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Stormarn Bargfeld will Dorf mit Zukunft werden
Lokales Stormarn Bargfeld will Dorf mit Zukunft werden
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20:26 14.06.2018
Andreas Gerckens ist gerade in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt worden. Quelle: Fotos: Albrod
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Bargfeld-Stegen

ist jetzt zusammen mit zehn weiteren Bewerbern in die Endauswahl gekommen. Die Gewinner-Gemeinde bekommt eine Landes-Projektförderung in Höhe von 10000 Euro, die sie mit 2500 Euro kofinanzieren muss. Außerdem qualifiziert sie sich damit für den Bundeswettbewerb 2019.

In Stormarn hat sich Bargfeld-Stegen als einzige Gemeinde im Kreis beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beworben. Veranstalter des Wettbewerbs, der sich an Orte bis zu 3000 Einwohner richtet, ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration.

„Die Gemeinden sollen sich anhand des Wettbewerbs Gedanken machen, wie sie aufgestellt sind“, sagt der gerade wiedergewählte Bürgermeister Andreas Gerckens. „Die Jury aus Mitgliedern von Ministerium, Industrie- und Handelskammer und Naturschutzverbänden beurteilt aus verschiedenen Gesichtspunkten die Entwicklung der Dörfer. Wir haben im Ort viel gemacht.“ Nachhaltigkeit, Vernetzung oder Bürgerbeteiligung seien Bereiche, die unter anderem gefragt seien und in denen sie punkten könnten.

Das Hauptaugenmerk des Landes-Wettbewerbs 2018 liegt laut Mitteilung des Ministeriums auf den Themenfeldern Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortsbildes, innovative Ansätze für Daseinsvorsorge und Infrastruktur sowie auf interkommunalen Kooperationen. „Wir haben eine Reihe von Projekten, mit denen wir uns beworben haben“, so Gerckens weiter.

Interkommunale Kooperation beweist das Dorf damit, dass es dem Bargteheider Klärwerk beigetreten und die eigene Kläranlage renaturiert hat. Die Neugestaltung der Ortsmitte über eine Bürgerwerkstatt, die Tatsache, dass Bargfeld-Stegen die ersten beim Glasfasernetz waren, oder die geplante Ausgestaltung der Anlage Burg Stegen als Teil des Naherholungskonzeptes sind Errungenschaften, auf die der Ort stolz ist.

Auch kulturell kann Bargfeld-Stegen einiges bieten. Der Familientreff organisiert Veranstaltungen wie die „Running Music“, bei der in verschiedenen Haushalten mehrere Musiker ein Zimmerkonzert geben.

Das Bandfestival Bargfeld-Stegen hat sich längst einen Namen in der Musikszene erspielt, und mit dem Storchenfest erweist der Ort dem Umstand Ehre, dass es mit aktuell sechs Nestern zum Storchendorf aufgestiegen ist.

„Am 25. Juni reist die Jury an, um sich zwei Stunden lang ein Bild von Bargfeld-Stegen zu machen“, kündigt Gerckens an. „Wir sind jetzt dabei, uns ein Programm zu überlegen, denn wir wollen das Dorf möglichst authentisch präsentieren.“ Markante Punkte wie die Ortsmitte, die neu gestaltet wird, die Sportstätten oder Natureindrücke sollen dabei bedacht werden. „Naherholung ist Teil des Gesamtpuzzles.“

Erstmals wird zusätzlich ein Sonder-Preis der Handwerkskammer und der IHK Schleswig-Holstein in Höhe von 5000 Euro vergeben. Mit dieser Summe soll eine Gemeinde ausgezeichnet werden, die sich mit besonderen Aktivitäten um die Gewerbetreibenden und Unternehmen im Dorf bemüht.

„Wir haben gute Ideen für das Dorf und wollen uns mal zeigen“, erklärt Bürgermeister Andreas Gerckens. „Mal sehen, wie weit wir kommen.“ Auch beim Preisgeld denkt er in die Zukunft, und da an den Schnee von morgen: „Falls wir gewinnen, wollen wir das Preisgeld dafür verwenden, den kleinen Rodelberg am Haus der Vereine aufzupeppen“, sagt Gerckens. „Der ist immer sehr gefragt, wenn es mal schneit.“ Denkbar sei eine Beleuchtung, damit man auch in den Abendstunden noch rodeln könne.

Von Bettina Albrod

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