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Stormarn Bad Oldesloe: Wechsel an der SPD-Fraktionsspitze
Lokales Stormarn Bad Oldesloe: Wechsel an der SPD-Fraktionsspitze
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21:12 28.09.2016
Eingespieltes Team: Maria Herrmann gibt den SPD-Fraktionsvorsitz an Björn Wahnfried ab. Quelle: dvd
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Bad Oldesloe

Die Oldesloer Stadtverordnete Maria Herrmann hat ihr Amt als SPD-Fraktionsvorsitzende niedergelegt. Zum Nachfolger wurde Björn Wahnfried bestimmt. Der Diplomfinanzwirt ist seit 2008 Stadtverordneter und damit genauso lange wie seine Vorgängerin. Die Funktion als Leiter des Finanzausschusses will Wahnfried beibehalten.

Schon Anfang des Jahres, lange vor der Bürgermeisterwahl, sei ihr klargeworden, dass sie eine Veränderung brauche, begründete Maria Herrmann ihren Schritt. Da habe sie beschlossen, definitiv aufzuhören, egal wie die Wahl ausfallen würde. Überdies habe sie fünf Jahre lang Fraktionsarbeit geleistet, nun müssten einmal die Jüngeren ran. Außenstehenden sei oft nicht bewusst, wieviel Engagement damit verknüpft sei. „Wenn ich eine Fraktionssitzung leiten soll, muss ich in allen Themen firm sein. Ich war deshalb relativ viel in anderen Ausschüssen, habe an Haushaltsberatungen teilgenommen, um alles besser zu durchblicken“, sagte Herrmann. Zudem habe sie oft selbst Informationen aufbereitet und in die Verwaltung getragen wie beim geplanten Radhaus. Mitglied der Fraktion bleibe sie aber.

Ganz freimütig gibt Marian Herrmann zu, dass ihr das Diplomatische nicht so liege. „Ich rede gern Klartext. Alles andere strengt mich an“, erklärt sie und verweist darauf, dass Wahnfried eher die Stärke besitze, Ruhe zu bewahren. „Ich bin weniger direkt, das ist gewiss. Aber wir stehen für dieselben Dinge“, sagte der neue Fraktionschef. Seine Devise sei es, den Argumenten der anderen genau zu folgen, denn Sachverhalte seien oftmals viel komplizierter und differenzierter als manch einer glaube. „Deshalb verfangen populistische Aussagen ja so gut, weil die Leute den Hintergrund nicht kennen“, sagt Wahnfried. Diesen Vorwurf müsse sich die SPD-Fraktion nicht machen lassen, da sie sich eingehend mit der jeweiligen Materie befasse.

Zu den großen Themen, die es in Zukunft zu bewältigen gilt, zählt Wahnfried zunächst den Haushalt der Stadt. Er machte aber deutlich, dass er nicht in jeder Beziehung den Rotstift für angemessen hält. Für die Sanierung von stadteigenen Gebäuden wie etwa der alten Volkshochschule in der Königstraße müsse schon Geld in die Hand genommen werden. Sonst laufe die Stadt Gefahr, alles kaputtzusparen. Wichtig sei aber auch, dass die Integration der Flüchtlinge gelinge und die Ehrenamtlichen, die „wahnsinnig viel leisten“, Unterstützung bekommen. Deshalb müsse eine Anlaufstelle für sie geschaffen werden.

Nicht zuletzt betrachtet die SPD-Fraktion es als vordringliche Aufgabe, politische Weichen für einen sozial verträglichen Wohnungsbau zu stellen. Mit der Bindung, dass am alten VHS-Standort zu 30 Prozent sozialer Wohnungsbau betrieben werden solle, sei schon ein Zeichen gesetzt, sagte Herrmann. Der Bedarf liege aber höher, sagte Wahnfried. Er schätzt, dass 1000 erschwingliche Wohnungen gebraucht werden.

 dvd

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