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Ab Oktober: Ein Hausnotruf für Bad Oldesloe

Bad Oldesloe Ab Oktober: Ein Hausnotruf für Bad Oldesloe

Der neue ASB-Geschäftführer Wolfgang Mainz will gleich drei Projekte anschieben.

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Wolfgang Mainz präsentiert den neuen Hausnotruf des ASB.

Bad Oldesloe. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Wolfgang Mainz (46), seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) tätig, ist der neue Geschäftsführer für den Regionalverband Stormarn-Segeberg.

Der gebürtige Kieler, der in Schönberg an der Ostsee wohnt, tritt mit drei Projekten an, die er in den kommenden Jahren umsetzen möchte. Gleich zum Herbst soll der Hausnotruf an den Start gehen.

„Erste Anfragen haben wir schon“, erklärt Mainz. Jetzt ginge es noch darum, mit den Kooperationspartnern Verträge auszuarbeiten.

Das zweite Projekt des Geschäftsführers: die Expansion bei den Kindergärten. „Wir wollen uns umsehen und schauen, wo Bedarf besteht“, erklärt Mainz. Dort möchte der ASB reagieren und entweder als Träger auftreten oder aber in Kombination als Träger und Investor für das Gebäude. Mainz weiß, „dass es auf dem Land noch große Lücken gibt“. Die gelte es zu schließen, auch in Kombination mit Tagespflegepersonen.

Sein drittes Projekt: Die Schulbegleitung von behinderten Kindern. Gerade im Hinblick auf die Veränderungen in den Schulen hin zu offenen Ganztagsschulen will der ASB die Schulbegleitung „komplett sicherstellen“, also auch in den Nachmittagsstunden. Mainz weiß, dass dies nicht leicht wird. Denn dafür wird Personal benötigt, das durchgehend mit den Kindern in der Schule sein kann. In erster Linie kämen, so der ASBler, Bufdis in Frage, also Menschen, die am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen. „Die arbeiten 40 Stunden die Woche.“ Eine Schulbegleitung wäre gesichert. Um noch mehr Freiwillige zu gewinnen, will der ASB künftig auch an weiterführenden Schulen werben. „Oft suchen die jungen Leute ja etwas, um zu überbrücken.“

Ums Überbrücken ging es bei ihm nicht, als er nach seiner Ausbildung zum Müller in der Holsatia-Mühle in Kiel seinen Zivildienst beim ASB begann. Er stand schlicht vor der Entscheidung Bundeswehr oder Zivildienst. Und ist bis heute froh, mit seinen Senioren damals Bingo gespielt, den Behindertenfahrdienst übernommen und Essen auf Rädern ausgefahren zu haben. „Ich war der erste Zivi des ASB im Kreis Plön“, erinnert sich Wolfgang Mainz.

Sein erstes Geld hat er auch bei den Samaritern verdient, drei Jahre lang koordinierte er in Kiel Essen auf Rädern. Um dann in eine völlig andere Branche zu wechseln, er ging zur Allianz. Von der Poststelle arbeitet er sich hoch zum stellvertretenden Büroleiter. Nach 20 Jahren Versicherung, davon fünf Jahre als Selbstständiger, zog es ihn jetzt doch wieder zum ASB als Arbeitgeber. „Hier ist es viel direkter, wenn man Hilfe leistet. Bei der Versicherung geht das auch, man hilft finanziell vielen Menschen, aber man sieht es nicht gleich.“

Mainz freut sich, diesen Schritt gewagt zu haben, „mit 46 Jahren ist es doch auch ein Risiko“. Der passionierte Motorradfahrer pendelt zwischen Schönberg und Bad Oldesloe. Hier warten mehr als 50 Mitarbeiter auf ihren Chef, hier ist er Ansprechpartner für mehr als 100 Ehrenamtler, die sich im Arbeiter-Samariter-Bund in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren. Dazu gehören auch die zwei Hundestaffeln (mit 30 Hunden) und natürlich der Katastrophenschutz. „Unser Ausbildungsstand ist sehr hoch“, so Wolfgang Mainz. Das trifft sowohl auf die Zwei- als auch auf die Vierbeiner zu. Der neue Geschäftsführer übernimmt im Ehrenamt übrigens schon mal gern einen Kurs, den für die Erste Hilfe am Hund.

Kerstin Kuhlmann-Schultz

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