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Stormarn Ausstellung im Museum: Reinfeld und seine wilde Kneipenszene
Lokales Stormarn Ausstellung im Museum: Reinfeld und seine wilde Kneipenszene
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21:46 11.04.2017
Auch ganz spezielle Getränke wurden früher gemixt.
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Reinfeld

Wer kennt sie noch: Die Gaststätte „Zum blutigen Knochen“ oder die Wirte Backen-Paul und Flossen Fritz? Die Gaststätte „Zum blutigen Knochen“ war zu damaliger Zeit ein kerniger Spitzname für das bis heute bestehende Forsthaus Bolande und umschreibt, dass dort in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts am Wochenende unterschiedliche Weltanschauungen unter jungen Männern auch handfest ausgetragen wurden. Zu diesem Thema gibt es jetzt eine große Sonderausstellung im Heimatmuseum in Reinfeld. Sie wird am Sonntag, 23. April, eröffnet.

Wer kennt sie noch: Die Gaststätte „Zum blutigen Knochen“ oder die Wirte Backen-Paul und Flossen Fritz?

Viele Geschichten ranken sich um die Gaststätten und Kneipen in der Stadt. Anja Rademacher und ihr Team vom Heimatmuseum Reinfeld haben die diesjährige Sonderausstellung diesem Thema gewidmet. „Ein ehemaliger Reinfelder, der seit den 60er Jahren in Finnland lebt und das Kneipenleben in Reinfeld ausgiebig erlebt hat, kommt jedes Jahr wieder nach Reinfeld und besucht dann regelmäßig auch das Heimatmuseum. Er gab mir die Anregung zu dieser Sonderausstellung, weil er so lebhaft aus dieser Zeit erzählen kann“, erklärt Museumsleiterin Anja Rademacher.

Die Vorbereitungen zu dieser Ausstellung machten dem Museumsteam unheimlich viel Spaß und haben ergeben, dass Reinfeld eine vielfältige und beachtliche Kneipenszene zu bieten hatte.

Viele kennen noch die Milchbar. Aber beim Nordpol wird es schon stiller. Und nicht von allen Gaststätten sind Exponate erhalten. So sind vom Goldenen Bären und vom Loxodrome außer den Namen nichts geblieben. Das Museumsteam würde sich deshalb sehr freuen, wenn es Personen gäbe, die vielleicht noch etwas zu dieser Ausstellung beitragen können. Das könnten Fotos, Postkarten, Speisekarten oder auch eine Geschichte sein, die mit dieser Gaststätte in Verbindung steht.

Beim Besuch dieser Ausstellung fließt ein edles Gebräu nur in geringen Mengen, aber es werden massenweise Erinnerungen sprudeln an die Zeit, in der man sich noch nach der Arbeit mit Kollegen und Freunden in der Schänke traf, um über dies und das zu schnacken. Und auch so manche Liebe begann in einem Lokal.

Schau läuft bis Ende des Jahres

Die Ausstellung im städtischen Heimatmuseum, Neuer Garten 9, wird am Sonntag, 23. April, um 10.30 Uhr von Bürgermeister Heiko Gerstmann eröffnet. Sie ist anschließend bis zum Ende des Jahres regelmäßig sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet (nicht an gesetzlichen Feiertagen). Und auch bei der Kulturnacht am 8. Juli wird das Museum geöffnet sein sowie für Gruppen nach Vereinbarung unter Telefon 04533/2073457. Der Eintritt ist frei.

LN

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