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Stormarn Barsbüttel: Acht Schüler mit Pfefferspray verletzt
Lokales Stormarn Barsbüttel: Acht Schüler mit Pfefferspray verletzt
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16:52 06.04.2017
Die Schule war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Drohungen geworden, die zu Schulausfällen geführt hatten. Quelle: Peter Wüst
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Barsbüttel

Gegen 9.50 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass es während einer Pause im Haupteingangsbereich der Erich-Kästner-Gesamtschule zu einem Gasaustritt gekommen sei. Mehrere Kinder klagten über Atemwegsreizungen und brennende Augen. Der betroffene Schulbereich wurde durch Polizei und Rettungskräfte evakuiert. Die zunächst bestehende Annahme eines Gaslecks bestätigte sich nach kurzer Zeit nicht. Ersten Ermittlungen zufolge bestand der Verdacht, dass möglicherweise Reizgas versprüht worden war.

Zeugen hatten beobachtet, dass ein Mitschüler zur betreffenden Zeit eine Substanz aus einer Dose versprüht haben und die Dose dann weggeschmissen haben soll. Bei einer entsprechende Absuche konnte ein Dose Pfefferspray aufgefunden werden.

Die Sekretärin der Schule hatte bei der Feuerwehr angerufen und den Vorfall geschildert. Daraufhin löste die Leitstelle in Bad Oldesloe einen Großalarm für die Rettungskräfte aus.

Mehrere Freiwillige Feuerwehren und zahlreiche Rettungswagen machten sich auf den Weg: "Als wir kurze Zeit nach dem Alarm an der Schule eintrafen, saßen viele Schulkinder auf der Wiese vor dem Schulgebäude, sie zitterten, weinten, husteten und klagten über brennende Augen", sagte Sven Hinzpeter, Sprecher der Feuerwehr. "Sofort haben wir die Kinder in Decken gehüllt, sie alle beruhigt und mit Getränken versorgt. Viele von ihnen standen offensichtlich unter Schock."

Die Ermittlungen konzentrieren sich laut Polizei zurzeit auf einen 13-jährigen Schüler der Gesamtschule.

Das Schulgelände wurde weiträumig abgesperrt, die Schule evakuiert: Drei Notärzte und zahlreiche Rettungssanitäter kümmerten sich um die Kinder. Betroffen waren insgesamt 74 Schüler, acht von ihnen wurden nach einer Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Danach wurde der betroffene Bereich der Schule ausreichend belüftet.

Der allgemeine Schulbetrieb wurde danach fortgesetzt. Die Schule war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Drohungen geworden, die zu Schulausfällen geführt hatten.

Im Einsatz waren: FF Barsbüttel, FF Stemwarde, FF Stellau, FF Willinghusen, FF Glinde, Feuerwehr Hamburg, Rettungsdienst mit drei Notärzten, Leitender Notarzt, Technische Einsatzleitung Rettungsdienst Stormarn (TEL), Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, SEG-Transport und die Polizei.

Peter Wüst/RTN

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