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Am „U“ scheiden sich die Geister

Bad Oldesloe Am „U“ scheiden sich die Geister

Eigentlich ging es nur darum, ob das „und“ in der Wort-Bild-Marke für das Kultur- und Bildungszentrum als großes U oder kleines erscheinen soll. Doch je weiter die Sitzung des Oldesloer Hauptausschusses voranschritt, desto erhitzter zeigten sich die Gemüter. Aufgestauter Frust kam auf, so dass die grundsätzliche Fragestellung fast aus dem Blickfeld geriet.

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Agnes Heesch erläuterte den Gestaltungsentwurf.

Quelle: D. von Dahlen

Bad Oldesloe. Agnes Heesch vom Veranstaltungsmanagement der Stadt präsentierte zunächst die Gestaltungsentwürfe der Werbeagentur Orange Cube, die das günstigste Angebot bei der Ausschreibung abgegeben hatte. Die Frage, ob es besser „KUB“ oder orthografisch richtiger „KuB“ heißen sollte, spaltete alsbald die Versammlung in zwei Lager. Agnes Heesch und Vertreter aus dem Arbeitskreis „KuB“ vertraten die erste Variante. Da es sich um Werbung handele, sei es beabsichtigt, dass der Leser über Großbuchstaben in Texten stolpere, ja sie als Sehstörung empfinde, hieß es. Puristen wie Franz Kuck plädierten eher für eine korrekte Schreibweise. „Großbuchstaben sieht man in der Werbung ja andauernd. Das ist nichts Besonderes mehr“, sagte er. Auf seine Seite schlugen sich auch einige Mitglieder des Hauptausschusses mit dem Argument, bei der Namensgebung des Hauses sei klar „KuB“ gewählt worden. Davon jetzt abzurücken bedeute, den zuvor gefassten Beschluss ad absurdum zu führen, hieß es. Diese Ansicht setzte sich bei sechs Ja-, vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung letztlich auch durch.

Der Weg dorthin war indes mehr als dornig. Björn Wahnfried (SPD) monierte, dass dem Ausschuss erst auf der Sitzung die fertige WortBild-Marke präsentiert worden sei. „Wir hätten gern die anderen Vorschläge gesehen“, sagte er. Letztlich müsse der Hauptausschuss die Auswahl gegenüber den Bürgern verantworten. Wahnfried: „Ich fühle mich übertölpelt.“ Auch Ausschussvorsitzende Angela Fehrmann (CDU) sagte, sie habe sich einen längeren Vorlauf gewünscht. „Alles auf den letzten Drücker, eine unmögliche Vorgehensweise“, schimpfte Matthias Rohde von den Freien Bürgern für Bad Oldesloe (FBO) und setzte zu einem Rundumschlag an. Neun Jahre habe die Verwaltung am Projekt „herumgewurschtelt“ und nun müsse alles hopplahopp gehen.

Dagegen verwahrten sich sowohl Kämmerin Mandy Treetzen als auch Bürgermeister Tassilo von Bary. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, um die Kulturschaffenden und die Politik zu beteiligen. Das als ,Wurschteln’ zu bezeichnen, geht gar nicht“, sagte er. Bei Projekten, die von Fördermitteln abhängig seien, müssten auch mal schnelle Entscheidungen gefällt werden. Auch Mandy Treetzen zeigte sich entsetzt angesichts der Vorwürfe. „So viele Leute sind eingespannt für das Projekt, es bindet so viele Kapazitäten. Wir machen nichts anderes mehr“, sagte sie. Immerhin habe sie nebenbei noch eine Kämmerei zu führen.

Last not least meldeten sich auch Vertreter der Vereine, die das KuB hauptsächlich nutzen zu Wort. Patrick Niemeier von Klangstadt etwa beschwerte sich, dass alle Lokalpolitiker die Chance gehabt hätten, im Arbeitskreis mit zu diskutieren, zumal auch jemand von der FBO da gewesen sei. „Dann müssen sie sich mal miteinander unterhalten“, sagte Niemeier an Rohde gerichtet. Das Gremium habe sich einstimmig für die „KUB“-Variante ausgesprochen. Wenn das von der Politik ignoriert werde, stelle er sich die Frage, weshalb er zig Abende damit verbracht habe, über das Konzept nachzudenken.

Niemeier zeigte sich frustriert, dass er als Ehrenamtlicher so behandelt werde.

Stadtverordnete tagen

Das letzte Wort in Sachen Wort-Bild-Marke haben die Stadtverordneten am Montag, 18. Juli. Weitere Themen des Abends sind die Zuschüsse für die Hauptnutzer des KuBs, der Verkauf städtischer Grundstücke im Gebiet „Up den Pahl“, die Zweitwohnungssteuer, der Tätigkeitsbericht der Gleichstellungsbeauftragten, die Kofinanzierung des Mehrgenerationenhauses Oase für 2017 und die Finanzierung der Kindertagesstätten.

Die Stadtverordneten tagen ab 19.30 Uhr in der Festhalle, Olivet-Allee.

 Dorothea von Dahlen

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