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Stormarn Amt baut einen Glaspalast
Lokales Stormarn Amt baut einen Glaspalast
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11:52 11.10.2018
Mit einer großen Glasfassade präsentiert sich das künftige Verwaltungsgebäude. Quelle: M. Thormählen
Bad Oldesloe

 Noch bestimmen die Handwerker die Szenerie in dem neuen Verwaltungsgebäude des Amtes Bad Oldesloe-Land. Doch die Mitarbeiter des Amtes können sich so langsam auf den Umzug vorbereiten. Im Februar soll der Neubau eingeweiht werden. Es wird also keine weitere zeitliche Verzögerung geben. Und die Kosten laufen auch nicht aus dem Ruder – es geht um insgesamt fast fünf Millionen Euro.

„Wir wollen eigentlich schon zum Jahreswechsel umziehen. Doch dieser Termin konnte nicht eingehalten werden, weil es bei den Arbeiten mit den Verblendern eine Verzögerung gab“, erinnerte Bauamtsleiter Ralf Maltzahn. Also gab es einen Zuschlag von rund zwei Monaten. Von außen sieht das imposante Gebäude an der Louise-Zietz-Straße in Bad Oldesloe schon tip top aus. Mittlerweile konnte das große Gerüst abgebaut werden, und es gibt eine freie Sicht – vor allem die riesige Fensterfront gibt dem Neubau ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Die Glasscheiben dominieren auf allen Stockwerken.

Dank der vielen Fensterscheiben sind Büros und Flure selbst im Herbst noch lichtdurchflutet. Das trifft auch für den Sitzungssaal im ersten Stockwerk zu. Er soll später von den Mitgliedern des Amtsausschusses für ihre Zusammenkünfte genutzt werden.

Energie soll eingespart werden

Im Sitzungsraum sowie in weiteren Bereichen sind zurzeit Handwerker damit beschäftigt, die Haustechnik zu installieren. Vor allem bei der Heizungsanlage hat der Bauherr Wert auf Innovation gelegt. Installateure bauen in allen Räumen eine Lüftung ein, damit die Luft später wie durch eine Klimaanlage ausgetauscht werden könne, erläuterte Ralf Maltzahn. Diese Erwärmung oder auch Abkühlung sei vor dem Hintergrund der Energiekosten eine wirtschaftliche Lösung. Darüber hinaus werden weitere Heizkörper angeschlossen.

Als Energieformen wurden Erdgas sowie die Sonneneinstrahlung gewählt. Und so verlegt Elektrohelfer Chris Nau im Obergeschoss riesige Kabelbündel, damit später auch eine Verbindung zu einer modernen Solaranlage existiert. Nach einer Entscheidung des Amtsausschusses hat ein privater Investor auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage errichtet. „Dazu hat das Amt diese Fläche vermietet“, erläutert Bauamtsleiter Maltzahn einen Teil der vertraglichen Abmachung. Außerdem wurde vereinbart, dass der gewonnene Solarstrom als Energiequelle für das neue Amtsgebäude dienen soll.

Die Mitglieder des Amtsausschusses hatten außerdem beschlossen, das obere Staffelgeschoss vollständig ausbauen zu lassen. Dieser Bereich sollte eigentlich als Ausbaureserve dienen - jetzt können aber schon in wenigen Monaten Mitarbeiter der Kreisverwaltung die neuen Räume nutzen, nachdem zwischen Amt und Kreis ein Mietvertrag abgeschlossen worden ist. Über die Einzelheiten dieser Vereinbarung herrscht Stillschweigen. „Auch diese Räume können im Februar bezogen werden“, sichert Ralf Maltzahn zu. Möglicherweise müssten nach dem Umzug noch einige Restarbeiten ausgeführt werden: „Vielleicht fehlen noch einige Pflastersteine.“

Kosten steigen nicht

Keine Probleme gibt es den veranschlagten Kosten. „Wir befinden uns im Lot“, so der Bauamtsleiter. In einigen Bereichen habe es durchaus höhere Ausgaben gegeben, die allerdings dank der Einsparungen bei der Vergabe anderer Gewerke wieder eingespart werden konnten. Insgesamt entstehen 39 Büros sowie Nebenräume mit einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Die Baukosten betragen rund 4,6 Millionen Euro. Außerdem kaufte das Amt das 3000 Quadratmeter große Grundstück an der Louise-Zietz-Straße 4 in Bad Oldesloe für rund 250000 Euro.

Noch zur Miete

Die räumliche Situation für die rund 40 Mitarbeiter der Amtsverwaltung Bad Oldesloe-Land gilt zurzeit als nicht mehr ausreichend. Sie nutzen ihre Amtsstuben in einem Gebäude an der Oldesloer Mewesstraße. Es befindet sich mittlerweile im Eigentum des Kreises Stormarn. Deshalb muss die Amtsverwaltung Miete zahlen. Nach deren Auszug können diese Räume von Bediensteten der Kreisverwaltung genutzt werden. Das Kreishaus der Mommsenstraße liegt nur wenige Schritte entfernt.

M. Thormählen

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