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Stormarn Bargteheide soll auf Kinderarmut achten
Lokales Stormarn Bargteheide soll auf Kinderarmut achten
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23:22 24.09.2016

Ingo Loeding, Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Kreisverband Stormarn, hat in der jüngsten Bargteheider Hauptausschuss-Sitzung angeregt, dass die Verwaltung eine regelmäßige Armutsberichterstattung auf den Weg bringen soll. „Die meisten Fälle von Erziehungshilfe gibt es in Bargteheide“, begründete Loeding. Angebote des DKSB sollen helfen, Eltern zu entlasten und die Erziehung der Kinder auf eine stabile Basis zu stellen. „Dazu gehören auch kostenlose Ferienangebote“, forderte Loeding. Der Ausschuss war sich einig, dass die Verwaltung prüfen soll, ob eine jährliche Berichterstattung mit den gegenwärtigen Ressourcen machbar ist.

Beim Thema öffentlich geförderter Wohnungsbau gibt es weiter Verzögerungen. Sowohl die Wohnbebauung „Am Maisfeld“, wo Wohnungen entstehen sollen, als auch das Projekt „BornInk“ können solange nicht weiterverfolgt werden, wie die Frage der Zuwegung nicht geklärt ist. Hier muss vor dem Weiterbau der Westumgehung sichergestellt werden, dass der Fledermausschutz garantiert ist. Dafür ist eine Umplanung der Knicks nötig. Jürgen Weingärtner (SPD) teilte mit, dass auch der Investor des angrenzenden Grundstücks „Am Maisfeld“ bereit sei, 50 Prozent der Wohnungen als öffentlich geförderten Wohnraum anzubieten. Die Verwaltung solle prüfen, ob der Antrag auf Umwandlung des bisherigen Mischgebiets auf allgemeines Wohngebiet von der Frage der Zuwegung entkoppelt werden könne.

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ hat einen Antrag auf Förderung in Höhe von 1000 Euro durch die Stadt für 2017 zur Bearbeitung des Themas „Essstörungen“ an Bargteheider Schulen gestellt.

„Essstörungen sind ein Problem“, erklärte die Ausschussvorsitzende Wiebke Garling-Witt (Grüne). „Im Vorjahr hat es an einer Bargteheider Schule fünf schwere Fälle gegeben.“ Andreas Bäuerle (SPD) sprach davon, dass in einem Gespräch mit Schülern von 30 Prozent betroffener Schüler die Rede gewesen sei. Der Verein ist seit 2015 mit seiner Präventionsarbeit an den Bargteheider Schulen vertreten.

Die Fraktionen wollen beraten, ob eine Mischfinanzierung, bei der sich Stadt und Schulen die Kosten des Projekts teilen, machbar ist. Schließlich regten die Grünen an, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe zur Stadtentwicklung zu gründen. Auch darüber wollen die Fraktionen zunächst beraten.

 ba

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