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Stormarn Bauhöfe sind fit für den Winterdienst
Lokales Stormarn Bauhöfe sind fit für den Winterdienst
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20:36 21.11.2016
Salz in großen Mengen: Klaus Haska schippt die harte Kruste weg. Anschließend kann das Material wieder verwendet werden. FOTOS: THORMÄHLEN

. Sonnenschein, zwölf Grad und die Außenplätze der Cafés waren gut besetzt: Gestern erinnerte kaum etwas an den Winter, der allerdings am Wochenende für Glatteis auf einigen Straßen sorgte. „Wir sind dann auch draußen, um die Fahrbahnen abzustreuen“, sagt Klaus Haska vom Reinfelder Bauhof.

Aufgaben verteilt

Kommunale Bauhöfe sind für das Abstreuen der Straßen und Gehwege innerorts zuständig. Straßenmeistereien in Bargteheide, Grande und Lübeck übernehmen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.

Die Autobahnmeisterei ist auf A 1, A 20 und A 21 im Einsatz.

Zwölf Mitarbeiter sind für den Winterdienst bereit – aufgeteilt in zwei Gruppen. „Wir haben eine Rufbereitschaft, damit wir schnell handeln können“, erläutert der Teamleiter für den Hoch- und Tiefbau. Auf die Wetterprognosen verlassen sich Klaus Haska und seine Kollegen dagegen nicht: „Wir unternehmen unsere Kontrollfahrten und überprüfen dabei selbst den Straßenzustand.“ Innerhalb von nur einer halben Stunde können die Reinfelder mit bis zu sechs Fahrzeugen im Einsatz sein.

Bisher ist dieser Winter für den Reinfelder Bauhof eher ruhig verlaufen. „Wir mussten selten raus“, sagt der Teamleiter. Und das macht sich auch bei der Menge des bereits verstreuten Materials bemerkbar. „Wir haben sehr wenig von unserem Sandsalzgemisch gebraucht“, erläutert Klaus Haska. Es wird auf dem Areal an der Reinfelder Krögerkoppel selbst angemischt – mit einem Teil Salz und vier Teilen Sand. Herausgestellt hat sich, dass sich der auch für Spielplätze verwendete Sand am besten eignet.

Das Salz kauft die Stadt bei ihrem Lieferanten, der es wiederum aus einem Bergwerk bezieht. „Da haben wird jetzt keine Lieferprobleme. In der nächsten Wochen sollen noch mal 25 Tonnen kommen“, sagt Klaus Haska. Wer früh shoppt, erzielt in der Regel den besseren Preis. Dank „Frührabatt“ kostet eine Tonne im Sommer nur 65 Euro, jetzt werden dagegen rund 80 Euro fällig. Mit Unbehagen denkt der Teamleiter an den Winter vor gut drei Jahren zurück. Da gab es nämlich im April noch einmal heftige Schneefälle: „Und Salz war nicht mehr zu bekommen, weil die Nachfrage groß war. Wir mussten auf Bestände mit sogenanntem Siedesalz aus Herzegowina zurückgreifen.“

Gut gefüllt ist zurzeit das Lager – mit 100 Tonnen Gemisch, 100 Tonnen Salz und 400 Tonnen Spielsand. Vor allem beim Salz kann der Bauhof noch auf seinen alten Bestand zurückgreifen. „Der vergangene Winter war sehr milde. Da waren wir auch nur insgesamt 30 Mal unterwegs“, erinnert sich Klaus Haska. Das Material wird nicht schlecht: „Es bildet sich eine Salzkruste, die wir wegschaufeln. Sie würde nicht durch die Mischanlage gehen.“ Aber auch das gehärtete Salz kann noch verwendet werden. Es wird per Hand auf den Gehwegen verstreut.

Drei Einsätze in diesem Herbst schlagen bislang für die Mitarbeiter der Autobahnmeistereien in Bad Oldesloe zu Buche. „Ab drei Grad bereiten wir uns darauf vor, sagt Jörg Becker, Leiter der Dienststelle, die zum Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr gehört. Bis Ende April sind stets zwei Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um möglichst schnell unterwegs zu sein.

Die Autobahnmeisterei verwendet im Gegensatz zu den kommunalen Bauhöfen keine abstumpfenden, sondern nur auftauende Stoffe. Aus diesem Grund muss auf dem Areal an der Abfahrt Bad Oldesloe nicht selbst angemischt werden. „Wir verwenden eine Salzsole“, erläutert Jörg Becker. Und die wird fertig hergestellt angeliefert.

Weil es auf den Autobahnen besondere Anforderungen an die Verkehrssicherheit gibt, sind die Mitarbeiter teilweise auch präventiv im Einsatz. „Wenn am Abend oder in der Nacht Frost droht, dann versprühen wir vorsorglich eine Feuchtsalzlösung. Das haben wir vor kurzem schon gemacht – für uns kann der Winter kommen“, sagt Jörg Becker.

Michael Thormählen

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