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Stormarn 2016 ist auch das Jahr der guten Vorsätze
Lokales Stormarn 2016 ist auch das Jahr der guten Vorsätze
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00:20 04.02.2016
„Ich bin im neuen Jahr noch in kein Fettnäpfchen getreten.“ Erhard Graf, Klein Wesenberg

Hans-Werner Harmuth will mehr Zeit für seine Familie, Astrid Lobreyer möchte sich zur Trauerrednerin ausbilden lassen, während Alireza Zare und Heiko Gerstmann großen Wert auf eine gute und gesunde Ernährung legen wollen — viele Stormarner haben zu Beginn des neuen Jahres gute Vorsätze. Und wie sieht es damit nach fünf Wochen aus? Einige sind ihren Vorsätzen treu geblieben, andere haben sie mittlerweile wieder über Bord geworfen.

Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn, will etwas gesünder leben und dafür seine Essensgewohnheiten verändern: „Ich war zu Weihnachten und Silvester erkrankt. Und da kam der gute Vorsatz gerade zu richtigen Zeit. Ich lebe seit dem 9. Januar bis Mitte Februar vegan.“ Die neue Ernährung solle auch dazu führen, mit Stress besser fertig zu werden. Hilfreich sei auch mehr Bewegung: „Ich jogge jetzt regelmäßig. Allerdings — ab Mitte Februar werde ich auch wieder Fleisch essen.“

„Bei mir ist es leider bisher bei dem gefassten Vorsatz nur geblieben“, gesteht Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann ein. Auch er habe sich nämlich fest vorgenommen, verstärkt auf eine bessere Ernährung zu achten. „Ich werde es weiterhin versuchen. Außerdem will ich mehr Sport treiben und das kriege ich mit Sicherheit hin“, erneuert der Verwaltungschef seinen Vorsatz.

Mehr Bewegung — das war auch ein Vorsatz von Susanne Danhier, der SPD-Kreisvorsitzenden und Kreistagsabgeordneten aus Bargteheide: „2015 hatte ich dafür einen ganz festen Grundsatz. Aber leider wurde nichts daraus, ich habe im vergangenen Jahr keinen Sport mehr getrieben.“ Aus diesem Grund habe sie sich für das jetzt laufende Jahr „einfach nichts Festes mehr vorgenommen, weil ich dann einem Vorsatz auch nicht mehr untreu werden kann“.

„Ich will bei Begegnungen mit anderen Menschen vor allem präsent und kooperativ sein“, erläutert der Leiter der Oldesloer Musikschule für Stadt und Land, Alireza Zare. Außerdem möchte er besser auf seine Ernährung achten, um fit zu bleiben. „Und mich mehr zu bewegen, habe ich mir auch ganz fest vorgenommen und das auch schon ganz gut eingehalten. Ein Ergebnis hat sich erfreulicherweise auch schon gezeigt im durchaus positiven Sinne“, sagt Alireza Zare.

„Ich habe es bisher nicht geschafft“, zieht Kreispräsident Hans-Werner Harmuth (CDU) aus Bargteheide seine negative Bilanz, nachdem die ersten fünf Wochen des neuen Jahres vergangen sind: „Ich hatte mir für 2016 fest vorgenommen, mehr Zeit für meine Familie zu haben.“ Leider sei bisher daraus nichts geworden. „Es gab ganz einfach zu viele Termine Anfang des Jahres“, sagt Hans-Werner Harmuth:

„Ich will es aber dennoch weiter versuchen.“

Keine Probleme mit der Umsetzung ihrer guten Vorsätze hat bislang Astrid Lobreyer vom Bella- Donna-Haus in Bad Oldesloe: „Ich möchte in diesem Jahr eine Ausbildung als Trauerrednerin absolvieren und habe damit bereits begonnen.“ Und die Vorbereitungen seien durchaus vielversprechend angelaufen. Sie habe sich außerdem vorgenommen, in Gesprächen und Begegnungen das Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren. „Ich versuche außerdem, eigene Fehler selbst zu erkennen und dann auch selbstkritisch damit umzugehen“, betont Astrid Lobreyer. Auch dies sei ihr bereits im neuen Jahr ganz gut gelungen.

„Auch ich bin im neuen Jahr noch in kein Fettnäpfchen getreten“, ist sich Erhard Graf, Pastor der evangelischen Kirchengemeinden Hamberge und Klein Wesenberg, sicher. Er habe sich vorgenommen, im Berufsleben möglichst wenige Konflikte zu erleben und Probleme möglichst rasch zu lösen: „Und das hat bisher ganz gut geklappt.“

Michael Thormählen

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