Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Anwohner wehren sich gegen Bau einer Kita in Trittau
Lokales Stormarn Anwohner wehren sich gegen Bau einer Kita in Trittau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 01.05.2016
Daniela Hingst und Birgit Zimmermann (v. l.) übergaben eine Unterschriftenliste an Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch. Quelle: kks

Die Gemeinde Trittau benötigt dringend eine neue Kindertagesstätte. Die soll, so entsprechende Planungen, auf dem Bolz- und Kinderspielplatz zwischen Lessingstraße, Schillerstraße und Goethering entstehen. Dagegen wehren sich die Anwohner. Sie lehnen den Standort ab und übergaben jetzt eine Unterschriftenliste mit ihrem Einspruch an Bürgermeister Oliver Mesch.

Knapp 150 Anwohner aus dem Süden Trittaus haben unterschrieben, erklären Birgit Zimmermann und Daniela Hingst. Sie kritisieren in erster Linie die verkehrliche Anbindung an die geplante Kita. Im Schreiben an den Bürgermeister heißt es: „Auch wenn wir nicht gegen Kinder sind, wird wegen der ungünstigen, beengten Lage sowie der Umstände der Verkehrsanbindung und damit verbundenen massiven Störungen und Gefahren durch den Verkehr eine Bebauung in dieser Größenordnung an diesem Standort als inakzeptabel angesehen.“ Gleichzeitig weisen die Anwohner darauf hin, dass „auch die Wohnqualität und der Wert der Immobile im Umfeld sehr stark beeinträchtigt werden. Die grüne Oase an unseren Häusern würde zerstört, welches insbesondere die Lebensqualität unserer älteren Bewohner stark mindert.“ Von einer massiven Beeinträchtigung der Anwohner ist die Rede, die Wohnruhe würde durch den Lärm, der durch An- und Abfahrt sowie Motorstarts entsteht, erheblich gestört. Zimmermann spricht von einem „Schnellschuss“ und setzt auf eine „pfiffigere“ Planung. „Wir wollen eine gemeinschaftliche Lösung finden.“

Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch zeigte durchaus Verständnis für die Anwohner, erklärte jedoch auch, dass der Kita-Standort aus mehreren Gründen optimal sei: „Das Gelände gehört der Gemeinde, es bietet eine Versorgung im Süden Trittaus und ist zügig zu realisieren.“ Er lässt jetzt prüfen, ob es als Alternative eine Anbindung über die Hamburger Straße geben kann. Mesch gab den Anwohnern mit auf den Weg: „Die Politik wird eine Entscheidung treffen, die für ganz Trittau ist. Es kann sein, dass sie dann vermeintliche Einschränkungen hinnehmen müssen.“ Zur Sitzung des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses (SKK) präsentiert die CDU jetzt einen Antrag, um zunächst einmal provisorisch Kitaplätze zu schaffen.

Der SSK tagt am Dienstag, 3. Mai, um 19.30 Uhr in der Gemeindeverwaltung.

Von kks

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sebastian Klaffka reiste in die Sperrzone. Der 24 Jahre alte Trittauer erinnert mit Fotos an das Leid der Menschen.

01.05.2016

Die Freiwillige Feuerwehr Braak hat ihr neues Löschfahrzeug vom Typ LF 20 offiziell in Dienst gestellt. Stolze 350000 Euro hat die Gemeinde investiert, um die Feuerwehr mit einem modernen und den Anforderungen angepassten Löschfahrzeug auszustatten.

02.05.2016

Sie pirschen durch die Straßen, notieren fremde Autokennzeichen und rufen im Ernstfall die Polizei. Im Hamburger Rand sorgen sich Bürger um ihre Sicherheit — und organisieren sich. Sie wollen mit der Nachbarschaftshilfe Einbrüche verhindern.

30.04.2016
Anzeige