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Stormarn Bad Oldesloer Hallenbad: Sanierung wird noch teurer
Lokales Stormarn Bad Oldesloer Hallenbad: Sanierung wird noch teurer
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00:00 24.10.2012
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Stormarn

Ein Fass ohne Boden wird es wohl nicht, dennoch wird die Sanierung des Bad Oldesloer Hallenbades wesentlich teurer als erwartet. „Wir liegen jetzt ungefähr 750 000 Euro drüber“, erklärt der Leiter der Stadtwerke Bad Oldesloe, Jürgen Fahl. Ursprünglich sollte die Sanierung des alten Bades am Konrad-Adenauer-Ring 6,8 Millionen Euro kosten. Ursprünglich sollte das Bad aber auch bereits diesen Sommer wieder eröffnet werden. Aber „ein Umbau im Bestand ist immer schwierig“. Ob es bei der Dreiviertelmillion an Mehrkosten bleibt, ist fraglich, „es sind noch nicht alle Leistungen ausgeschrieben“.

Fahl hofft, dass im Frühjahr kommenden Jahres endlich die Eröffnung des sanierten Hallenbades gefeiert werden kann und dann die Zeit der bösen Überraschungen endlich vorbei ist. Der Einsatz des Kampfmittelräumdienstes, Giftstoffe in den alten Umkleiden, eine undichte Betondecke im alten Eingangsbereich, die auch noch korridiert ist: Die Schreckensmeldungen rissen in den vergangenen Monaten nicht ab. „Im Innenbereich hatten wir Wände, die wir gerne erhalten wollten, die aber überhaupt nicht mehr standsicher waren“, erinnert sich Fahl an die vielen zusätzlichen kleinen Baustellen, die für Zeitverzögerung und natürlich Mehrkosten sorgen. „Die Wände haben wir abgebrochen und neu gebaut.“

Der Stadtwerkeleiter verweist aber auch darauf, dass das Hallenbad schon immer ein schwieriges Bauwerk gewesen sei. Zum Beispiel im Bereich der Statik. „Das haben wir mit bereinigt.“ Aktuell gilt seine Sorge dem Dach. Es geht nicht so voran wie geplant: „Beim Dachaufbau gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Bauherrn, dem Planer und der ausführenden Firma“, erklärt Fahl. Die Holzelemente seien drauf, die Dampfsperre – sie verhindert, dass feuchte Luft aus der Schwimmhalle von unten in die Dämmung eintritt und große Blasen wirft, die die Dämmung zerstören – ebenfalls. Jetzt ginge es um die Dachdämmung und die Dichtung. Nur das Wie ist die Frage, die derzeit diskutiert wird. Gleichwohl, der Stadtwerkeleiter hofft, das „wir das Dach noch in diesem Herbst fertig bekommen“.

Davon unabhängig sind die Arbeiten, die im Inneren des Hallenbades durchgeführt werden. „Innen ist schon so einiges passiert“, präsentiert der Ingenieur auf der Baustelle zum Beispiel die künftigen Umkleiden. Ein paar Schritte weiter der Duschbereich, auch hier mittlerweile unverkennbar, dass hier später die Brausen rauschen werden. Demnächst wird auch das riesige Gerüst abmontiert, das im Inneren des Hallenbades aufgebaut wurde. Im Keller dreht sich alles um die neue Badewasser- und Klimatechnik sowie die Heizung.

„Hier wird überall gearbeitet, es gibt keine Oldesloer Elbphilharmonie“, nimmt Jürgen Fahl die Diskussion auf, die in der Stadt geführt wird. „Hier gibt es keinen Baustillstand wie in Hamburg“, erklärt er. „Der Vergleich ist nicht zutreffend.“

Der Stadtwerkeleiter bedauert, dass die Situation für die Vereine, für die Schulen und schwimmbegeisterten Bürger schon so lange schwierig ist. Er hofft aber, im Frühjahr kommenden Jahres tatsächlich das sanierte Hallenbad präsentieren zu können.

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