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Stormarn Bahnhof weiter nicht barrierefrei
Lokales Stormarn Bahnhof weiter nicht barrierefrei
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11:57 25.01.2019
Andreas Reigbert kann mit seinem Scooter nicht in den Zug gelangen. Quelle: Bettina Albrod
Bargteheide

Die Bahnsteige am Bargteheider Bahnhof werden vor 2027 voraussichtlich nicht erhöht. Damit ist Andreas Reigbert nicht einverstanden. Der Bargteheider ist auf einen Elektro-Scooter angewiesen und moniert, dass er am Bargteheider Bahnhof damit nicht in den Zug kommen kann. Grund sind die zu niedrigen Bahnsteige, die dazu führen, dass man mit Rollstuhl nur über eine Rampe in die Züge kommt und mit dem E-Scooter gar nicht.

„38 Zentimeter Höhe über Schienenoberkante mögen gesetzlich oder definitionsgemäß als ,barrierefrei bei qualifizierter Hilfestellung’ gelten“, sagt Reigbert. „Doch wer soll diese Hilfestellung leisten?“ Bisher habe er dort mit seinem manuellen Rollstuhl nur Hilfestellung von Freunden oder anderen Fahrgästen erhalten. Mit einem Elektromobil sei der Ein- und Ausstieg überhaupt nicht möglich, weil das Elektromobil an der oberen Knickkante der Rampe aufsetze und hängen bleibe. Ein Umbau sei frühestens 2027 in Aussicht gestellt worden.

Bahnsteig kann nicht erhöht werden

Dazu Dennis Fiedel, Sprecher der Nah.SH: „Stand ist, dass ein Umbau der Bahnstation Bargteheide erst mit der neuen S-Bahn-Linie S 4 kommen wird. Die Idee einer Interimslösung für den einen Bahnsteig 3 hat sich als nicht umsetzbar erwiesen.“ Heute seien zwei Bahnsteige in Bargteheide nach gültiger Rechtslage mit Rampe barrierefrei, so dass zumindest stündliche Verbindungen je Richtung bestünden. „Uns ist bewusst, dass die heutige Rampenlösung für die Nutzer einiger E-Scooter nicht funktioniert, es gibt aber gegenwärtig leider keine bessere Lösung.“ Für Reigbert bleibt das unbefriedigend. Er appelliert n die Nah.SH, in Zusammenarbeit mit der Landesregierung Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn für eine kurzfristige Lösung für mehr Barrierefreiheit am Bahnhof Bargteheide zu sorgen.

Eine Prüfung der Situation sei Reigbert zugesagt worden, erklärt Sabine Brunkhorst, Sprecherin der Deutschen Bahn. „Diese Prüfungen haben auch stattgefunden. Das Ergebnis war, dass der Bahnsteig Gleis 2 für eine erforderliche Erhöhung leider zu schmal ist. Leider gibt es auch keine bahnzugelassene Rampe, die zu einer Lösung des Problems beitragen könnte.“ Zu dem Thema habe inzwischen ein Runder Tisch unter anderem mit der Nah.SH stattgefunden, bei dem Reigbert beteiligt gewesen sei. „Selbstverständlich werden wir das Thema im Fokus behalten und nach anderen Lösungen suchen“, sagt Sabine Brunkhorst.

Bettina Albrod

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