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Stormarn Baugebiet Kampstraße: Es geht voran
Lokales Stormarn Baugebiet Kampstraße: Es geht voran
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20:29 30.06.2017
Seit 2009 plant Bad Oldesloe an dem neuen Baugebiet. Quelle: Foto: Sus

Die Oldesloer Kommunalpolitiker nehmen jetzt nach Aussage von Architekt Detlev Stolzenberg „die letzte große Hürde im Planverfahren“ für das neue Wohngebiet zwischen Kampstraße und Pölitzer Weg. Eine Umwidmung zur Wohnbaufläche erfordert eine erneute Auslegung von Bebauungsplan Nr. 107 und Flächennutzungsplan. Der Umweltausschuss gab einstimmig grünes Licht, nächsten Mittwoch kommt das Thema in den Bau- und Planungsausschuss.

Obwohl Wohnungen in Bad Oldesloe Mangelware sind, war der planerische Weg für dieses neue Wohngebiet besonders lang. Die ersten Pläne stammen bereits aus dem Jahr 2009. „Es ist ein attraktiver Standort“, findet der Lübecker Architekt. Bodenbelastungen und Bahnlärm sind jedoch die Schwierigkeiten in diesem Gebiet. Die letzte zeitliche Verzögerung im Planverfahren war durch umfangreiche Gutachten zu den Altlasten entstanden, die unter anderem von einer ehemaligen Eisengießerei und einem Farbwerk stammen. Damit die Bodenverunreinigungen beseitigt werden könne muss sogar ein Feuchtwald abgeholzt werden. „Wir haben uns als Kinder an den bunten Farben des Wassers auf Teich und Gräben erfreut“, erzählte Rosemarie Behrend, die im Bereich Hebbelstraße aufgewachsen ist.

Als Lärmschutz zum Bahndamm soll ein Wall mit einer drei Meter hohen Wand dienen, die Häuser erhalten Schallschutzfenster. Im Stadtvillen-Bereich ist eine Containersammelstelle geplant, damit der Müll auch da gesammelt werden kann, wo er entsteht.

Mit mehr Verkehr durch das neue Wohngebiet muss auch in der Hebbelstraße gerechnet werden. Anliegern ist schon jetzt der Pölitzer Tunnel ein Dorn im Auge. „Der Tunnel ist für Mietinteressenten das K.o.-Kriterium Nr. 1“, schrieb ein Anwohner. Insbesondere Frauen würden sich bei Dunkelheit kaum noch durch den Tunnel trauen.

Rosemarie Behrend beklagte, dass Autofahrer im Tunnel viel zu schnell fahren. Für Radfahrer ergebe sich eine besonders prekäre Situation. Wie Bürgermeister Jörg Lembke erläuterte, ist die Deutsche Bahn für die Unterführung zuständig. Ihm sei auf Nachfrage signalisiert worden, dass in den nächsten fünf Jahren eine Grundsanierung des Pölitzer Tunnels anstehe.

sus

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