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Stormarn Arbeiten auf der B 404 liegen im Zeitplan
Lokales Stormarn Arbeiten auf der B 404 liegen im Zeitplan
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20:17 30.08.2013
Gerd Wäscher, Wolfgang Olsson (beide vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr) und Jörg Hanzlik (Baufirma, v.l.) sind auf Baustellenkontrolle. Auf Höhe der Abfahrt Trittau Süd/Grande müssen Geogitter eingearbeitet werden, weil der Boden nicht tragfähig genug ist. Quelle: Fotos: K. Kuhlmann-Schultz

Stichtag ist der 16. Oktober, dann soll der Verkehr auf der Bundesstraße 404 zwischen Trittau und Grönwohld wieder rollen. Auf einer Länge von 3,4 Kilometern wird die Straße komplett neu gemacht — und dreispurig ausgebaut.

„Wir liegen im Zeitplan und können den Eröffnungstermin einhalten“, freut sich der Ingenieur des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, Wolfgang Olsson. „Der Erdbau ist fertig, jetzt geht es in den Oberbau“, erklärt er. „Hier wird geschuftet, was das Zeug hält.“ Einziger Wermutstropfen: „Wir haben nicht die gewünschte Anzahl an Transport- und Zulieferfahrzeugen.“ Noch nicht. Auf dem Bau herrscht zur Zeit Hochsaison, überall sind Fahrzeuge im Einsatz. Das soll aber besser werden, denn jetzt geht es an den Deckenaufbau. Im Minutentakt rollen da die mittlerweile fest gebuchten Fahrzeuge, muss das Material angeliefert werden, damit es nicht zum Stillstand kommt.

Vier Schichten werden aufgetragen. Auf Höhe der Anschlussstelle Trittau Nord/Großensee sind die Arbeiten dafür in Gange. Aus Sand, Zement und Wasser wird die 20 Zentimeter dicke Verfestigung eingearbeitet. Maschinist Jörg Witting fährt mit der Unterbodenfräse über den pulvrigen Zement und fräst ihn in den Sand ein, insgesamt fünf Bahnen nebeneinander. Anschließend schiebt der Grader die Fläche plan. Glatt wie ein Kinderpopo und bereit, nach siebentägigem Durchhärten die nächste Schicht aufzunehmen. Das ist die 14 Zentimeter dicke Asphalttragschicht, auf die dann noch Asphaltbinder (8,5 Zentimeter) und zum Schluss die Deckschicht (3,5 Zentimeter) kommt.

Zum 9. September müssen die beiden Fertiger bereit stehen, die versetzt hintereinander die Asphalttragschicht aufbringen. Vier Tonnen Asphalt, rechnet Olsson vor, werden pro Meter aufgetragen. Ein Lastwagen kann 27 Tonnen anliefern. Gearbeitet wird in Richtung Anschlussteile Trittau Süd, hier verlegen die Bauarbeiter derzeit auf 400 Metern noch Geogitter, die den Untergrund tragfähiger machen sollen. Sie schnüren ihn ein wie ein Pakt, erklärt der Ingenieur des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr bildhaft. „Wir wollen damit Senkungen vermeiden.“ Die Laster, die vom 9. September an den Asphalt für die Fertiger liefern, fahren rückwärts von der Anschlussstelle Trittau/Grande in Richtung Fertiger und können so ihren Baustoff ohne zu wenden abkippen.

Zum Bau der B 404 — es ist der zweite dreispurige Abschnitt von vieren, die von der A 24 in Richtung Autobahnkreuz Bargteheide umgesetzt werden, gehört auch auch ein Schutz für Amphibien. Für sie wird an beiden Fahrbahnrändern ein Schutzzaun gesetzt.

Zwei neue Baustellen im Kreis Stormarn ab Montag
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Lübeck, teilt mit, dass am Brückenbauwerk K75/Bissnitz zwischen Stubben und Willendorf ab Montag, 2.

September, umfangreiche Instandsetzungsarbeiten zu erledigen sind. Die vorhandenen Randbalken, die Schutzeinrichtungen und der Fahrbahnbelag einschließlich Abdichtung werden erneuert. Zeitgleich erfolgt die Sanierung der Bauwerksunterseite. Die Brücke wird deshalb bis zum 18. Oktober gesperrt. Fußgänger können die Baustelle aber passieren.


Die Umleitungsstrecke für die Verbindung Willendorf/Stubben führt über Rehhorst nach Pöhls und über Söhren nach Stubben. Mit der Ausführung der Instandsetzungsarbeiten wurde die Firma BST Bau GmbH aus Lübeck beauftragt. Die Kosten der Baumaßnahme betragen etwa 90 000 Euro. Die Bautätigkeiten sollen bis Anfang November abgeschlossen sein.

In der Gemeinde Oststeinbek, Ortsteil Havighorst, wird die Straßendecke auf der Kreisstraße 23 erneuert. Die Instandsetzungsarbeiten (185 000 Euro) werden abschnittsweise ausgeführt und beginnen am kommenden Montag. Der erste Bauabschnitt betrifft die K 23 im Verlauf der Boberger Straße bis an die K 100 (Dorfstraße). Für die Sanierung der Fahrbahn sowie des Radweges einschließlich einer Erneuerung des zugehörigen Hochbordes ist es erforderlich, die Fahrbahn und den Radweg für den Durchgangsverkehr bis zum 13. September zu sperren. In dieser Zeit wird der Verkehr über die Schulstraße und Ziegeleistraße umgeleitet. Während der Dauer der Bauarbeiten in diesem Abschnitt kann die dortige Haltestelle des VHH nicht angefahren werden. Die Busse fahren eine Schleife über Dorfstraße-Krähenberg-Schulstraße und Ziegeleistraße. Danach wird der zweite Bauabschnitt der K 23 von der Dorfstraße in Richtung Hamburg ausgeführt.

Kerstin Kuhlmann-Schultz

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