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Stormarn Bargteheide: Kinderglück hoch Drei
Lokales Stormarn Bargteheide: Kinderglück hoch Drei
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09:12 25.01.2016
Benni Islami (l.) und seine Frau Verena Gless haben Drillinge bekommen. Bürgermeister Dr. Henning Görtz hilft beim Tragen. Quelle: Fotos: B. Albrod

Die Wahrscheinlichkeit einer Drillingsgeburt liegt bei 1 zu 200 Millionen und ist damit noch viel seltener als sechs Richtige im Lotto. Drei Goldrichtige im Kinderzimmer haben Verena Gless und Benni Islami aus Bargteheide: Sie sind Eltern von eineiigen Drillingen geworden. Ariana, Elisa und Leona heißen die Schwestern, die am 13. August per Kaiserschnitt zur Welt kamen und einander zum Verwechseln ähnlich sehen. Ihr zweijähriger Bruder Leano hat damit drei kleine Schwestern auf einen Streich bekommen.

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Ariana ist am entspanntesten.

„Eigentlich sollte das das zweite Kind werden“, erzählt Verena Gless, die inzwischen mühelos parallel füttern und streicheln kann. In der siebten Schwangerschaftswoche hatte sie dann beim Ultraschall erfahren, dass sie Drillinge erwartet. „Zuerst war ich geschockt und habe drei Tage geweint, aber dann habe ich gedacht: Das soll so sein.“ Die Schwangerschaft verlief zunächst problemlos, doch dann gab es Komplikationen. „Die Plazenta reichte nicht aus, um alle drei Babys ausreichend zu versorgen“, so die 33-jährige Mutter. „Im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf ist man darauf spezialisiert, in solchen Fällen zu helfen.“ Mit einer Operation im Mutterleib wurde per Laser ein Eingriff vorgenommen, so dass alle Kinder gerettet werden konnten.

Sie wurden per Kaiserschnitt geholt, anschließend musste Verena Gless noch drei Monate im Krankenhaus bleiben, weil die drei Kleinen zu früh zur Welt gekommen waren. „Leona ist die zarteste von den Dreien“, erklärt die Mutter, „sie musste nach der Geburt auch noch am Herzen operiert werden.“ Alle drei Babys lagen zunächst im Brutkasten.

Außenstehende können die Kinder nicht unterscheiden, eine Mutter schon. „Ich weiß genau, wer wie im Bauch gelegen hat“, so die Bargteheiderin. „Jedes Kind hat jetzt schon ausgeprägte Charaktereigenschaften.“ Ariana sei am entspanntesten, wahrscheinlich weil sie ganz unten lag. „Elisa ist das Sandwichkind und etwas nölig und Leona ist eine Löwin, die muss man erst aus der Reserve locken.“

Drei Monate lang pumpte die Mutter neun Mal am Tag Milch ab, dann stieg sie auf Flaschennahrung um. Sechs Mal am Tag bekommt jedes Baby frische Windeln, die unfrischen füllen eine 120-Liter-Tonne.

Dazu kommt, dass fast ständig ein Kind gefüttert werden muss. „Ich bekomme viel Hilfe“, sagt Verena Gless. Allen voran natürlich von Vater Benni Islami. „Ich komme um 17 Uhr nach Hause und helfe dann“, erklärt er. „Die Nachtschicht müssen wir uns teilen, damit wir beide ein bisschen Schlaf bekommen, sonst ist es zu anstrengend.“ Zusätzlich kommt ein Pflegedienst ins Haus, und Nachbarn und Freunde packen mit an. „Eine stellt einen Eintopf vor die Tür, der andere saugt Staub, das ist toll“, freuen sich die Eltern.

Die Babys schlafen alle zusammen in einem großen Laufställchen. „Die Müdigkeit vergeht“, sagt Verena Gless, „und wir sind dankbar für die gesunden Kinder.“

Windelpatenschaft hilft
Die Unternehmen Famila und Procter & Gamble, zu dem die Marke Pampers gehört, übernehmen für ein Jahr eine Windelpatenschaft für die Bargteheider Familie. Sie erhält einen Stapel Gutscheine, über die die eineiigen Drillinge ein Jahr lang kostenlos Windeln bekommen können. Bürgermeister Dr. Henning Görtz hat die Patenschaft vermittelt. „Das Unternehmen unterstützt häufig Projekte in Bargteheide“, bedankte sich Görtz. Zur Übergabe der Patenschaft überreichte Unternehmenssprecherin Solveig Hannemann den Eltern eine Windelpuppe, die sie nach einer Anleitung aus dem Internet gebastelt hatte. Von Geschäftsleiter Michael Schadendorff gab es einen symbolischen Scheck für die Eltern.

Bettina Albrod

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