Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn A 1: Mega-Stau im Berufsverkehr
Lokales Stormarn A 1: Mega-Stau im Berufsverkehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:33 17.10.2017
Der Abschleppwagen muss sich durch den Stau auf der A1 kämpfen.  Quelle: Jens Burmester
Anzeige
Bad Oldesloe

Es war gegen 6.15 Uhr, als der Motor eines Citroen Berlingo auf der Autobahn 1 zwischen der Raststätte Buddikate und der Anschlussstelle Ahrensburg platzte und dadurch eine größere Ölspur auf der Autobahn entstand. Der Fahrer hatte nach dem Vorfall sein Auto gleich auf den Standstreifen gelenkt und war von dort noch bis zur Anschlussstelle Ahrensburg gefahren. Dort stellte er sein Fahrzeug auf einer provisorischen und unbefestigten Parkbucht unmittelbar an der Ampel ab. Die Autobahnpolizei musste zwei Spuren der A1 in Richtung Süden und den Standstreifen sperren.

Zum Thema

Unfälle, Baustellen, Sperrungen: Informieren Sie sich über die Autobahn 1 auf unserer Themenseite!

Eine Lübecker Fachfirma musste anrücken, und die betroffenen Fahrspuren mit einer Spezialmaschine reinigen. Weil nur ein Fahrstreifen in Richtung Süden frei war, bildete sich schnell ein Stau, der bis über die AS Bad Oldesloe hinausging. Die Autofahrer bildeten keine Rettungsgasse, sodass sich ein Abschleppfahrzeug mühevoll den Weg durch den Stau bahnen musste. Auch Lkw-Fahrer zogen immer wieder auf den mittleren Fahrstreifen, hatten dabei kaum eine Chance, wieder nach rechts zu kommen, um den Weg für Rettungsfahrzeuge frei zu machen.

„Es kommt in der letzten Zeit immer häufiger vor, dass Trucker sich so verhalten“, erklärte Florian Linge vom Abschleppdienst Hammoor. Hier gebe es dringend Handlungsbedarf. Der Gesetzgeber sei hier schon längst gefordert, so der Mann vom Abschleppdienst. Doch passiert sei bislang nichts. Die Leidtragenden seien allerdings die Feuerwehren, der Rettungsdienst sowie die Polizei und Abschleppdienste. Inzwischen hat der Gesetzgeber ein erhöhtes Bußgeld vorgesehen, wenn Autofahrer keine Rettungsgasse bilden.

„Das Gesetz ist aber noch nicht durch die Instanzen und somit noch nicht in Kraft“, sagt Polizeisprecher Holger Meier. Im Übrigen sei es für die Kollegen schwierig, solche Dinge zu ahnden. Man könne vielleicht auf dem Weg zum Einsatzort den ersten oder zweiten, vielleicht auch noch den dritten Autofahrer notieren und später eine Anzeige schreiben, aber man müsse sich am Ende auf den eigentlichen Einsatz konzentrieren und somit sei die Umsetzung solcher Maßnahmen nicht ganz einfach.

Die A1 in Fahrtrichtung Süden und die ebenfalls gesperrte Autobahnausfahrt Ahrensburg wurden im Laufe des Vormittags wieder freigegeben.

jeb

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige