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Stormarn 20,5 Millionen für neue Fahrzeuge
Lokales Stormarn 20,5 Millionen für neue Fahrzeuge
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20:19 22.04.2017
Amelie (10, l.) und Luca (11) von der Jugendfeuerwehr Bad Oldesloe lernten Innenminister Stefan Studt kennen. Berührungsängste hatten die beiden nicht.
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Bad Oldesloe

Bis zum Jahr 2022 will die Landesregierung 20,5 Millionen Euro für neue Katastrophenschutzfahrzeuge in Schleswig-Holstein investieren. Das erklärten Ministerpräsident Torsten Albig und Innenminister Stefan Studt (beide SPD) gestern vor den 144 Delegierten der Landesfeuerwehrversammlung in der Festhalle in Bad Oldesloe.

Ministerpräsident Torsten Albig machte ein großes Versprechen bei der Versammlung der Landeswehren in Bad Oldesloe.

Albig, selbst einst Feuerwehrdezernent in Kiel, weiß ganz offensichtlich, wovon er spricht. Viel hat er bei den Feuerwehren mitgemacht, sogar einen „Flash-Over“ im Brandübungscontainer. Diese Erfahrung habe ihn geprägt. Es sei eine unfassbare Gewalt, die da über einen kommt. „Sie alle müssen viel können als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau im Einsatz. Und die Ansprüche werden immer höher“, so der Ministerpräsident, „wie auch das Anspruchdenken der Menschen an die Wehr.“

Albig befürwortete die Plakate mit der Werbung für die Freiwilligen Feuerwehren. Dass allerdings der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr diese Plakate in der Nähe der Landes- und Bundesstraßen nicht duldet, erwähnte er nicht. Albig lobte auch, dass immer mehr Migranten in die Arbeit der Feuerwehren eingebunden werden. „Das ist klasse und zeigt, dass sie alles richtig machen.“

Der Landesvater bekräftigte seinen Willen, dass alle Politiker den Feuerwehren die Arbeit erleichtern müssten. „Sie sollen retten, löschen, bergen und helfen. Sie sollen nicht mit Bürokratie belastet werden.“

Weil die Feuerwehren und der Katastrophenschutz ordentliche Fahrzeuge bräuchten, stellte Albig bis zum Jahr 2022 für die Beschaffung insgesamt 20,5 Millionen Euro in Aussicht. „Das gilt, wer immer am 7. Mai gewählt wird. Sie als Feuerwehr sollen nicht im Gezänk der Politik stehen.“ Am Ende seiner Rede sagte Albig: „Ich verneige mich vor ihrer Arbeit.“

Landespolizeidirektor Ralf Höhs sprach in seinem Grußwort die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte, aber auch die Gewalt gegen Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Rettungskräfte an. „Das ist völlig inakzeptabel.“ Sowohl Polizei als auch Feuerwehren und Rettungsdienst müssten vorbereitet sein auf mögliche Bedrohungs- oder Terrorlagen. Dabei wies Höhs auf eine Großübung in der kommenden Woche in Kiel hin.

Die Delegierten stimmten auf der Versammlung für die Ernennung von Dr. Ralf Kirchhoff zum Ehrenmitglied des Landesverbandes. Kirchhoff schied nach zwölf Jahren im Vorstand aus. Für ihn wurde Rainer Scheele als Vertreter der Berufsfeuerwehren in den Vorstand gewählt. Dirk Tschechne aus Zarpen wurde in seinem Amt als Landesjugendwart bestätigt.

Am Ende erhoben sich die Delegierten und spendeten Landesbrandmeister Detlef Radtke minutenlang Beifall. Unter Tränen hatte Radtke im Schlusswort erklärt, nach langer Krankheit nicht wieder für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Er plädierte für eine zügige Kandidatenfindung. Satzungsgemäß könnte ein Nachfolger im April 2018 gewählt werden.

Jens Burmester

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