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Bau des Rettungszentrums wird konkret

Bad Oldesloe Bau des Rettungszentrums wird konkret

Die Kreispolitik muss sich zwischen drei Grundstücken entscheiden – Geld für Planungen wird bereit gestellt.

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„Wir wollen mit dem Bau des Rettungszentrum ein klares Zeichen setzen.“Wolfgang Gerstand, CDU

Bad Oldesloe. Die ersten Weichen sollen gestellt werden: Der Kreis Stormarn wird ein Rettungszentrum für die Sanitätseinheiten und die Technische Einsatzleitung des Katastrophenschutzes bauen. Die Frage, die noch geklärt werden muss: Wo soll das Zentrum entstehen?

„Wir haben drei Standorte zur Auswahl“, erklärt der Vorsitzende des Wirtschafts-, Bau- und Planungsausschusses des Kreises, Wolfgang Gerstand (CDU). Zum einem beim Aldi-Zentrallager in Bargteheide, dann in Hammoor in der Nähe der Schlachterei und zum anderen in der Nähe des geplanten Autohofes an der Autobahn 1. „Das Grundstück in Bargteheide, das der WAS gehört, hätte den Vorteil, dass es günstig ist. Wir könnten es sofort kaufen und auf dem Gelände herrscht bereits baureife, wir könnten sofort beginnen“, erklärt Gerstand. In Hammoor könnte der Kreis gemeinsam mit der Feuerwehr der Gemeinde agieren, denn die benötigt dringend ein neues Gebäude. Und der Standort beim geplanten Autohof direkt an der A 1 „wäre für alle das Beste“, so Gerstand. Da sei nur die Frage, wie schnell das Projekt vorangetrieben werden könnte, denn dort müsste erst einmal ein Zielabweichungsverfahren gemacht werden, damit dort überhaupt das Rettungszentrum entstehen könnte. Würde sich die Politik für diesen Standort entscheiden, hätte das auch den Charme, dass „wir Hammoor nicht noch zusätzliche Verkehre aufbürden würden“, so der Ausschussvorsitzende.

Egal, an welchem Standort nun gebaut wird, mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro muss gerechnet werden. Zum Vergleich: Eine Sanierung des bisherigen Hilfszentrums in Bargteheide würde mit 4,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Die derzeitige Unterbringung ist für die Gruppen saumäßig, da kann man wirklich die Lust und die Motivation verlieren“, findet Gerstand. Dabei ist der Kreis auf die Gruppen nicht nur im Katastrophenfall angewiesen.

Erste Auflösungserscheinungen gab es nach Angaben der Kreisverwaltung bereits bei der ersten Sanitätstruppe des Deutschen Roten Kreuzes: Für die 14 Helfer steht im Hilfszentrum nur ein Raum zur Verfügung – hier müssen sich alle umziehen. Die Mitglieder teilen sich die Spinde, nicht jeder kann seine Einsatzkleidung dort unterbringen, sondern deponiert sie im Auto, um sie im Ernstfall dabei zu haben. Nach einem Einsatz kann folglich keine Schwarz-Weiß-Trennung vorgenommen werden, was bedeutet, dass es zu einer Kontaminationsverschleppung kommen könnte. Aber nicht nur das: Die drei Fahrzeuge der Gruppe stehen nicht zusammen, ein Fahrzeug ist in Hammmoor stationiert. „Eine bedarfsgerechte Unterbringungssituation sowie das Zusammenführen der Fahrzeuge ist angezeigt und derzeit die einzige langfristige Möglichkeit, diese Sanitätstruppe dauerhaft zu erhalten“, ist sich die Kreisverwaltung sicher.

Andere Gruppen sind gar nicht im Hilfszentrum untergebracht, sondern verteilen sich über den gesamten Kreis. Auch diese Standorte sind laut Kreis sanierungsbedürftig. Die Sanitätstruppe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) beispielsweise ist im Ahrensburger Gewerbegebiet untergebracht. Dort steht – auf dem Gelände von E.on – auch der Gerätewagen Sanität (GW-San), der zusammen mit der Crew zur Medical-Task-Force des Bundes gehört und in Stormarn im Katastrophenfall eingesetzt wird. Sollte der Wagen bei E.on nicht mehr stehen können, gäbe es im Kreis keine Alternative.

Die Gefahr besteht, dass der Bund das Spezialfahrzeug dann einer anderen Katastrophenschutz-Einheit außerhalb des Kreises zuordnet. Weiteres Manko: Die Helferinnen und Helfer des ASB können sich vor Ort nicht umziehen. Diese Probleme sollen verschwinden. „Wir wollen mit dem Bau des Rettungszentrums ein klares Zeichen setzen“, so Gerstand.

K. Kuhlmann-Schultz

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