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Stormarn Ab November wieder freie Fahrt zwischen Trittau und Grönwohld
Lokales Stormarn Ab November wieder freie Fahrt zwischen Trittau und Grönwohld
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20:17 26.02.2016
Blick in die Baugrube für die Brücke über die Obek: (v. l.) Andreas Treumann, Roland Kreß und Jens Sommerburg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr aus Lübeck. Quelle: Fotos: K. Kuhlmann-Schultz
Alles läuft nach Plan, Ende des Jahres kann die Kreisstraße 32, die Verbindung zwischen Trittau und Grönwohld, nach dann anderthalb Jahren Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben werden. Nicht nur die Autofahrer werden sich dann freuen, dass sie auf einer neuen Straße fahren können, sondern auch die Radfahrer. Für sie wird im Rahmen der Bauarbeiten ein Radweg angelegt, der erste überhaupt auf diesem Stück.

„Der Winter war relativ mild, deswegen konnte auf der Baustelle auch meistens weitergearbeitet werden.“

Jens Sommerburg, Landesbetrieb

Wie der aussieht, das können interessierte Bürger bereits auf Trittauer Seite sehen. Hier ist ein Teil der insgesamt 1100 Meter langen Straße fertiggestellt, für die Öffentlichkeit aber noch nicht freigegeben. Der Zweckverband Obere Bille hat in diesem Abschnitt zwischen Kieler Straße und Otto- Hahn-Straße die Oberflächenentwässerungsleitung erneuert und die Trinkwasserleitung umgelegt. 165

000 Euro hat die Obere Bille in diese Maßnahme investiert. Eine Freigabe dieses Streckenabschnittes erfolgt aber erst, wenn spätestens im November auch die beiden Brücken stehen.

„Der Winter war relativ mild, deswegen konnte auf der Baustelle auch meistens weitergearbeitet werden“, erklärt der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr in Lübeck, Jens Sommerburg bei einem Ortstermin. So hätten beispielsweise die Spundbohlen im Baugrubenbereich der Obekbrücke gepresst werden können, „das geht auch bei Kälte, wenn der Boden nicht durchgefroren ist“. Die Wellstahlrohre für die Brücke, sie schaffen die Verbindung zwischen der Obek und dem Obekteich, werden gerade in Ostwestfalen hergestellt. Dort werden sie in Form und auf Bauteilgröße gebracht, geschnitten und gebogen.

„Die Brücke wird also gebaut, nur man sieht es hier nicht“, so Sommerburg. Gerade dieser Bereich musste bereits in den Planungen mit Fingerspitzengefühl angefasst werden. Hier galt es die EU-Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Es musste sichergestellt werden, dass Fische und Otter ohne Probleme von der Obek in den Obekteich gelangen können. Und zwar in dem Moment, in dem eine Fischdurchgängigkeit wieder hergestellt werden muss. Mit dem Wellstahlrohr als verbindendes Element soll das künftig gelingen.

Im Gegensatz dazu wird die Brücke über den Mühlbach ganz klassisch erstellt. Im Schnitt sind täglich derzeit fünf Bauarbeiter im Einsatz. Aktuell im Bereich der Obekbrücke, die im Herbst fertig sein soll. Im Bereich der Trittauer Mühlbachbrücke gehen die Arbeiten im April los. Mit einer Fertigstellung wird im November gerechnet. Parallel wird die Straße der Kreisstraße 32 in Richtung Grönwohld weiter ausgebaut.

Es ist der Kreis Stormarn selbst, der den größten Teil dieser Maßnahme finanziert. Bei Gesamtkosten von etwa 4,2 Millionen Euro trägt der Kreis rund drei Millionen Euro alleine. Eine 70-prozentige Förderung von Seiten des Landes aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gibt es lediglich für den Bau des Radweges und die beiden Brückenbauwerke. Das Land hat durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck die Planungen übernommen und betreut den Bau. Ein Bau, über den mehr als 20 Jahre diskutiert wurde. Der aber jetzt im November endlich fertig sein soll. Dann ist die sanierte K 32 wieder befahrbar.

K. Kuhlmann-Schultz

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