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Stormarn Annika und Pony „Schoko“ hoffen auf ein Schleifchen
Lokales Stormarn Annika und Pony „Schoko“ hoffen auf ein Schleifchen
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20:44 16.06.2017
Annika Preuß mit „Schoko“ zählt mit sechs Jahren zu den jüngsten Teilnehmern des Turniers.
Wesenberg/Zarpen

Wenn andere damit prahlen, sie reiten schon von Kindesbeinen an, kann Annika nur grinsen. Schließlich hat sie schon im Mutterleib die rhythmischen Bewegungen der Pferde zu spüren bekommen und mit vier Monaten ließ Mami sie vor sich im Sattel Platz nehmen. Reiten ist bei Familie Preuß eben ein beliebtes Hobby.

Beim 60. Turnier des Reit- und Fahrvereins Zarpen starten 660 Reiter.

Den morgigen Sonntag hat sich die Sechsjährige ganz rot im Kalender angestrichen. Erstmals startet sie bei einem richtigen Turnier, welches der Reit- und Fahrverein Zarpen am Wochenende in Wesenberg ausrichtet. Die ganze Familie drückt die Daumen, wenn Annika mit dem schicken Fuchs-Pony, das sie „Schoko“ getauft hat, ab 14 Uhr zur Führzügelprüfung antritt. „Ich bin schon ganz schön aufgeregt“, gibt die Lütte zu.

Für die Mitglieder des Reit- und Fahrverein Zarpen ist es ebenfalls ein besonderes Ereignis. Schließlich ist es das 60. Turnier seit seines Bestehens. 660 Reiter aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern beteiligen sich mit 1030 Pferden daran. Insgesamt gibt es 1500 Nennungen. „Damit ist aber auch unser Limit erreicht. Noch mehr Teilnehmer könnten wir nicht mehr aufnehmen“, sagt Nina Sieh, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Zarpen.

Schon gestern absolvierten die Halter von Jungpferden ihre Spring- und Dressurprüfungen. „Das haben wir extra so organisiert. Bei unerfahrenen Pferden kann es schon mal zum Durcheinander auf dem Abreitplatz kommen“, sagt Nina Sieh. Schwerpunkt der Prüfungen sei die Beurteilung der Bewegungsabläufe und des Körperbaus.

Besonders stimmungsvoll geht es aber am heutigen Sonnabend auf dem Reiterhof Springbek in Wesenberg als Austragungsort des Turniers zu. Ab 13 Uhr beginnt dort das Mannschaftsspringen der Klasse A in den Leistungsklassen 3 bis 6. „Das ist immer sehr spannend, wenn die anderen Reiter am Rand stehen und ihre Teams lautstark anfeuern“, erzählt Nina Sieh.

Nachmittags starteten auch Kinder mit ihren Pferden bei der E-Dressur. Die anspruchsvollsten Prüfungen innerhalb des Turniers gebe es am Sonntag Nachmittag mit dem M-Springen und der M-Dressur der Leistungsklasse 3. Als Lokalmatadore des heimischen Vereins hoffen Hartmut und Carola Langhoff auf gute Platzierungen. Der Sieger oder die Siegerin erhalte den Johannes-Denker-Gedächtnis-Pokal, der zum Gedenken an den Erbauer der Reitanlage in Wesenberg gestiftet werde. Im November 1972 wurde sie eröffnet.

Die Mitglieder des Reitvereins sind zudem darauf vorbereitet, den Besuchern der Anlage am Wochenende einen angenehmen Aufenthalt zu bescheren. Neben Wurst und Getränkebuden gibt es freilich auch Zubehör für Pferde.

Verein mit Tradition

250 Mitglieder zählt der Reit- und Fahrverein Zarpen. Etwa 50 Prozent von ihnen starten beim Turnier. Gegründet wurde der Verein schon im Jahr 1922. Während des Zweiten Weltkriegs löste sich der Verein auf, da – laut Chronik – niemand in die SS-Reiterstaffel aufgenommen werden wollte. Die Neugründung erfolgte 1949.

Turniere wurden in der Regel in Zarpen, manchmal aber auch in Reinfeld ausgerichtet. Seit 1972 ist die Reitanlage Hof Springbek Austragungsort.Infos zum Turnierprogramm unter www.reitverein-zarpen.de

Dorothea von Dahlen

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