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Stormarn Ausbildungen wieder hoch im Kurs
Lokales Stormarn Ausbildungen wieder hoch im Kurs
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10:20 22.08.2017
Annika Juckel (links) und Christina Deren beim Erholen in Lloret de Mar. Inzwischen sind die beiden Freundinnen eifrig dabei, ihre berufliche Zukunft in Angriff zu nehmen. Quelle: Fotos: Freundt (1)/hfr
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Bad Oldesloe

Anfang Juli war er geschafft: der Schulabschluss. Dann war erst mal Erholung angesagt. Doch wie geht es nun weiter? Die LN fragten nach bei verschiedenen Jugendlichen.

 

Lasse Matzick (16) macht seit dem 1. August eine Ausbildung im Bereich Heizung und Sanitär – und wird dabei selbst solche Heizkessel einbauen.
Mika Cornelsen in „Ausgehkleidung“ beim Abiball. Ab September beginnt er eine Ausbildung zum Finanzwirt – und wird dann auch ein Hemd tragen müssen.

AEine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik bei Freundt Heizungsbau hat Lasse Matzick am 1. August angefangen. „Ich wollte immer schon etwas Handwerkliches machen“, erklärt der 16-Jährige. „Das Handwerk wird heutzutage viel zu wenig wertgeschätzt, dabei ist das doch etwas Gutes“, betont der Oldesloer und hat sich deshalb direkt nach seinem Mittleren Bildungsabschluss in diesem Zweig beworben.

 Außer Arbeitsschuhen musste Lasse nichts vorher besorgen. „Die hab ich dann aber direkt in der freien Zeit zwischen Schule und Ausbildungsbeginn eingeweiht beim Bau einer Gartenhütte und musste sie daher jetzt noch einmal gründlich putzen.“ Nach nun knapp einer Woche in dem handwerklichen Betrieb ist der Jugendgruppenleiter der Feuerwehr ganz begeistert. Etwas Bammel hat Lasse nur davor, dass er etwas nicht gleich so hinbekommt wie gewünscht.

AMika Cornelsen ist derzeit noch am Chillen, macht Tagesausflüge und trifft sich mit Freunden, da seine Ausbildung zum Finanzwirt im öffentlichen Dienst bei der Finanzbehörde Hamburg erst am 1. September beginnt. „Was genau auf mich zukommt, weiß ich noch nicht, aber da mich Steuerrecht schon immer interessiert hat, wird es mir sicher gefallen“, ist sich der 18-jährige Reinfelder sicher. Wie es dann nach der zweijährigen Lehrzeit weitergeht, entscheidet Mika erst, wenn es so weit ist: „Wenn ich übernommen werde, habe ich einen relativ sicheren Job mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten, da ich dann verbeamtet werde“, hat sich der frischgebackene Abiturient bereits schlau gemacht. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit des weiterführenden Studiums zum Diplom-Finanzwirt, welches drei Jahre dauert.

ADirekt nach dem Abi reisten die Freundinnen Annika Juckel und Christina Deren mit dem halben Abschlussjahrgang erst mal zum Feiern ins Spanische Lloret de Mar.

Beruflich gehen die beiden 18-Jährigen aber unterschiedliche Wege: „Chrissie“ ist sich noch unsicher, ob Lehre oder Studium und wird deshalb zunächst ein „Pausejahr“ einlegen. Nur auf der faulen Haut liegen, ist dabei jedoch nicht angesagt: „Ich habe einen Job, um mir etwas dazu zu verdienen.“ Da das geplante Langzeitpraktikum bei einer Bank nicht geklappt hat – „Banken bieten das über solch einen langen Zeitraum nicht an“ – wird sie sich jetzt bei „Work in Germany“ bewerben; einem Projekt, bei dem man in vier verschiedenen Firmen jeweils für drei Monate ein Praktikum absolviert. Erst danach wird Christina dann entscheiden, ob sie eine Ausbildung mit eventuell anschließendem BWL-Studium beginnt oder direkt an die Uni geht. Aktuell freut „Chrissie“ sich erst einmal auf einen Urlaub mit ihrem Freund über ihren Geburtstag.

AAnnika indes kommt gerade vom Kreta-Urlaub zurück und wird nun überlegen, welchen Studienplatz sie annehmen wird: den für Internationales Tourismusmanagement in Heide oder den für BWL an der HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) Hamburg. „Vermutlich wird es Hamburg sein, weil ich dann weiterhin zu Hause wohnen kann“, so die Oldesloerin. Sie ist damit von den vier Befragten die einzige, die ein Studium anstrebt.

 SF

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