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Arme Hündin „Maus“: Ausgesetzt und gequält

Großhansdorf Arme Hündin „Maus“: Ausgesetzt und gequält

Die kranke Hündin "Maus" lebte vermutlich in Ketten: jetzt spendeten LN-Leser  1000 Euro für das Tier, um eine eingehende medizinische Untersuchung der Hündin möglich zu machen.

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Großhansdorf. Wer hat „Maus“ so gequält? Am 16. Dezember nachts gegen 23 Uhr entdeckten zwei Stormarner den schwarzen Labrador-Mischling mit der Blesse auf der Brust auf dem Rastplatz Tremsbüttel/Rehbrook, wo er im Gebüsch angebunden war. Zitternd hockte das traurige Tier im Dunkeln. Die beiden Männer brachten das Fellbündel ins Tierheim Großhansdorf (die LN berichteten). Dort wurde festgestellt: Die Hündin ist krank. Sie hat kahle Stellen an den Ohren und entzündete, blutig aufgescheuerte Gelenke. „Wie kann man einem Tier nur so was antun? Anbinden und einfach weggehen? Ein Hund hat doch uneingeschränktes Vertrauen zu Herrchen und Frauchen.“ Monika Ehlers, Sprecherin des Tierheimes Großhansdorf, ist fassungslos. Die Mitarbeiter, die der Hündin den Namen „Maus“ gaben, vermuten sogar, dass sie angekettet war, bevor sie ausgesetzt wurde.

 

Das Tierheim

Am 12. Juni 1964 wurde der Tierschutzverein Ahrensburg-Großhansdorf e.V. gegründet. 1968 stellte die Gemeinde dem Verein ein Grundstück am Waldreiterweg zur Verfügung. Dort kümmert sich seit 1969 ein Team mit Hingabe um jedes Tier.

Als erstes ging es mit „Maus“ zum Tierarzt. Doch die Untersuchung gestaltete sich schwierig: Die Hündin sei jeden angegangen, der ihr zu nahe kam. „Sie war voller Angst und Panik. Man weiß ja auch nicht, was sie durchgemacht hat“, so Tierpflegerin Dagmar Stahl. Seitdem kümmert sich Tierheimmitarbeiterin Julia Specht mit viel Liebe um ihren neuen Schützling. „Das ist auch gut so. Julia Specht ist so was wie eine Bezugsperson für ,Maus‘ geworden. Als wir jetzt noch mal zum Tierarzt fuhren, ließ sich die Hündin sogar Blut ohne Narkose abnehmen, weil Julia dabei war“, berichtet Ehlers. 1000 Euro hatten Leser der Lübecker Nachrichten nach der Berichterstattung über den tragischen Fall gespendet, um eine eingehende medizinische Untersuchung der Hündin möglich zu machen.

Inzwischen sei das Ergebnis des großen Blutbildes da. „Sie hat keine Leishmaniose. Sie hat auch keine Milben. Die Arme hat eine hochgradige Futtermittelallergie und braucht deswegen hypoallergenes Futter.“ Außerdem habe der Arzt festgestellt, dass „Maus“ noch sehr jung sei. „Sie ist erst ein oder zwei Jahre alt“, so Ehlers. Zudem sei sie inkontinent, was aber dem Stress geschuldet sei und vermutlich vorübergehe. „Das Schlimmste für das Tier ist der Ausschlag an den Ohren. Sie schüttelt vor Juckreiz immer wieder ihren Kopf, kommt irgendwo gegen, und es fängt wieder an zu bluten. Das tut mir so leid“, sagt Ehlers mitfühlend.

Bislang habe „Maus“ ein Antibiotikum bekommen, damit die Entzündungen an den Gelenken zurückgingen. „Das Fell ist an den Gelenken auch schon etwas nachgewachsen“, so Ehlers. Doch „Maus“ sei immer noch sehr ängstlich. Wenn Außenstehende sich näherten, belle sie wie verrückt. „Nur wenn Julia dabei ist, ist sie ruhig“, sagt die Sprecherin des Tierheims.

Nach dem LN-Artikel hätten sich viele Menschen nach der Hündin erkundigt. „Auch eine Familie hat sich gemeldet, die ,Maus‘ gerne nehmen würde. Doch die haben schon Hund und Katze. Wir wissen gar nicht, ob ,Maus‘ sich mit anderen Tieren verträgt.“ Vielleicht wolle sie lieber allein gehalten werden. Das müsse erst mal geprüft werden. Monika Ehlers: „Bei Hunden, die so etwas erlebt haben wie ,Maus‘, sind wir besonders sorgsam, dass sie in die richtigen Hände kommen. Das sind wir dem Tier einfach schuldig.“

Doch bevor es soweit sei, würde es noch einige Zeit dauern. „Wir müssen erst mal dafür sorgen, dass ,Maus‘ Vertrauen aufbaut und dass wir ein geeignetes Futter finden, was ganz mühsam ist, bevor sie überhaupt vermittelbar ist.“

 Britta Matzen

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