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Stormarn Arthrose: Schlitten statt neues Knie
Lokales Stormarn Arthrose: Schlitten statt neues Knie
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18:13 22.03.2017
Das Krankenhaus der Spezialisten: Die Park-Klinik Manhagen in Großhansdorf führt regelmäßig Befragungen ihrer Patienten durch. „Wir haben in allen Gruppen eine hohe Patientenzufriedenheit“, so Dr. Johannes Holz. Quelle: Fotos: Matzen
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Großhansdorf

Volkskrankheit Arthrose – kaum einer bleibt im Alter davon verschont. Vor allem das Knie ist anfällig für den Verschleiß von Knorpel, da die Kniegelenke starken Belastungen ausgesetzt sind. „Wir unterscheiden zwischen unfallbedingten, traumatischen Erkrankungen durch Sport- und Unfallverletzungen und zwischen degenerativen Erkrankungen wie Verschleiß – Stichwort Arthrose“, sagt Dr. Johannes Holz, Chefarzt der Abteilung II der Park-Klinik in Großhansdorf. Auch Fehlstellungen wie O- oder X-Beine machten dem Knie zu schaffen und könnten zu einem frühzeitigen Verschleiß führen. „Auch bei Übergewichtigen ist häufig Arthrose anzutreffen“, so der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

In der Park-Klinik Manhagen werden 700 Teilprothesen jährlich implantiert – führend in Europa.

Bis heute können Ärzte Arthrose nicht heilen. Aber es gibt erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten, um den Verschleiß zu verlangsamen. Selbst bei Arthrose im Endstadium muss man kein komplett neues Gelenk einsetzen. „Während bundesweit in neun von zehn Fällen ein ganzes Knie eingebaut wird, implantieren wir in sieben von zehn Fällen Teilprothesen, sogenannte Schlitten“, sagt Dr. Holz.

Diese ersetzten nur jenen Teil des Gelenks, der defekt sei. Die völlig intakte Gelenkfläche bleibe erhalten. „Ist die Innenseite geschädigt, erhalten wir die Kreuzbänder, die Seitenbänder, die Außenseite des Gelenks und das Kniescheibenlager. Wir ersetzen nur die Innenseite, genau dort tut es dem Patienten auch weh“, so Holz.

Das Gemeine sei, so Dr. Johannes Holz, dass Arthrose sich erst bemerkbar mache, wenn der Knorpel komplett abgerieben sei. Knorpel – das ist eine mehrere Millimeter dicke weiße Schutzschicht, die jedes Gelenk überzieht. Sie schützt den darunter liegenden Knochen. „Knorpel hat aber keine sensible Struktur, keine Nerven. Knorpel tut nicht weh. Dass sie auf dem Weg zur Arthrose sind, das merken viele Menschen nicht. Das merken sie erst, wenn der Knochen blank liegt.“

Es gebe kaum Patienten, die für Schlitten nicht in Frage kämen. Weder Alter noch Übergewicht spielten eine Rolle. „Der Riesenvorteil beim Einbau von Teilprothesen ist, dass man den Muskel komplett in Ruhe lässt. Wir müssen nur die Kapsel öffnen. Dort können wir über ein kleines Weichteilfenster die Operation minimalinvasiv durchführen.“ An der Oberschenkelrolle und an der Schienbeinoberfläche würden Module aus Metall- oder Titan eingesetzt. Dazwischen stecke die neue Knorpelersatz- und Gelenkfläche, die aus Kunststoff sei. „Der Patient hat am nächsten Tag überhaupt kein Problem aufzustehen. Er hat auch gleich wieder ein recht normales Gelenkgefühl“, erläutert der Orthopäde. Nach drei bis sechs Tagen könnten die Patienten bereits das Krankenhaus wieder verlassen und in die Hände ihres Physiotherapeuten übergeben werden. Schon nach wenigen Wochen könnten sie ihren Alltag wieder mobil und schmerzfrei bestreiten, auch Sport sei wieder möglich.

Manfred Krause aus Scheeßel hat eine Schlittenprothese am rechten Knie erhalten. „Vorgestern bin ich operiert worden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder auf die Füße komme“, so der 53-Jährige. Gestern sei er mit dem Gehwagen den Flur rauf- und runtergelaufen. Heute sei er schon mit Stützen unterwegs. „Das einzige, was ich spüre, ist ein leichtes Ziehen, aber ein Schmerz ist das nicht.“ Krause ist Lkw-Mechaniker – ein Job, in dem er oft schwer heben muss. Seit Oktober konnte er seinem Hobby nicht mehr frönen – Rollschuhlaufen. „Mein Knie war geschwollen, und ich hatte Schmerzen. Ich bin nach Rothenburg zum Arzt. Der hat Arthrose festgestellt. Der Außenknorpel war völlig weg, Knochen rieb auf Knochen.“ Ein komplett neues Knie habe man ihm daraufhin empfohlen. Durch Zufall habe er einen Prospekt von der Park-Klinik Manhagen in die Hand bekommen. „Ich bin dann zu Dr. Holz. Er hat sich die Röntgenaufnahme angesehen und gesagt: ,Sie brauchen kein komplett neues Gelenk. Wir können das mit einem Schlitten machen – das hält auch genauso lang wie ein ganzes Knie.’“ Er sei froh, dass er sich für die Klinik in Großhansdorf entschieden habe.

„Ich bin zum dritten Mal hier – multipler Schadensfall wegen des Fußballsports“, sagt Heinz Ekat aus Pinneberg. 2007 war er mit dem linken Knie in Behandlung, 2016 mit dem rechten Knie, aktuell mit der linken Hüfte. „Ich bin von der Park-Klinik Manhagen begeistert und kann nur jedem empfehlen, der was mit den Gelenken hat, sich hier behandeln zu lassen. Nicht nur, dass man sich als Kassenpatient vorkommt wie im Hotel. Die Ärzte sind kompetent, die ganze Mannschaft ist aufmerksam und freundlich“, so der 69-Jährige.

Die Klinik

Die Park-Klinik Manhagen in Großhansdorf ist eine hochspezialisierte Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Augenheilkunde. Die Klinik verfügt über 14 moderne Operationssäle, in denen jährlich über 20000 Patienten operiert werden können. Jeder Patient kann unabhängig von seiner Krankenversicherung stationär, kurzzeitstationär, tagesklinisch oder zur Rehabilitation versorgt werden. Es gibt 121 Zimmer mit 212 Betten. Alle Betten sind mit Sauerstoff und elektronischer Intensivüberwachungseinheit ausgestattet. Ein Team aus 50 Ärzten mit 350 Schwestern, Pflegern und Therapeuten sorgt für das Wohl der Patienten.

Internet: www.park-klinik-manhagen.de, Telefon 041 02/6050

Britta Matzen

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