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Bahn frei im Namensstreit: Mehrheit stimmt für „KuB“

Bad Oldesloe Bahn frei im Namensstreit: Mehrheit stimmt für „KuB“

Nach hitziger Debatte votierten die Oldesloer Stadtverordneten gegen den Vorschlag der fünfköpfigen Jury, die sich für den Begriff „dasKUB“ eingesetzt hatte.

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Der Ausbau geht voran: Dario Günzel trägt schon mal den Teppichboden durchs neue Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe.

Quelle: Fotos: von Dahlen

Bad Oldesloe. Drei oder sechs Buchstaben? Die Frage, welchen Namen das neue Kultur- und Bildungszentrum der Stadt künftig tragen soll, löste erneut einen erbitterten Wortwechsel in der Oldesloer Politik aus. Zur Debatte standen auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung der Jury-Vorschlag „dasKUB“ und der Begriff „KuB“, mit dem sich die CDU im Hauptausschuss zwei Tage zuvor durchgesetzt hatte.

LN-Bild

Nach hitziger Debatte votierten die Oldesloer Stadtverordneten gegen den Vorschlag der fünfköpfigen Jury, die sich für den Begriff „dasKUB“ eingesetzt hatte.

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„Mein Sohn hat dazu spontan gesagt: ,Thank you for travelling Deutsche Bahn‘.“ Dagmar Danke-Bayer, (Grüne)

„Ich finde es immer schön, wie wir uns an kleinen Themen die Köpfe heiß reden“, analysierte SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann eingangs. Sie verwies darauf, dass die fünfköpfige Jury ehrenamtlich gearbeitet habe. Ihre Entscheidung zu akzeptieren, gebiete sich schon aus Gründen der Wertschätzung. Es sei aber auch beschlossen worden, das Ergebnis zu übernehmen, auch wenn es strittig sei. Im Übrigen sei der Vorschlag „dasKUB“ von allen späteren Hauptnutzern gekommen und keine Spinnerei eines Einzelnen gewesen.

Matthias Rohde von den Freien Bürgern für Bad Oldesloe (FBO) stellte in Abrede, dass die Jury-Entscheidung tatsächlich den Willen der Bürger widerspiegele. Auf der Liste der Einsendungen sei der Name „KuB“ allein 15 Mal genannt worden. „Wir sollten deshalb den Mut haben, diesen Bürgern zu folgen“, sagte er.

Jürgen Schneider (SPD) wiederum bestritt, dass die Mehrfachnennungen repräsentativ sind. Der Name „dasKUB“ sei dagegen originell und ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt.

Als Prüfstein für die Demokratie wollte Wolfgang Schmidt (parteilos) das Thema verstanden wissen. „Wir folgen einem autokratischen Modell, wenn wir der Jury nicht folgen. Wir lassen sie mitreden, aber wenn es uns nicht passt, lehnen wir ab“, beklagte er. Ebenso pochte Hendrik Holtz (Linke) darauf, dass der einmal gefasste Beschluss durchgesetzt werden müsse. Im Hauptausschuss hatte er es noch als Schildbürgerstreich bezeichnet, dass sich mit „dasKUB“ nun ausgerechnet ein Vorschlag durchsetze, den so niemand gewollt habe.

Dieser Argumentation wollten Mitglieder der Grünen-Fraktion nicht folgen. Natürlich müsse die Arbeit der Juroren gewürdigt werden, sagte Dagmar Danke-Bayer. Aber sie gebe Rohde Recht. Die Bürger identifizierten sich nicht mit ihrem Namensfavoriten. „dasKUB“ stelle eine „pseudokünstlerische Überhöhung“ dar. Und so zeitgemäß sei diese Formulierung nicht. „Mein Sohn hat dazu spontan gesagt:

,Thank you for travelling Deutsche Bahn‘. Das müssen wir nicht nachmachen“, sagte Danke-Bayer.

Dem schloss sich auch Hartmut Jokisch (Grüne) weitgehend an. Er kritisierte, dass der Vorwurf im Raum stehe, die Stadtverordneten würden Wortbruch begehen, wenn sie sich nicht von der Jury leiten ließen. Denn seiner Erinnerung nach sei ein externes Gremium eingeschaltet worden, auf dass die Experten etwas ganz Besonderes präsentieren. „,Da muss jetzt etwas ganz Tolles kommen‘, war damals der Tenor. Deshalb sehe ich es nicht als Wortbruch an, wenn ich dagegen stimme“, sagte Jokisch.

Letztlich fiel der SPD-Antrag bei 16 Gegenstimmen, einer Enthaltung und nur neun Ja-Stimmen durch. Für den Namen „KuB“ votierten 14 Stadtverordnete, acht stellten sich dagegen und vier enthielten sich ihrer Stimme.

Von Dorothea von Dahlen

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