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Stormarn „Absurde Anklage“
Lokales Stormarn „Absurde Anklage“
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18:12 22.08.2017
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Bargteheide/Lübeck

Zweiter Verhandlungstag im neu aufgerollten Prozess um den Mord an der jungen Bargteheiderin Svea T. Der Angeklagte Sven S. will nun doch nicht aussagen. Das geht aus einem Brief hervor, den er vor einer Woche an seine Angehörigen geschrieben hatte. Richter Christian Singelmann ließ gestern diesen Brief verlesen.

Darin ist die Rede von einer absurden Anklage, die nach wie vor von der Staatsanwaltschaft vertreten werde. Die hat nach Ansicht des Angeklagten keinen Aussicht auf Erfolg. Er werde sich alle Zeugen der Anklage anhören, danach werde er seine Zeugen präsentieren, die ihn entlasten würden. Sein neuer Anwalt Dr. Jan Markus Schulte aus Kiel habe ihm zum Durchhalten aufgefordert. Einen Deal, sich auf sieben bis elf Jahre Gefängnis wegen Totschlags zu einigen, habe die Staatsanwaltschaft abgelehnt.

Der 36-Jährige, der eine rote Trainingshose und einen grauen Kapuzensweater trug und wie immer in Handfesseln vorgeführt wurde, machte in seinem Schreiben ebenfalls deutlich, dass er in die JVA Fuhlsbüttel verlegt werden möchte. In Lübeck-Lauerhof sei ihm eine Sozialtherapie verweigert worden. In Hamburg, so glaubt er, werde ihm diese gewährt. Bis heute habe er keine psychische Betreuung bekommen. Vielmehr müsse er allein damit zurechtkommen und verarbeiten, was passiert sei. Sven S. geht in seinem Schreiben davon aus, dass es einige harte Jahre für ihn werden, „um zu lernen, was ich angerichtet habe“.

Zu Beginn der Verhandlung Anfang August hatte der Verteidiger noch angekündigt, Sven S. wolle sich im Gericht zu den Vorwürfen äußern. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine Ex-Freundin in einen Hinterhalt gelockt und sie mit drei Schüssen getötet zu haben. Der nächste Verhandlungstermin ist am Donnerstag um 9 Uhr.

jeb

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