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Stormarn Auch Reinfeld setzt auf Kreisel
Lokales Stormarn Auch Reinfeld setzt auf Kreisel
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21:45 19.02.2016
Die Ampelanlage an der B 75 könnte ebenfalls einem Kreisverkehr weichen. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Die Bahnbrücke wirft ihre Schatten voraus und der Bauausschuss der Stadt Reinfeld hatte am Donnerstag die Qual der Wahl, um die beste Lösung für die weitere Verkehrsführung entlang der Feldstraße zu finden.

„Parkende Lastwagen behindern die Sicht.“

Lorenz Hartwig (CDU)

Drei Varianten hatten die Ausschussmitglieder bereits vorab in ihren Sitzungsvorlagen zu Gesicht bekommen. Nach Gesprächen zwischen dem Planbüro Schüßler-Plan und Anliegern der Feldstraße ist es kurzfristig zu einer vierten Variante gekommen, die der Diplom-Geograph Christoph Richling aus der Schüßler-Plan-Niederlassung in Düsseldorf den Ausschussmitgliedern erst in der Sitzung vorstellen konnte.

Mit Änderungen war diese Variante dann der Favorit der Ausschussmitglieder, die einen ehrgeizigen Zeitplan vor sich haben, denn spätestens dann, wenn die Bahnbrücke fertig ist, soll auch die Feldstraße ausgebaut sein. Geplant ist eine Fertigstellung in 2019/2020.

Ein Kreisel an der Einmündung der Holländerkoppel in die Feldstraße direkt vor der Haustür von Camfil hat der Planer für die Feldstraße vorgesehen. Einen zweiten Kreisel hat er an der Einmündung zur Grothkoppel in der Planung. Auf der wichtigsten Gewerbestraße in Reinfeld muss der Verkehr fließen, denn die Prognosen für die Feldstraße mit immerhin 11000 Fahrzeugen sind hoch.

Um die Vorbeifahrt an wartenden oder linksabbiegenden Lkw zu ermöglichen, soll die Feldstraße drei Fahrstreifen erhalten. Zwei Fußwege und ein Parkstreifen komplettieren die wichtigstes Gewerbestraße der Karpfenstadt. Der Parkstreifen selbst soll durch bauliche Hindernisse unterbrochen werden, um zu verhindern, dass auch dort große Brummis abgestellt werden. „Sie behindern die Sicht der Gewerbebetriebe, wenn sie von ihren eigenen Grundstücken auf die Feldstraße fahren wollen“, sagte der Ausschussvorsitzende Lorenz Hartwig (CDU).

Weiter sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, auf den beiden äußeren Fahrspuren Fahrradschutzstreifen zu markieren. Die Gehwege an beiden Seiten sollen dafür verschlankt werden. Der weitere Fahrradverkehr soll über die alte Feldstraße geleitet werden. Der Fußweg soll entsprechend hergerichtet werden.

Auch einen Kostenplan hatte Christoph Richling bereits ausgearbeitet. Er geht von 1,74 Millionen Euro für den Ausbau der Feldstraße aus. „Auf solche Verkehrsmassen ist auch nur wenige Meter weiter die Kreuzung an der Bundesstraße 75 nicht ausgelegt“, gab Ausschussvorsitzender Hartwig zu bedenken. Für ihn kommt nur eine logische Konsequenz infrage — der Umbau der viel befahrenen Ampelkreuzung in einen großen Kreisverkehr. Dabei jedoch haben der Kreis und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ein Wörtchen mitzureden. Beschlossen wurde daher, dass die Verwaltung das Gespräch mit dem Kreis und allen weiteren Beteiligten suchen sollte.

Gut gemeint ist die optische Abgrenzung des Fuß- und Radweges entlang der L 85. Durch einen parallel verlaufenden Graben ist aber ein Übergang zu den Straßen Im Weddern, Weddernkoppel und Weddernkamp unterbunden. Breite Zustimmung fand ein Antrag der Wählerinitiative Reinfeld, dort drei Übergange zu schaffen. Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass dieses mit einfachen Bordmitteln geschehen soll. Ebenfalls beschlossen wurde der Rückbau des Bahnübergangs Zuschlag, der nach der Brückenfertigstellung zu einer Sackgasse mit Wendehammer und Zuwegung zu der Parkplatzanlage werden soll.

Petra Dreu

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