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Stormarn Aufklärungskampagne: Bewegung bei Krebs
Lokales Stormarn Aufklärungskampagne: Bewegung bei Krebs
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20:44 13.11.2017
Anke Gebert von der Sparkasse Holstein und Katharina Papke von der Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein sammeln für ein neues Projekt. Quelle: Foto: Matzen
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Bad Oldesloe

In jedem Jahr erkranken in Stormarn rund 1500 Menschen an Krebs. Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten und ihre Angehörigen zu unterstützen. Ein neuer Baustein im Angebot der Gesellschaft ist das Projekt „Sport- und Bewegungstherapie in der Onkologie“.

„Mit diesem neuen Projekt möchten wir Krebspatienten dabei unterstützen, nach ihrer Erkrankung zurück zur Bewegung, Stärke und einem besseren körperlichen Gefühl zu finden“, sagt Katharina Papke, Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. Ein erster Schritt dafür ist eine Spendenaktion auf der IB.SH-Online-Plattform „Wir bewegen.SH“, die von der Sparkasse Holstein unterstützt wird und den ganzen Monat November läuft. „Unser Spendenziel sind 15 000 Euro. Mit dem Geld, das wir sammeln, wollen wir ein Informationsheft zur Bewegungstherapie für Krebspatienten auf den Weg bringen“, sagt Papke. Der UKSH-Sportwissenschaftler Dr. Thorsten Schmidt wird in dem Heft mögliche Therapiekonzepte vorstellen und motivieren, an einem Bewegungsangebot teilzunehmen. Neben Bewegungsempfehlungen werden in dem Heft alle Kontakte zu Vereinen und Institutionen aufgeführt sein, die Bewegungsangebote speziell für Krebspatienten in Schleswig-Holstein anbieten. „Idealerweise sollen so viele Betroffene wie möglich den Ratgeber in die Hand bekommen, um sich dem Thema Bewegung zu nähern“, so Papke.

Viele Krebspatienten seien unendlich müde und kraftlos, hätten Kribbeln in den Armen und Beinen – mit Bewegung und speziell abgestimmten Sportangeboten könnten sie diese Probleme in den Griff bekommen, ist die Geschäftsführerin der Krebsgesellschaft überzeugt. Wichtig sei es auch, die Betroffenen aus ihrer Passivität zu holen. Papke: „Früher wurde Krebspatienten Schonung verordnet. Aber heute weiß man: Mit Krebs muss man nicht zu Hause bleiben. Wer spazieren geht, mit den Enkeln spielt oder einer angemessenen körperlichen Aktivität nachgeht, profitiert davon.“ Das helfe, die Schockstarre zu überwinden und neue Kraft zu tanken. Das belegen auch viele Studien. Wichtig ist nur: wer sich als Krebspatient bewegen oder Sport treiben möchte, sollte zunächst Rücksprache mit seinem Arzt halten.

Spätestens nach den Sommerferien 2018 soll die Broschüre über „Sport- und Bewegungstherapie in der Onkologie“ fertig gestellt sein. Die Sparkasse Holstein unterstützt das Projekt mit einer Anschubfinanzierung. „Das Thema Gesundheit und vor allem auch die Gesundheitsvorsorge wird immer wichtiger. Das haben auch wir als Sparkasse erkannt, daher fördern wir viele Projekte in diesem Bereich“, sagt Anke Gebert, Beraterin im Heilberufe-Center der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe. Die Sparkasse sei seit vielen Jahren Partner der Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein. „Wir haben schon viele Projekte umgesetzt wie beispielsweise den SunPass, die Hautkrebsprävention in Kindertagesstätten, und unterstützen auch das neue Vorhaben sehr gerne“, erläutert Gebert. Die Sparkasse Holstein sei zudem Premium-Partner der Spendenplattform „Wir bewegen.SH“.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), die die Spendenplattform im Auftrag des Landes betreibt, unterstützt das Spendenprojekt der Krebsgesellschaft ebenfalls. Plattform-Managerin Jana Möglich: „Wir werben bei Veranstaltungen für das Spendenvorhaben, versorgen die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft mit Werbemitteln und weisen in unseren Social Media-Kanälen auf das Projekt hin.“

Aktuell seien 1025 Euro zusammengekommen, informiert Papke. Anke Gebert hofft bei den Ärzten und Apothekern, die sie für die Sparkasse betreut, noch auf ordentlich Unterstützung. „Wir freuen uns über jede Spende, auch wenn es nur ein paar Euro sind“, sagt Papke.

Internet: Den Spendenaufruf findet man unter www.wir-bewegen.sh/project/bewegung-mit-krebs-in-schleswig-holstein

Von Britta Matzen

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