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Stormarn Bargteheider Schüler werden zu Unternehmern
Lokales Stormarn Bargteheider Schüler werden zu Unternehmern
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09:30 16.03.2016
Die Achtklässler aus Bargteheide haben eine eigene Firma gegründet. Quelle: B. Albrod

Man nehme eine gute Produktidee, entwickele das Design und die Marketingstrategie dazu, verkaufe Aktien für das notwendige Startkapital, und fertig ist das Start-Up-Unternehmen. Im Falle des Kopernikus-Gymnasiums Bargteheide (KGB) nennt sich die Firma „Schoolstyle“, und ihr gehören zwölf Schüler des achten Jahrgangs an, die mit ihrer Schulfirma am Junior-Projekt des Instituts für deutsche Wirtschaft teilnehmen.

Bundesweite Initiative

Schoolstyle nimmt auch am Bundesschülerfirmencontest teil. Unter www.bundes-schuelerfirmen-contest.de können die jungen Unternehmen bis 31. Juli für sich stimmen lassen. Dahinter steht die Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

„Wir verkaufen einen Kugelschreiber mit integriertem USB-Stick und unserem KGB-Schullogo“, erklärt Florian Trützschler, Geschäftsführer des jungen Unternehmens. Ihm zur Seite stehen Philipp Özren als Finanzchef und Luca Volkers als Assistent der Geschäftsleitung; außerdem gehört natürlich das gesamte Team mit den verschiedenen Abteilungen dazu.

„Wir wollten in unserer Firma etwas Individuelles anbieten“, erläutern die Jungunternehmer. „Die Qualität der Produkte ist das A und O.“ Die Schüler setzten sich alle zusammen und entschieden sich für personalisierte Schulartikel mit dem gewissen Extra, die nur an ihrer Schule verkauft werden.

Renner im Sortiment ist der USB-Kugelschreiber. „Die erste Lieferung war nach vier Tagen ausverkauft“, sagt Philipp Özren. „Jetzt haben wir die zweite Charge bestellt.“ 50 Stück sind in einer Kollektion, und auf den blauen folgt nun der rote Kuli — passend zur neuen Schulfarbe. Dazu gibt es individuell verzierte Blöcke. Auch eine Erweiterung der Produktpalette ist angedacht. „Wir wollen auch KGB-Geodreiecke anbieten, die besonders stabil sind“, erklären die Geschäftsführer.

Das Investitionskapital ziehen die Schüler aus den 39 Aktien, die sie bei einem festlichen Neujahrsempfang verkauft haben. „Die gab es ab fünf Euro, und wir haben damit 465 Euro Startkapital zusammen bekommen“, so Philipp Özren. „Dafür haben wir den Aktionären eine Dividende von zehn Prozent zugesagt.“ Das Geld haben sie in ihre Produkte investiert, die sie mit geringer Gewinnspanne verkaufen.

„Die Aktionäre erwarten eine Dividende, außerdem bekommt jeder in der Firma 25 Cent Gehalt pro Woche.“

Wie im wahren Leben ging der Neuauflage des USB- Stifts die Marktforschung voraus. Dazu kam Werbung am schwarzen Brett und in sozialen Netzwerken.

Die Regeln der Betriebswirtschaft greifen im Junior-Unternehmen, und damit ist der Zweck des Projekts erfüllt. „Die Junior-Projekte werden im Rahmen des Wipo-Unterrichts angeboten“, erläutert Lehrer Martin Danner. „Das Ganze findet im Kontext Berufsorientierung statt.“ Mit etwas Theorie zur Wirtschaft und viel Praxis durch die Erfahrungen mit der eigenen Firma werden Schüler so spielerisch an die Wirtschaft herangeführt.

„Alles läuft demokratisch, jeder kann seine Ideen einbringen und es macht Spaß“, schildert Florian Trützschler seine Erfahrung. „Aber man macht sich auch Sorgen, ob man am Ende die Aktionäre auszahlen kann.“ Philipp Özren sieht es ähnlich: „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es kein Spiel mehr ist.“

Von Bettina Albrod

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