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Stormarn Bad Oldesloe stärkt die Partnerschaften
Lokales Stormarn Bad Oldesloe stärkt die Partnerschaften
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21:55 23.09.2016
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Bad Oldesloe

Einen besonderen Geburtstag gilt es im kommenden Jahr zu feiern: Ganze 30 Jahre währt die Freundschaft zwischen Bad Oldesloe und dem israelischen Beer Yaacov nun schon. Um die Bande weiter zu festigen, ist nicht nur ein Besuch in der Partnerstadt geplant. Auch mit anderen Aktivitäten soll das Ereignis gewürdigt werden.

 

Dr. Hartmut Jokisch

Als Vorsitzender des Freundeskreises legte Dr. Hartmut Jokisch im Hauptausschuss dar, dass eines der Hauptziele der Partnerschaft ja die Begegnung von Jugendlichen sei. Und da der jüngste Austausch schon länger zurückliege, solle es nun 2017 wieder einen geben.

Laut Jokisch stellt der Bund einen Teil der Mittel bereit. Der Zuschuss, der noch von der Stadt benötigt wird, beläuft sich auf 10000 Euro. Für einen Austausch der Chöre aus den Partnerstädten sind 6000 Euro veranschlagt und für eine Jubiläumsfeier 4000 Euro. Mit der Finanzierung dieser Posten erklärten sich die Ausschussmitglieder vorbehaltlich einer genaueren Aufschlüsselung der Kosten einverstanden, lehnten es aber ab, den Flug des neuen Bürgermeisters nach Israel zu bezahlen. Der Besuch in Beer Yaacov steht kurz vor dem Pessach auf dem Programm, einem der wichtigsten jüdischen Feste.

Mit 1300 Euro fallen die Zuweisungen zur Pflege der Partners chaften mit den anderen Städten Kolberg und Olivet aus, da die Bündnisse in diesem Jahr ausgiebig gefeiert wurden.

Auch für die ganz frisch besiegelte Freundschaft mit dem palästinensischen Jifna bat Jokisch um Unterstützung, wenngleich der Anlass ganz anders geartet ist. Er bat um einen Zuschuss von 5000 Euro für den Bau einer Abwasseranlage, da die Einwohner von Jifna akute Probleme mit verschmutztem Trinkwasser haben. „Die einzige Quelle ist wie eine Kloake vergiftet“, sagte Jokisch und fügte hinzu:

„Maria soll dort auf ihrem Weg von Nazareth nach Jerusalem vorbeigekommen sein.“

Auf den Einwand von CDU-Fraktionschef Horst Möller, das Engagement sei zwar löblich, aber vom Grunde her handele es sich um Entwicklungshilfe, erklärte Jokisch, dass es sich in der Tat um ein solches Projekt handele, das aber speziell auf Städtepartnerschaften ausgerichtet sei. Die Organisation Global Engagement finanziere den Ausbau der Abwasseranlagen mit einem zehnstelligen Betrag, wenn die jeweilige Partnerstadt den Eigenanteil leiste. Stadtwerkeleiter Jürgen Fahl habe die Pläne begutachtet und sie als solide bewertet.

„Hier können wir mit wenig Mitteln viel bewegen. Was für ein anderes Zeichen der Freundschaft könnte es geben?“, sagte Hendrik Holtz (Linke). Bei sechs Ja-Stimmen, vier Ablehnungen und einer Enthaltung sprach sich die Mehrheit für die Spende aus.

 dvd

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