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Bargteheide hat jetzt eine Ladesäule für Elektroautos

Bargteheide Bargteheide hat jetzt eine Ladesäule für Elektroautos

Klimaschutz auf der Straße: In Stormarn sind schon 111 E-Autos angemeldet. Am Dienstag wurde in Bargteheide der erste Ladeplatz mit 22 kW für E-Autos mit zwei Anschlüssen für Ökostrom in der Straße „Am Markt“ offiziell eingeweiht.

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Die Ladesäule wurde von Ulrike Lenz (v.l.), Renate Hochgräber, Walter Laskowski, Birte Kruse-Gobrecht, Manfred Priebsch und Cornelia Harmuth in Betrieb genommen.

Quelle: Foto: Bettina Albrod

Bargteheide. Stormarn hat eine weitere E-Ladesäule: Am Dienstag wurde in Bargteheide der erste Ladeplatz mit 22 kW für E-Autos mit zwei Anschlüssen für Ökostrom in der Straße „Am Markt“ offiziell eingeweiht. Betreiber ist die Vereinigte Stadtwerke GmbH aus Ratzeburg, die die Ladesäule für 13000 Euro finanziert hat. Gefördert wurde die Maßnahme mit 5000 Euro durch die EKSH (Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH). Genutzt wird sie über eine Ladekarte oder alternativ eine App, das erste halbe Jahr ist für Nutzer kostenlos.

Hier kann man tanken

Alle Ladestationen der ladenetz.de Stadtwerke-Partner finden sich im Internet unter http://maps.ladenetz.de/.

Die Ladekarte der ladenetz.de ist eine RFID-Karte, die durch Vorhalten an der Säule jederzeit einen einfachen Zugang zu den Ladepunkten ermöglicht. Sie ist bei den beteiligten Stadtwerken zu bekommen. Zum Teil gilt sie auch für Partnerfirmen.

„Wir leisten Pionierarbeit“, erklärte Manfred Priebsch von den Stadtwerken, „in Stormarn ist das die erste Ladesäule, die unsere Stadtwerke aufstellen.“ Insgesamt gebe es im Kreisgebiet bereits Ladesäulen in Zarpen, Buddikate, Ahrensburg, Reinbek und Barsbüttel, in Bad Oldesloe ist eine geplant. Auch private Ladestationen sind schon vorhanden. „Aber Stormarn ist bisher nur sehr dünn versorgt“, sagte Priebsch. Die Ratzeburger gehören zum Ladenetz.de Stadtwerke-Verbund, in dem sich auf kommunaler Ebene Energieversorger zusammengeschlossen haben. 81 Stadtwerke sind bereits dabei und bieten ein deutschlandweites Netz von rund 800 Ladepunkten an.

Für Bargteheides Klimamanagerin Ulrike Lenz und Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht ist die Ladestation der erste Schritt in eine Zukunft der E-Mobilität. „E-Mobilität ist im Kommen“, sagte die Verwaltungschefin, „E-Mobilität ist ein wichtiges Thema bei der Weiterentwicklung des Klimakonzepts in Bargteheide.“ Das setzt bereits auf Fifty-Fifty-Projekte, bei denen die Schulen Strom einsparen und zur Hälfte an den ersparten Summen beteiligt werden, das setzt auf energetische Sanierung, Blockheizkraftwerke, Stadtradeln und auf ein Klärwerk, das ökofreundlich arbeitet. In Planung ist ein ökologischer Stadtteil, dessen Bau demnächst an einen Investor vergeben werden soll, und auch dort könnte Klimamanagerin Ulrike Lenz sich eine weitere Ladesäule vorstellen. „In Stormarn gibt es bisher 111 Elektro-Autos“, sagt sie.

Ein E-Auto fährt auch Klaus Hinrichsen. „Mein Wagen hat eine Reichweite von etwa 100 Kilometern“, erzählt er, „die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 Stundenkilometern, aber das verbraucht viel Strom, so dass man mit Tempo 90 am besten liegt.“ Zuhause hat er sich eine Ladebox in der Garage montiert, die Ladekabel hat er immer dabei. Er freut sich, dass er jetzt auch in Bargteheide tanken kann. „Allerdings ist es ein Problem, wenn E-Autos auch nach dem Auftanken noch auf dem Parkplatz stehen gelassen werden und so die Säule sperren“, sagt Hinrichsen. Hier werden neue Aufgaben auf Politessen zukommen. „In Hamburg wird dann knallhart abgeschleppt“, sagt Ulrike Lenz.

Damit es mit der E-Mobilität weiter voran geht, will Bargteheide einen Arbeitskreis E-Mobilität gründen. Der Arbeitskreis wird weitere Zielsetzungen erarbeiten und das Klimaschutzkonzept um das Thema alternative Mobilität ergänzen. Jeder ist eingeladen, an diesem Arbeitskreis mitzuwirken. Informationen dazu erteilt Ulrike Lenz, lenz@bargteheide.de.

Erstes Treffen des Arbeitskreises ist am 21. Juni um 17.30 Uhr im ehemaligen Trauzimmer des Rathauses, (E.15), Rathausstraße 24-26.

 Bettina Albrod

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