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Stormarn Bargteheide: Warten auf den Haushaltsbeschluss
Lokales Stormarn Bargteheide: Warten auf den Haushaltsbeschluss
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22:26 15.01.2018
Die Stadt hat sich für das kommende Jahr Einiges vorgenommen. Quelle: Bettina Albrod

 „Das erlaubt uns nur eine vorläufige Haushaltsführung zur Umsetzung des Pflichtprogramms.“ Grund des fehlenden Haushaltsbeschlusses sind die Ausgabenplanungen, die im Haushaltsentwurf 2018 höher sind als die Einnahmen. Das würde bedeuten, dass die Stadt nach zwölf Jahren erstmals wieder einen Kredit aufnehmen müsste. Nun sollen die Etats nach verhandelt werden. Dann sollen die Stadtvertreter so schnell wie möglich den Haushalt für 2018 beschließen.

Denn die Stadt hat sich für das kommende Jahr Einiges vorgenommen. „Wir möchten eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung“, betonten die Verwaltungschefin und Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth, die im Wechsel die Ansprache hielten. Gewünscht sei dafür ein Bürgerdialog, der derzeit vorbereitet werde. Grundlage sollen auch die Ergebnisse einer Bachelorarbeit zu Bargteheides Stadtentwicklungspotenzial und die Ergebnisse des Sportentwicklungsplans sein, die in den verschiedenen Gremien diskutiert würden.

Alternative Wohnkonzepte sollen überlegt und der Klimaschutz weiter voran gebracht werden. Auch das Thema Mobilität soll im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Ein Impuls dafür ist das ökologische Wohnquartier, das in Bargteheide entsteht und für das 2018 der erste Spatenstich erfolgen soll. „2017 sind wir beim Stadtradeln wieder die fahrradaktivste Kommune in Stormarn geworden“, betonte Cornelia Harmuth, die das als Ansporn wertete.

Zu den großen Investitionen für 2018 gehört in Bargteheide der Neubau der Feuerwache neben dem Seniorendorf. Auch Kindertagesstätten und Schulen sollen weiter saniert und ausgebaut werden. „Der Neubau an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist fertig und noch 200.000 Euro unter den geplanten Kosten geblieben. Investitionen in Schulen sind eine zeitgemäße Weiterentwicklung von Bargteheides Schullandschaft“, betonte die Bürgermeisterin. Auch die Sanierung des Bahnhofsumfelds steht an – hierzu hatte es bereits einen Bürgerdialog gegeben. „Das Glasfasernetz soll 2018 weiter ausgebaut werden“, sagte Birte Kruse-Bobrecht, „zunächst im Westen der Stadt und später auch im Süden. Ziel ist es, bis 2021 auch das Zentrum angeschlossen zu haben.“ Voraussetzung sei das Erreichen einer Mindestquote von Haushalten, die sich für Glasfaser entscheiden.

Beim Rückblick gingen die Rednerinnen noch einmal auf das 150-jährige Bestehen des Kreises Stormarn ein. Cornelia Harmuth würdigte die Rolle der Vereine und Verbände und der vielen Menschen, die sich für die Stadt engagieren. „Ohne das Ehrenamt wäre die Stadt um einiges ärmer.“  Bettina Albrod

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