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Axel Strehl führt jetzt den Dehoga Schleswig-Holstein

Ahrensburg Axel Strehl führt jetzt den Dehoga Schleswig-Holstein

Der Ahrensburger Restaurantbesitzer löst Peter Bartsch als Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Kiel ab.

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Axel Strehl, der neue Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Schleswig-Holstein, bleibt Stormarn erhalten.

Quelle: kks

Ahrensburg. Eins ist sicher: Auch wenn Axel Strehl aus Ahrensburg als Präsident jetzt Stimme und Motorteil des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Schleswig-Holstein ist, so bleibt die Entwicklung des Tourismus in Stormarn doch in seiner Hand. Und natürlich in den Händen des Tourismusmanagements im Kreis Herzogtum Lauenburg, das künftig für den Kreis Stormarn arbeitet.

Letztlich ist es nämlich Strehl zu verdanken, dass der weiße Fleck, den Stormarn touristisch noch vor sieben Jahren auf der Schleswig-Holstein Karte hatte, jetzt bunt geworden ist. Im Kreis kommt der Tourismus ins Laufen. Dass Stormarn jetzt mit Ratzeburg verknüpft ist, sei nur folgerichtig. „Das ist ein funktionierendes Tourismusbüro. Wir müssen nur aufpassen, dass wir unsere Eigenständigkeit bewahren“, so Strehl.

Der freut sich auf seine neue Aufgabe als Präsident und will doch Stormarn nicht aus den Augen verlieren. Nicht zuletzt auch deshalb, weil hier sein Restaurant Strehl liegt, das er seit 1988 führt.

Die Wahl zum Präsidenten ist so etwas wie ein Ritterschlag für den Gastronomen. Seit 27 Jahren ist Strehl Mitglied im Dehoga Schleswig-Holstein, seit 25 in unterschiedlichen Positionen aktiv. „Die vergangenen zehn Jahre habe ich im Landesverband mitgearbeitet, die vergangenen drei Jahre davon als Vize-Präsident.“ Sein Fachbereich, wen wunderts: die Gastronomie, mit ihren Kneipen, Diskotheken und Restaurants. Unter anderem gehörte die Vorbereitung der Grünen Woche in Berlin zu seinen Aufgaben — die Schleswig-Holstein-Halle musste entsprechend bespielt werden. Der Gastronomiefachmann leitete zudem den Tarifausschuss.

Und jetzt, als Präsident? „Da habe ich den Vorteil, dass ich die Aufgaben verteilen kann“, sagt der gelernte Koch, der in der Fischerklause in Lütjensee ausgebildet wurde. Spaß beiseite — Strehl ist als Präsident angetreten, für die Interessen der Mitglieder einzutreten, für ihre Interessen zu kämpfen und den Stellenwert der Dehoga als Berufsorganisation zu stärken. „Ich weiß, was mich erwartet“, erklärt er. Und weiß, dass er auch die Zeit dafür hat. Denn dienstags und mittwochs ist sein Restaurant geschlossen, es sei denn, Gesellschaften melden sich an. Er hat also den Rücken frei. Den Rücken frei, um mehr Gäste und Urlauber nach Schleswig-Holstein zu locken, um über den Mindestlohn zu diskutieren, um zu überlegen, wie junge Menschen als Auszubildende gewonnen werden könnten.

Nicht zu vergessen die Ideenfindung für den Tourismus in seinem Heimatkreis: „Wir müssen Pakete schaffen, die buchbar sind“, meint der 51-Jährige. Schlosspakete mit Hotelübernachtung, Golf- oder Kulturpakete. Eins ist sicher: „Da geht noch einiges.“

Stellvertreter rückt auf den Chefsessel
Es war eigentlich ganz klar: Dirk Steenbock, Inhaber des Braaker Kruges in Braak, war sechs Jahre Stellvertreter des Vorsitzenden Axel Strehl im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Kreisverband Stormarn. Jetzt, wo Strehl dem Ruf nach Kiel gefolgt ist, folgt Steenbock auf den Chefsesel der Stormarner. Das Stühlerücken geht noch weiter: Nachfolger für Steenbock, in seiner Funktion als Leiter des Ortsverein Südstormarn, wird der Chef des Restaurants Klassenzimmer in Hammoor, Björn Stieper.
Steenbock führt einen alteingesessen Familienbetrieb. Den Braaker Krug gibt es seit 277 Jahren. Es ist also der Klassiker — ihm wurde der Beruf in die Wiege gelegt. „Mit elf Jahren habe ich bei einem Ball zum ersten Mal hinter der Sektbar gestanden“, erinnert sich der 51-jährige Hotelbetreiber. Die Zeit der Bälle ist auch im Braaker Krug lange vorbei, die Menschen kommen aber immer wieder gerne zum Essen, kommen, um Familienfeste zu feiern. „Ich habe fünf Angestellte und auch Aushilfen“, erklärt Steenbock. Große Unterstützung kommt von der Familie. Mutter Gisela ist noch aktiv, Ehefrau Christine arbeitet mit. Die Zukunft scheint klar: Sohn Jan macht gerade eine Ausbildung zum Koch, könnte also den Familienbetrieb übernehmen. Tochter Sandra geht noch zur Schule.
Dirk Steenbock, ein eingefleischter FC St.-Pauli-Fan, hat im Hotel Reichshof in Hamburg seine Lehre als Restaurantfachmann absolviert und später seinen Betriebswirt auf der Hotelfachschule gemacht.
Das ist 26 Jahre her. „Nachdem ich die Hotelfachschule besucht hatte, bin ich in den Kreisverband der Dehoga eingetreten“, erinnert sich der Gastronom. „Als zweiter Schriftwart habe ich angefangen“, dann wurde er Schriftwart und die vergangenen sechs Jahre Strehls Stellvertreter.
Große Rosinen hat Steenbock nicht im Kopf. Die Tourismusentwicklung im Kreis Stormarn bleibt bei Axel Strehl.
Der habe es angeschoben und sei im Thema. Hauptaugenmerk bleibt „Stormarn tischt auf“. Die Vorbereitungen für dieses Jahr laufen. Und 2015 soll „Stormarn kocht auf“ wieder für Gourmetfreuden sorgen. „Diese Sachen laufen gut.“ Schlecht findet er gerade die Idee der Grünen, Autofahren nur mit 0,0 Prozent zu erlauben. „Das ist unmöglich, da kann die Gastronomie nicht mit leben. 0,5 Prozent sind ok. Denn zu jedem guten Essen gehört ein Glas Wein oder ein Bier.“
Kuhlmann-Schultz
Wichtig für den Tourismus
Der Dehoga-Landesverband sitzt in Kiel und hat 17 Kreis- und über 40 Ortsverbände. In der Hamburger Chaussee arbeiten zwei Geschäftsführer und fünf Bürokräfte.



Das schleswig-holsteinische Hotel- und Gaststättengewerbe beschäftigt in rund 9500 Betrieben mehr als 80 000 Frauen und Männer. Schleswig-Holsteins Gastgewerbe ist der Hauptträger des Tourismus, von dem direkt und indirekt etwa jeder fünfte Schleswig-Holsteiner lebt, so die Dehoga.

K. Kerstin Kuhlmann-Schultz

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