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Stormarn Bar und Bäcker bereichern Oldesloer Innenstadt
Lokales Stormarn Bar und Bäcker bereichern Oldesloer Innenstadt
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17:01 11.01.2019
Freuen sich schon auf die Eröffnung der Bar „Laurent“ in Bad Oldesloe: Inhaber Alessio Zagari (r.) und Barkeeper Samuel Huwe. Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen
Bad Oldesloe

Die Oldesloer Innenstadt verändert sich fortwährend. Einige Geschäfte verschwinden von der Bildfläche, andere treten an ihre Stelle. Neues Leben zieht etwa in eine der seit Monaten leer stehenden Filiale der Bäckerei Schmidt ein. Außerdem gibt es bald ein ganz neues gastronomisches Angebot in der Stadt. Die Betreiber des Café Laurent eröffnen eine Bar in der einstigen Gaststätte „Alten Mühle“.

Kiloweise Bauschutt und kaputte Kabel

Alessio Zagari hatte das Lokal von Fußballidol Harry Struppek und Ehefrau Ute übernommen und im vergangenen halben Jahr von Grund auf sanieren lassen. Wie viele Kilo Bauschutt, wie viele Meter kaputtes Kabel und anderes marodes Material anfiel, vermag der Laurent-Chef gar nicht mehr zu sagen. Doch es werden große Mengen gewesen sein. Denn die mit Schilfrohr ausstaffierten Holzdecken entsprachen genauso wenig modernen Standards wie die Böden oder die Toiletten, die der Besucher zuvor nur über den Gang ins Freie erreichte. Zudem mussten die gesamte Elektrik und die Gasleitung neu verlegt werden.

Stylische Bar mit nostalgischem Flair

Die Rosskur hat sich gelohnt. Entstanden ist eine stylische Bar, so wie Bad Oldesloe sie noch nicht gesehen hat. Eine beleuchtete Sprossenfensterwand erzeugt die Illusion, geradezu auf die New Yorker Skyline zu blicken. Der davor hängende glamouröse Kronleuchter erinnert an festlich erleuchtete Ballsäle, taucht den Gastraum aber dennoch in ein warmes Licht. Auch für die Gestaltung der Wände hat sich Alessio Zagari etwas Besonderes einfallen lassen. Gleich am Eingang verleihen ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Fotos dem Raum etwas Nostalgisches in Anspielung auf die Zeit des Film Noirs der 50er Jahre.

„Nach 22 Uhr ist die Innenstadt ja tot. Das wollen wir ändern“, kündigt Zagari an. Schließlich müssten die Oldesloer doch die Möglichkeit bekommen, nach dem Besuch des Kultur- und KuBs oder bei anderen Gelegenheiten auch später beisammen sitzen zu können. Lange wird es wohl auch nicht mehr dauern, bis die ersten Gäste in der „Bar Laurent“ ihre Drinks einnehmen können. „Ich denke, dass wir in der kommenden Woche die Konzession bekommen, dann werden wir öffnen“, sagt der Gastronom. Eine große Einweihungsparty werde es dann Anfang Februar geben. Hinter dem Tresen schwingt Samuel Huwe das Zepter beziehungsweise schüttelt den Shaker. Der Barkeeper serviert selbst kreierte Cocktails mit Show-Effekt. Der 24-Jährige hat bereits in Hamburger Bars, aber auch in Ahrensburg gearbeitet.

Bäckerei öffnet Mitte Februar

Filialleiterin Inga Moldenhauer sowie Bäcker Hans-Jürgen Tackmann und Töchter Marthe und Janne (v.l.) Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen

„Die Innenstadt von Bad Oldesloe macht noch einen sehr guten Eindruck. Das ist längst nicht mehr überall so. In anderen Städten entstehen riesige Center, so dass kleine Geschäfte kaum noch eine Chance haben“, lobt Bäcker Hans-Jürgen Tackmann die Einkaufsstraße in der Kreisstadt. Als Nachfolger von Dieter Hildebrandt übernimmt sein Familienbetrieb eine der beiden Schmidt-Filialen in der Fußgängerzone. Seine Wahl fiel auf das Geschäft an der Ecke Mühlenstraße zur Heiligengeiststraße. „Mir gefällt es sehr gut mit den Säulen davor. Es gibt eine schöne Terrasse zum Draußensitzen“, sagt der Handwerksmeister.

300 Mitarbeiter in Mittelholstein

1986 kaufte der Boostedter in seiner Heimatstadt die erste Bäckerei, die er noch ganz allein betrieb und das offenbar mit Erfolg. Denn mit den Jahren kamen immer mehr Geschäfte hinzu. Inzwischen sind es 30 Filialen, davon eine auch in Bad Segeberg. „In Mittelholstein beschäftigen wir 300 Mitarbeiter. Meine beiden Töchter arbeiten auch mit. Janne hat Ökotrophologie studiert, Marthe ist Systemgastronomin“, erzählt Tackmann. „Bei uns wird alles selbst hergestellt vom Tortenboden bis zur Laugenstange.“

Der Innenraum des 190 Quadratmeter großen Geschäfts wird in den nächsten Wochen hergerichtet. Für die Bestuhlung des Cafés schwebt Tackmann ein modernes, aber dennoch klassisches Design vor. Die von Säulen geschmückte Terrasse will er ebenfalls für die Besucher herrichten. Doch auch die technische Ausrüstung des Geschäfts muss überarbeitet werden. So lässt der Bäcker zwei Öfen einbauen. Denn die im Boostedter Haupthaus hergestellten Brötchenrohlinge sollen später frisch in Bad Oldesloe gebacken werden. Eröffnet werden soll die neue Tackmann-Filiale Mitte Februar.

Dorothea von Dahlen

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