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Stormarn Vater des erschossenen Obdachlosen nimmt Beamten in Schutz
Lokales Stormarn Vater des erschossenen Obdachlosen nimmt Beamten in Schutz
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10:43 12.10.2018
Immer mehr Blumen werden in der Oldesloer Schützenstraße abgelegt, wo am 7. 10. 2018 ein Obdachloser durch einen Polizeischuss getötet wurde. Quelle: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Im Fall des von einem Polizisten erschossenen Obdachlosen in Bad Oldesloe nimmt der Vater des Opfers den Beamten in Schutz. „Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich Ihren Einsatz am 7. Oktober nicht verurteile und auch keine Schuldzuweisung tätigen möchte“, schrieb er in einem offenen Brief, über den das „Flensburger Tageblatt“ am Freitag berichtete.

Im Gespräch mit der Zeitung sagte der Vater: „Ich will nicht, dass der Beamte in irgendeiner Form angeklagt wird.“ Er wünsche sich, dass der Polizist wieder auf die Beine komme, sagte der Vater. Er selbst habe schon vor vielen Jahren den Kontakt zu seinem Sohn verloren.

Tödliche Schüsse in Bad Oldesloe: Nach dem ein junger Obdachloser von einem Polizisten erschossen worden ist, laufen die Ermittlungen zu dem Fall.

Robin L. war psychisch krank

Der 21-Jährige war am Sonntag bei einem Polizeieinsatz von zwei Kugeln aus einer Dienstwaffe getroffen und tödlich verletzt worden. Zuvor soll der psychisch kranke Mann die Beamten massiv mit einem Messer bedroht haben.

Etwa 100 Menschen hatten sich am Mittwochabend vor dem Gänselieselbrunnen auf dem Marktplatz von Bad Oldesloe versammelt. Gemeinsam zogen sie nach einer kurzen Ansprache von den Organisatoren des Marsches, Hendrik Holtz (Linke) und Dr. Hartmut Jokisch (Grüne) zu dem Ort, an dem der junge Obdachlose Robin L. am Sonntag zu Tode gekommen war

Tödlicher Polizeieinsatz in Bad Oldesloe: Die LN berichteten zum Thema

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9. Oktober: Warum musste Robin L. (21) sterben?

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dpa/RND

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