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Stormarn Anwohner der Krahnkoppel suchen nach einem Ausweg
Lokales Stormarn Anwohner der Krahnkoppel suchen nach einem Ausweg
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21:16 11.09.2013
Frust bei den Anwohnern der Oldesloer Krahnkoppel: Plötzlich war ihr gewohnter Weg nicht mehr durchgängig begehbar. Bis eine Alternative gefunden ist, müssen sie lange Umwege in Kauf nehmen. Quelle: Foto: von Dahlen

Die Anwohner der Bad Oldesloer Krahnkoppel suchen einen Ausweg und dies ist durchaus im doppelten Sinne des Wortes zu verstehen. Denn seit einigen Tagen können sie den Fußpfad nicht mehr benutzen, auf dem sie bislang in die Innenstadt gelangten. Der Weg, den sie 25 Jahre lang täglich genutzt haben, wurde quasi über Nacht, ohne vorherige Ankündigung gesperrt.

„Das war ganz schön ärgerlich, morgens vor dem Zaun zu stehen und dann wieder zurückgehen zu müssen“, erzählte Mareike Krause. Statt über die gewohnte Strecke durch ein kleines Biotop zur Lübecker Straße zu gelangen, musste die 18-Jährige einen weiten Umweg über die Segeberger Straße in Kauf nehmen. So erging es den meisten Bewohnern der Eigenheime, die Ende der 1980er Jahre entstanden sind.

Der Bebauungsplan sah damals vor, dass den Häuslebauern und auch ihrer Nachbarschaft aus dem Wendum das Recht zugebilligt werden sollte, das Privatgrundstück Lübecker Straße 45 betreten zu dürfen.

Doch diese Gestattung hat keine Bestandskraft, weiß Krahnkoppel-Anwohner Peter Stoltenberg zu berichten. Ihm zufolge hätte diese Regelung ins Grundbuch eingetragen oder eine anderer Weg getroffen werden müssen, um den Anwohnern dauerhaft eine Verbindung zur Stadt zu sichern. Das habe die kommunale Verwaltung indes versäumt.

Vor 25 Jahren, als das Wohngebiet geschaffen wurde, bewohnte der Vorstandschef der Stadtwerke die Villa am Weg. Eine Hecke schirmte das Grundstück vor den Blicken der Passanten ab. Es gab keinen Anlass zu Beschwerden. Das sollte sich ändern, als die Immobilie den Eigentümer wechselte. Laut Stoltenberg versäumte es die Stadt damals rechtzeitig, eine Ersatzlösung zu suchen. Stattdessen sei mit dem Eigentümer ein bis April nächsten Jahres befristetes Wegerecht vereinbart worden.

„Wir wussten schon, dass es eines Tages kein Durchkommen mehr geben würde. Wir verstehen den Käufer der Villa. Schließlich schmälert es den Wert der Immobilie, wenn jeder dort vorbeigehen darf“, sagt Heike Boll. Sie kritisiert, dass die Kommunikation im Rathaus offenbar nicht funktioniere. Ansonsten hätte die Sperrung des Wegs lange vor der Frist nicht passieren dürfen.

Bauamtsleiterin Karin John räumte ein, dass es besser gewesen wäre, die Anwohner zuvor zu informieren. Dessen ungeachtet sei es aber sinnvoll gewesen, den Weg und die Hecke schon jetzt zu entfernen.

„Man weiß nie, wie schnell sich der Boden nach dem Winter wieder bearbeiten lässt“, sagte sie. Die Verwaltung arbeite unterdessen „mit Feuereifer“ an einer neuen Verbindung in die Innenstadt. Dafür sei indes Zeit nötig. Um einen neuen Weg festzulegen, müssten die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke hinter der Krahnkoppel geklärt werden.

Als mögliche Alternative haben die Anwohner der Krahnkoppel einen Weg ausgemacht, der hinter der Klinckschen Villa verläuft und in den Kreuzungsbereich Berliner Straße einmündet. Doch laut Peter Stoltenberg führt auch diese Strecke über ein Grundstück, dessen Eigentümer erst sein Einverständnis geben muss.

Dorothea von Dahlen

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