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Stormarn Alireza Zare geht schweren Herzens
Lokales Stormarn Alireza Zare geht schweren Herzens
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21:23 03.03.2018
Alireza Zare verlässt die Stadt – im Hintergrund probt des Gitarrenduo für das Konzert im KuB. Quelle: Foto: M. Thormählen
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Bad Oldesloe

Kaum ein Platz blieb frei im großen Saal des Kultur- und Bildungszentrums (KuB), als Bürgermeister Jörg Lembke das besondere Engagement des scheidenden Musikschulleiters würdigte: „Wir haben Alireza Zare viel zu verdanken.“ Er habe in zehn Jahren aus der Einrichtung eine „hervorragende Musikschule“ gemacht. Sein Weggang bedeute eine große Lücke, weil er einen besonderen Eindruck hinterlassen habe.

Der Bürgermeister betonte, Alireza Zare habe sich besonders um junge Leute gekümmert und sie gefördert, um ihnen in den zahlreichen Kursen eine Zukunft zu eröffnen. Das Angebot sei ständig erweitert worden und die jährliche Schülerzahl damit auf rund 2000 angewachsen: „Die Verabschiedung ist deshalb auch ein trauriger Anlass“, erklärte Jörg Lembke.

Der scheidende Musikschulleiter stellte klar, dass auch er ein „bisschen traurig ist“ und auch mit Wehmut gehe. Alireza Zare hatte zuvor erklärt, dass sein Wechsel als neuer Musikschulleiter nach Pinneberg in den gleichnamigen Kreis ausschließlich persönliche Gründe habe. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und die große Unterstützung, auf die er sich in Bad Oldesloe habe verlassen können.

Und seine Bilanz kann sich sehen lassen – immerhin konnte er rund 300 Konzerte gestalten. „Als Künstler war ich allerdings nicht mehr so aktiv, denn wenn man eine Musikschule leitet, fehlt doch die Zeit zum Üben. Und dann fehlt auch die Qualität“, stellte der 55-Jährige fest.

„Wir bedauern es sehr, dass Alireza Zare weggeht“, sagte Gerd Kuhn, Vorstandsmitglied im Förderverein der Musikschule. Er habe aktiv und höchst kreativ die Arbeit der Musikschule, die Schüler in den beiden Städten Bad Oldesloe und Reinfeld sowie im Amt Bad Oldesloe-Land unterrichtet, vorangebracht. Gerd Kuhn erinnerte an die Aktion, als der Schulleiter die einzelnen Tasten eines Flügels im Rahmen einer Spendenaktion verkauft habe, um Geld zu sammeln: „Und dazu passt auch sein Wunsch, als wir ihn zum Abschied etwas schenken wollten. Alireza Zare wünschte sich nur, dass der Förderverein so weitermachen sollte wie bisher.“

Volkshochschulleiterin Karin Linnemann hob die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule hervor: „Das ist mit Alireza Zare immer eine große Freude gewesen. Und er wird uns sehr fehlen.“ VHS und Musikschule waren bereits früher gemeinsam in einem Gebäude an der Königstraße untergebracht. Jetzt arbeiteten die beiden städtischen Einrichtungen auch im KuB weiterhin Tür an Tür.

Im letzten von Alireza Zare geplanten Konzerten trug das „Northern Giutar Duo“ – bestehend aus Michael Schröder und Martin Ulleweit – Werke von Wiliam Lawes, Georg Philipp Telemann, Mauro Giuliani und Isaac Albeniz vor. Im zweiten Teil bestimmte das „Latin Strings Streichquartett“ mit Kompositionen von Heitor Villa-Lobos, Leon Cardona, Astor Piazzolla und Eduardo Gamboa das Programm. Dem Ensemble gehören Ines Vega und Kathya Contreras (beide Violine), Erika Cedeno (Viola) und Alonso Urratia (Cello) an.

Der scheidende Musikschulleiter kündigte an, dass er auch bei der Einarbeitung seines Nachfolgers in Bad Oldesloe mithelfen werde. Eventuell könne er auch bei der Erstellung des Jahresberichtes mitwirken. Über die Nachfolge von Alireza Zare ist bisher nur hinter verschlossenen Türen gesprochen worden. Bürgermeister Lembke sagte am Rande des Konzertes, im Rahmen der Auswahlverfahrens sei eine Entscheidung gefallen. Es sei allerdings vereinbart worden, zunächst noch Stillschweigen zu bewahren.

Von Michael Thormählen

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