinem Halter ausgesetzt oder ihm in unbeachtetem Moment ausgebüchst ist, ließ sich gestern nicht ermitteln. „Leider ist in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten gewesen, dass solche Tiere irgendwo aufgefunden werden“, sagt Eveline Düstersiek, Sprecherin des Tierparks Hagenbeck, dessen Tropenaquarium über einen eigenen Schlangenexperten verfügt.

Demnach handelt es sich bei dem in Reinfeld gefundenen Tier um einen Teppichpython, der in Australien vorkommt, aber auch in hiesigen Breiten häufig gezüchtet wird.

20 Einsätze zur Rettung von Schlangen hatte der Lübecker Polizist in den vergangenen fünf Jahren. Darunter befanden sich acht nicht einheimische Tiere, wie eine Kalifornische Kettennatter, die noch immer im Tierheim Lübeck auf einen Halter wartet. Diverse Kornnattern hätten inzwischen untergebracht werden können.

Was mit dem Reptil passieren wird, ist noch ungewiss. Wie gestern aus der Oberen Naturschutzbehörde in Flintbek zu erfahren war, wird derzeit ein Dauerquartier für den Python gesucht. Bis dies gelingt, bleibt die Schlange in Obhut des Polizisten. Ihm zufolge ist an die Haltung eines Python keine besondere Auflage geknüpft. Um ein Haustier, welcher Art auch immer, als Privatperson zu halten, solle sich aber jeder Einzelne entsprechend intensiv vor der Anschaffung informieren, theoretisch und auch praktisch. Nur wer sich ganz sicher sei, angemessene Bedingungen bieten zu können, solle sich eine Schlange anschaffen.

Dorothea von Dahlen

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