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Stormarn Achtung: Sülfelds Kirchturm bröckelt
Lokales Stormarn Achtung: Sülfelds Kirchturm bröckelt
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20:24 25.06.2013
Von Christian Spreer
Bei schönem Wetter und einer phantastischen Aussicht macht der Job von Henry Höppner sicher Spaß. Aber wenn‘s regnet . . . Da muss der Maurer, der hier lose Steine entfernt, durch. Quelle: Fotos: Spreer
Sülfeld

Von unten wirkt es wie eine Großbaustelle: Der Turm der Sülfelder Kirche ist eingerüstet und mit Planen verhängt. Das sieht nach einer aufwendigen, teuren Baumaßnahme aus.

Ganz so schlimm ist es nicht. Aber dennoch notwendig, was Maurer derzeit dort oben machen. Sie bessern Steinschäden aus, die, wenn sie nicht schnell behoben werden, böse Folgen haben können.

Offene Fugen, teils sehr tief, bröckelige und nicht selten lose Steine, Maueranker, die völlig durchgerostet sind: Die eisernen Anker (von unten sehen sie aus wie optische Verzierungen — tatsächlich fixieren sie ganze Stein-Ensembles und verhindern deren Absturz) sind großenteils ‘rausgenommen worden, weil sie marode sind. „Sie halten vor allem die Spitze, damit die nicht umkippen kann“, sagt Maurer Henry Höppner. Sind die kleinen Verzierungen denn wirklich so wichtig? „Dit sind keene kleenen Dinger“, berlinert der 29-jährige Maurer aus dem Havelland. Die seien immerhin 1,50 Meter lang und sorgen für Stabilität. Sie müssen nun nachgeschmiedet, um dann wieder eingebaut zu werden.

Kirchenvorstandsvorsitzender Ulrich Bärwald: „Der Turm ist etwa 300 Jahre alt. 1906 ist mal eine Klinkerschicht vorgemauert worden, weil er völlig verwittert war. Unser Architekt Oliver Juhnke hat nun mit dem Fernglas bemerkt, dass Risse im Mauerwerk sind.“ Da habe man handeln müssen. Zumal auch einige der Sandsteinplatten, die die Treppengiebel abdecken, lose sind. „Wenn die runterfallen . .

.“ Um ein weiteres Aufplatzen von Rissen im Winter durch Frostsprengung zu verhindern, wird der Turm jetzt von der Lübecker Firma Draguhn saniert.

In 22 Metern Höhe bei herrlichem Weitblick ist nun Henry Höppner damit beschäftigt, kaputte Steine auszubauen und durch neue zu ersetzen. Höppner: „Ick muss hier versuchen, dit wieder hinzufummeln mit die ollen Steine.“ Vor allem müssen Fugen erneuert werden. Höppner: „Eine Fuge war zwei Zentimeter dick und hatte sich durchgängig einige Meter durchgearbeitet. Die haben wir jetzt komplett von innen und außen aufgemacht und richtig verpresst. Nun hält das wieder.“

Ulrich Bärwald: „Wir nutzen hier die Chance, auch den Blitzschutz zu erneuern, zwei neue Dachflächenfenster einbauen zu lassen und zwei Holzluken zu streichen. Alles zusammen kostet 30 000 Euro.“

55 Prozent zahlt die Aktivregion Alsterland aus EU-Töpfen, der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde tragen den Rest. In fünf Wochen soll alles fertig sein. Dann zieht Henry Höppner auf die nächste Baustelle. War die in Sülfeld eine besondere für ihn? „Macht schon Spaß, die alten Sachen auszubessern, bloß die Rennerei von oben nach unten . . . Da darfste nichts vergessen.“

„Alles zusammen kostet 30 000 Euro.“
Kirchenvorstand Ulrich Bärwald

Christian Spreer

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