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Anti-Terror-Razzia: Bürgermeister sind bestürzt

Anti-Terror-Razzia Anti-Terror-Razzia: Bürgermeister sind bestürzt

Die Bürgermeister von Reinfeld, Großhansdorf  und Ahrensburg haben sich jetzt zu dem Anti-Terroreinsatz in ihrem Verwaltungsgebiet geäußert.

Reinfeld/Großhansdorf/Ahrensburg. Der Bürgermeister von Reinfeld, Heiko Gerstmann (SPD), hat sich nach der Terror-Razzia in der 9000-Einwohner-Stadt verstört gezeigt. „Natürlich sind wir verschreckt, dass so etwas in unserem Ort passiert“, sagte Heiko Gerstmann (SPD). Bisher sei nur Positives über die Asylbewerber zu berichten gewesen. „Aber natürlich sind auch diese Menschen ein Abbild der Gesellschaft und darunter gibt es eben Personen mit einem verschrobenen Weltbild“, so Gerstmann.

In Großhansdorf befürchtet der Bürgermeister der 9000-Einwohner-Gemeinde, Janhinnerk Voß (parteilos), nun wachsende Kritik von Flüchtlingsgegnern. So sehr er den effektiven Einsatz der Polizei begrüße, so sehr befürchte er nun einen Stimmungswandel in Großhansdorf, sagte Voß. In dem Ort leben seinen Angaben zufolge rund 140 Asylbewerber. Von der Razzia ist Voß nach eigenen Angaben überrascht worden. Er sei am frühen Dienstagmorgen über die erfolgte Stürmung eines Hauses im Zentrum informiert worden, das als Flüchtlingsunterkunft rund 24 Menschen beherberge, so der Bürgermeister. „Das haben wir in der Form natürlich nicht erwartet.“

Auch der Ahrensburger Bürgermeister hat sich schockiert über den Anti-Terror-Einsatz in seiner 30 000-Einwohner-Stadt geäußert. „Ich wurde Dienstagmorgen informiert und hatte keine Ahnung, dass die Vorbereitungen offenbar schon einige Monate lang liefen“, sagte Michael Sarach (SPD). Seinen Angaben zufolge wurde bei der Razzia ein Terrorverdächtiger in einer von der Stadt angemieteten Wohnung für bis zu neun Personen festgenommen. Man könne nie ausschließen, dass Menschen mit „weniger edlen Motiven“ nach Deutschland kämen, erklärte der Bürgermeister. „Besonders schwerwiegend ist aber, dass es bei diesem Mann keine Auffälligkeiten gegeben hat, er war sozusagen ein Vorzeige-Flüchtling.“ Auch Sarach ist es wichtig, dass aus diesem Einzelfall nun kein Generalverdacht in Ahrensburg entsteht. In Ahrensburg lebten derzeit rund 400 Flüchtlinge.

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