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Stormarn Auto kracht in Lkw - Fahrer lebensgefährlich verletzt
Lokales Stormarn Auto kracht in Lkw - Fahrer lebensgefährlich verletzt
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21:18 09.05.2016
Das Auto krachte ungebremst in den Lastwagen, der Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Quelle: jeb
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Bargteheide

Ein 44-jähriger Autofahrer aus Reinfeld ist gestern Morgen auf der Autobahn 1 Richtung Süden kurz vor dem Autobahnkreuz Bargteheide lebensgefährlich verletzt worden. Offenbar hatte sich aufgrund einer Baustelle bei Großhansdorf ein Stau gebildet, dessen Ende der Mann übersah.

Auf der A 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide hat es heute Morgen einen schweren Unfall gegeben. Ein Auto krachte ungebremst in einen Lkw.

Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei war der 44-Jährige auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs, wo ein Rückstau entstanden war. Vor dem Unfallfahrer war ein 38-jähriger Trucker mit einem Sattelzug unterwegs. Der Fahrer hatte wegen des Staus bereits die Warnblinkanlage eingeschaltet. Doch das hatte der Unfallfahrer offenbar nicht bemerkt.

„Ich kann nicht sagen, ob der Ford Mondeo schon länger hinter mir fuhr oder ob er kurz vor dem Aufprall erst die Spur gewechselt hat“, sagte der Trucker den LN. Der Mondeo krachte ungebremst auf den 40-Tonner. Dabei schob sich sein Kombi bis zur Frontscheibe unter den Sattelzug. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurde das Dach des Kombis wie eine Sardinenbüchse aufgeschnitten. „Ich habe nur einen Knall gehört und einen kleinen Ruck verspürt“, erzählt der Trucker.

Nachdem sich zunächst der Rettungsdienst noch im Wrack um den Schwerverletzten kümmerte, landete der Rettungshubschrauber Christoph 29 auf der Autobahn. Der Notarzt des Hubschraubers entschied, den Mann sofort aus dem Auto zu retten und im Rettungswagen weiterzubehandeln.

Einsatzkräfte der Feuerwehr zogen den Mann daraufhin durch die Fahrertür aus dem Auto. Da der Fahrer nicht eingeklemmt war, mussten die Feuerwehrmänner aus Bad Oldesloe auch kein hydraulisches Rettungsgerät einsetzen. Der Mann wurde schließlich mit dem Rettungswagen unter Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht. Der Hubschrauber startete nur kurze Zeit später und flog hinterher Richtung Klinik.

Der rechte Fahrstreifen war auf einer Länge von gut 50 Metern komplett mit Öl und Kraftstoff verunreinigt und musste von einer Spezialfirma gereinigt werden. Während der Verkehr über zwei Fahrspuren an der Unfallstelle vorbeigeführt wurde, gab die Polizei den rechten Fahrstreifen erst nach mehr als zwei Stunden wieder frei. Während der etwa halbstündigen Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Süden hatte sich vorher der Verkehr auf einer Länge von etwa zehn Kilometern gestaut.

Die Baustelle, die gestern den Stau auslöste, existiert seit einer Woche. An der Stelle setzt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr derzeit eine Fußgängerbrücke über der A 1 zwischen Großhansdorf und Hoisdorf instand. Sie ist noch bis Juni gesperrt.

Auf der Autobahn wird für die Dauer der Bauarbeiten je ein Fahrstreifen in beide Richtungen gesperrt. Fußgänger können die Brücke „Hoisdorfer Landstraße“ etwas weiter südlich nutzen, um die A 1 zu überqueren.

Von Jens Burmester

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