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Stormarn A 1: Lkw-Unfall löst großes Verkehrschaos aus
Lokales Stormarn A 1: Lkw-Unfall löst großes Verkehrschaos aus
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18:25 01.07.2017
Der Lkw-Fahrer hatte nach eigenen Angaben einen Hustenanfall und geriet auf die Bankette. Dann stürzte er mit dem 40-Tonner auf die Seite. Er blieb unverletzt. Quelle: Fotos: Burmester
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Stapelfeld

Der Hustenanfall eines 54-jährigen Lkw-Fahrers hat gestern ein großes Verkehrschaos auf der A 1 bei Stapelfeld sowie auf den Umleitungsstrecken ausgelöst. Der Trucker war mit seinem Sattelzug im Baustellenbereich der Autobahn auf die weiche Bankette geraten und dann umgekippt. Der Fahrer blieb unverletzt, die Bergung des Lkw gestaltete sich jedoch schwierig und dauerte bis in den Abend. Zudem lief Diesel aus.

Die Autobahn musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Lange Staus waren die Folge.

Von etwa 5.45 Uhr wurde der Verkehr zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt, später musste die A 1 Richtung Norden komplett gesperrt werden. Schon nach zwei Stunden hatte es auf fünf Kilometern extrem stockenden Verkehr gegeben, zumal immer wieder Autofahrer fast anhielten, um per Handy ein Foto von der Unfallstelle zu machen. In diesem Bereich der Autobahn wird der Verkehr wegen einer Autobahn-Baustelle statt auf drei Spuren pro Richtung nur auf zwei etwas beengten Fahrspuren über die Fahrspur Richtung Norden geführt.

Der Sattelzug war beladen mit zehn Tonnen Malz, abgepackt in 25-Kilo-Säcken und auf Paletten gelagert, sowie noch einmal zehn Tonnen Maschinenteilen. Da der Auflieger aber seitlich nur Planen hat, musste die komplette Ladung vor der Bergung entladen werden. Dafür schickte die Rettungsleitstelle das Technische Hilfswerk an die Einsatzstelle. Die Maschinenteile mussten mit einem Kran abgeladen werden, die Säcke mit dem Malz sogar per Hand auf Paletten getragen werden. Erst danach konnte die eigentliche Bergung des Sattelzuges beginnen.

„Wir rechnen mit mehreren Stunden, bis der Lkw geborgen ist und die A 1 in Richtung Norden wieder freigegeben werden kann“, erklärte Martin Treumann von der Autobahnpolizei in Bad Oldesloe am frühen Morgen. Es sei eine sehr unglückliche Situation, die man aber nicht anders lösen könne. Durch Gaffer sei es bereits mehrfach fast zu Unfällen gekommen, berichten Beamte vor Ort.

Gegen Vormittag wurde die Strecke für die Lkw-Bergung dann voll gesperrt. Der Verkehr, der bis dahin immer noch einspurig an der Einsatzstelle vorbeilaufen konnte, wurde an der Anschlussstelle Stapelfeld abgeleitet und nach Ahrensburg geführt. Doch die Umleitungsstrecken waren aufgrund des starken Urlaubsverkehrs schnell überlastet. Mit Hessen, Rheinland- Pfalz und Saarland haben drei weitere Bundesländer Ferien bekommen. Zeitweise staute es sich auf 20 Kilometern.

Dreiste Autofahrer räumten Absperrung weg

Frecher geht es nicht: Während die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Ahrensburg und Bad Oldesloe mit der Bergung der Fracht beschäftigt waren, räumten am Mittag ungeduldige Autofahrer die Sperrschilder und Hütchen an der Anschlussstelle Stapelfeld einfach beiseite und fuhren dann auf die gesperrte Autobahn.

Doch sie kamen nur bis zur Unfallstelle, die etwa 800 Meter entfernt lag. Dort war natürlich ihre Fahrt zu Ende. Sie mussten nun von einer Streifenwagenbesatzung wieder zurückgeführt werden. Ihnen droht nun eine Anzeige. „Wir sperren ja nicht umsonst an solchen Punkten die Autobahn. Und es geht hier nicht nur darum, dass der Verkehr umgeleitet wird, sondern vor allen Dingen auch um die Sicherheit der Einsatzkräfte“, so ein Polizeisprecher.

jeb

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